Dirk Jordan
Dresdner Schachorganisator. Organisierte 2001-2018 die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft (früher Ramada-Cup) im Auftrag des DSB und kassierte dabei über eigene Vereine („Ran an’s Brett“, „64 Felder“), ohne dies mit dem Verband abzustimmen, Hotelprovisionen von bis zu 12 Prozent pro Übernachtung – dem DSB fiel dies erst 2018 durch Wirtschaftsdienst-Chef Ossi Weiner auf, nachdem frühere Hinweise von Geschäftsführer Horst Metzing und Rechtsberater Ernst Bedau nicht ernsthaft verfolgt worden waren. Der DSB trennte sich 2018 von ihm. Die für 2019 in Radebeul geplante Premiere des neuen Schachgipfels wurde anschließend kurzfristig nach Magdeburg verlegt. Wurde 2023 wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr und Untreue verurteilt, 2025 zusätzlich wegen Steuerhinterziehung. Im Berufungsverfahren verhängte das Landgericht Dresden am 27. April 2026 rechtskräftig eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung. Parallel einigte sich Jordan mit dem DSB auf einen Vergleich; insgesamt fließen 125.000 Euro an den Verband.

