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World Cup 2027: Neuer Modus

FIDE reformiert das Schach-Weltcup-Format 2027

Quelle: FIDE – „FIDE Council approves new format for 2027 World Cup and Women's World Cup", veröffentlicht am 2025

Der Weltschachverband FIDE hat für den FIDE World Cup 2027 und den FIDE Women's World Cup 2027 ein grundlegend überarbeitetes Turnierformat beschlossen. Das berichtet FIDE. Der FIDE-Rat folgte damit Empfehlungen der Global Strategy Commission mit dem Ziel, die Veranstaltungen inklusiver zu gestalten, die Turnierdauer zu verkürzen und das Spielerlebnis zu verbessern.

Das bisherige Knockout-Format, das seit 2005 gilt, hatte die Turniere zuletzt auf eine Dauer von bis zu 27 Tagen anwachsen lassen. Ab 2027 sollen beide Weltcups auf 19 Tage komprimiert werden.

Zweistufiges Format mit Swiss-System und Knockout

Der neue Ablauf gliedert sich in zwei Phasen. In der ersten Stufe spielen die Teilnehmer in Swiss-System-Pools mit einem schnelleren Zeitkontroll-Format von 45 Minuten plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug. Im Open-Weltcup werden vier Pools à neun Runden gebildet, im Frauen-Weltcup zwei. Die jeweils besten Spielerinnen und Spieler jedes Pools – insgesamt 16 Personen pro Wettbewerb – qualifizieren sich für die zweite Stufe. Dort findet das traditionelle Knockout-Format mit klassischer Zeitkontrolle statt, beginnend mit dem Achtelfinale bis zum Finale.

Gleichzeitig wird die Teilnehmerzahl ausgeweitet: Der Open-Weltcup wächst von 206 auf 224 Spieler, der Frauen-Weltcup von 103 auf 128 Teilnehmerinnen. Neue Qualifikationswege wurden eingeführt, darunter direkte Startplätze für die vier besten Finisher des FIDE Grand Swiss sowie des FIDE Women's Grand Swiss, ein Platz für den Sieger der 2026 Total Chess World Championship und erstmals ein Qualifikationsplatz für den bestplatzierten Senior.

Höheres Preisgeld und kontinentale Stärkung

Das Gesamtpreisgeld beider Veranstaltungen steigt von 2,67 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 3,3 Millionen US-Dollar im Jahr 2027. Preisgelder werden weiterhin an alle Teilnehmenden ausgezahlt, mit verbesserten Beträgen für die hinteren Platzierungen. Die Anzahl der Kontinentalplätze wurde auf sieben pro Kontinent erhöht.

FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich erklärte, das neue Format solle die Identität des World Cups bewahren und zugleich die Weltcups inklusiver denn je gestalten. Besonders Spielerinnen und Spieler aus Afrika und Amerika sollen durch zusätzliche Qualifikationsplätze stärker berücksichtigt werden.

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FIDE reformiert Weltcup und Kandidatenturnier 2027

Quelle: Damas y Reyes – „La FIDE hace pocos amigos con sus cambios", veröffentlicht am 14. Juli 2026

Der Rat der FIDE hat zwei weitreichende Reformen beschlossen: ein neues Format für den Schach-Weltcup 2027 und ein neues Qualifikationssystem für die Kandidatenturniere 2028. Das berichtet Damas y Reyes. Beide Änderungen folgen dem Trend, das klassische Schach zu beschleunigen, und stoßen bei Spielern und Anhängern überwiegend auf Kritik.

Ab 2027 wird der Weltcup in 19 statt bisher 27 Tagen ausgetragen und in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase spielen die Teilnehmer ein Schweizer System im beschleunigten klassischen Rhythmus von 45 Minuten plus 30 Sekunden Inkrement. Die besten Spieler qualifizieren sich anschließend für die zweite Phase, die das bekannte K.-o.-Format im regulären klassischen Rhythmus beibehält. Die Teilnehmerzahl steigt im offenen Bereich von 206 auf 224, im Frauenbereich von 103 auf 128. Das gemeinsame Preisgeld beider Wettbewerbe wächst von 2,67 auf 3,3 Millionen US-Dollar.

Kandidatenturnier: neue Wege, keine Elo-Plätze mehr

Beim Qualifikationssystem für die Kandidatenturniere 2028 entfällt der bisherige direkte Zugang über die Elo-Zahl vollständig. Stattdessen verteilen sich die acht Plätze auf vier Wege: Großes Schweizer Turnier 2027, den neu eingeführten Total Chess World Championship Tour 2026–2027, den Weltcup 2027 sowie den FIDE-Zirkel 2026–2027. Der Weltcup qualifiziert künftig nur noch die beiden Finalisten, statt wie bisher drei Spieler.

FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich verteidigte die Reformen mit dem Argument, der Weltcup werde inklusiver und attraktiver. Kritik kommt unter anderem von Jacob Aagaard, der das klassische Schach als wichtigstes Alleinstellungsmerkmal des Sports in Gefahr sieht, und von Àlvar Alonso, der das neue Format als „Wildheit" bezeichnete. Hans Niemann hingegen begrüßte die Änderungen ausdrücklich, insbesondere den Wegfall des Elo-Platzes. Anish Giri versuchte als selbsternannter „Anwalt des Teufels" das Kalkül der FIDE nachzuvollziehen: Die Reformen seien kein Zufall, sondern ein Versuch, sportliche Fairness, Logistik, kommerzielle Attraktivität und globales Wachstum des Schachs in Einklang zu bringen – auch wenn das neue Format sich letztlich als schlechter erweisen könne.

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Trainer kritisiert FIDE-Reformpläne für Schachweltcup

Quelle: Rook Review – „Regressive reforms for the sake of appearing to do something new are not reforms... — Coach Ramesh", veröffentlicht am 15. Juli 2026

Der Schachtrainer Ramesh Ramachandran hat die angekündigten Formatänderungen beim FIDE World Chess Cup scharf kritisiert. Das berichtet Rook Review. Ramesh sieht in den Neuerungen den Versuch, tiefes Denken aus dem Schach zu verdrängen, und bezeichnet die Änderungen als regressive Reformen.

In einer öffentlichen Stellungnahme fragte Ramesh, warum statt Eingriffen in bestehende Turniere mit klassischer Bedenkzeit nicht einfach neue, längere Rapid-Turniere geschaffen würden. Das Ziel der Organisatoren scheine es zu sein, Schach auf eine instinktive, emotionale Reaktion zu reduzieren. Tiefe Ideen könnten nicht gefunden, analysiert, bewertet und umgesetzt werden, wenn keine Zeit zum Denken bleibe.

Änderungen treten 2027 in Kraft

Die FIDE hatte die Formatänderungen für den World Chess Cup am 13. Juli bekanntgegeben. Die Neuerungen betreffen unter anderem die Bedenkzeit, die Turnierdauer sowie die Teilnehmerzahl. In Kraft treten die Änderungen erstmals beim FIDE World Chess Cup 2027.

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