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Elham Amar und Song Yuxin gewinnen die Dortmunder Schachtage / Zwei GM-Normen erzielt

Erste Favoriten straucheln im A-Open

Matthias Blübaum mit schönem Auftaktsieg in Dortmund

Der Startschuss für die Sparkassen Chess Trophy 2026 ist gefallen. Damit sind insgesamt gut 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 43 Föderationen im Einsatz, um einen Preisfonds von 20.000 Euro auszuspielen.

Der Auftakt in das Turnier gestaltete sich für einige Topspieler der Sparkassen Chess Trophy 2026 deutlich schwieriger, als sie es sich erhofft hatten. Der topgesetzte GM Matthias Blübaum konnte gegen den Norderstedter Alfred Parvanyan am ersten Brett zwar einen ungefährdeten Sieg einfahren, und führte im Livekommentar anschließend die Zuschauer durch seine Partie:

Doch kam es am zweiten Brett bereits zur ersten kleinen Sensation. Der 11-jährige (!) Nurali Bolashakov aus Kasachstan konnte in einer langen, umkämpften Partie gegen den deutschen Nationalspieler und Dortmunder Stammgast Dmitrij Kollars ein Remis erreichen. Trotz eines Minusbauern behielt der junge Bolashakov die Nerven und ließ in einem Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern dem deutschen Großmeister keine ernsthaften Gewinnchancen mehr.

Auch am dritten Brett wartete eine große Überraschung. David Navara erspielte sich erwartungsgemäß kleine Vorteile gegen den rund 400 Elo-Punkte schwächeren Mauro Tirelli. Doch der Italiener verteidigte sich äußerst aktiv, unter anderem mit der „fantastischen Ressource ...La6!" (Kommentar Artur Jussupow) und konnte die Partie vollständig ausgleichen. Die Begegnung endete ebenfalls remis.

An den Brettern vier und fünf wäre es beinahe so weitergegangen, doch die beiden Großmeister Rasmus Svane und Andrew Hong konnten ihre schwierigen Partien im Endspiel zu ganzen Punkten führen. Svane ging dabei ins volle Risiko. In einem leicht schlechteren Turmendspiel opferte er einen Bauern gegen seinen bis dahin sehr stark aufspielenden Gegner Robert Prieb. Der Dortmunder Prieb ließ in der Folge der Komplikationen einen weiteren Bauerndurchbruch Svanes zu, der schließlich die Entscheidung zugunsten des Großmeisters brachte.

Der Amerikaner Andrew Hong hingegen wurde mit einer sehr tiefen Vorbereitung durch den ebenfalls erst 11-jährigen Engländer Junyi Zhang überrascht. Im 18. Zug hatte Zhang sogar mehr Zeit auf der Uhr als zu Beginn der Partie und einen Zeitvorsprung von knapp einer Stunde gegenüber Hong. Doch Hong wartete geduldig auf seine Chancen im Endspiel und konnte die Partie letztlich doch noch für sich entscheiden.

Am nächsten dran an einer Sensation gegen einen internationalen Großmeister war Alexey Wagner. Der Lippstädter FIDE-Meister brachte den Vorjahreszweiten Surya Ganguly an den Rand einer Niederlage. In einer sehenswerten Partie opferte Wagner energisch eine Qualität und erhielt dafür eine sehr vielversprechende Stellung. Ganguly öffnete in der Folge seine eigene Königsstellung, um mit einem Freibauern spekulatives Gegenspiel zu erzeugen. Wagner sah mit wenig Zeit auf der Uhr keine Möglichkeit mehr, den Bauern aufzuhalten, und begnügte sich in einer Gewinnstellung schließlich mit einem Dauerschach.

Nach nur einer Runde ist bereits klar: Im A-Open der Sparkassen Chess Trophy 2026 gibt es keine leichten Aufgaben. Die ersten Überraschungen sind perfekt, und die Jagd auf die Spitzenplätze ist eröffnet. Mit einem stark besetzten Feld darf man gespannt sein, welche Spieler in den kommenden Tagen den nächsten Schritt machen – und wer erneut für eine Überraschung sorgen kann.

Livepartien, Ergebnisse, Tabelle


Ausblick auf Sonntag:

Am Sonntag startet um 10:30 Uhr die zweite Runde des B-Opens. Auch hier werden 17 Bretter live übertragen.

Am Nachmittag ab 15 Uhr läuft dann nicht nur die zweite Partie für Blübaum und Co., sondern auch die erste Runde im Internationalen Frauenturnier der Schachtage – unter anderem mit Dinara Wagner. Vor Ort erwartet die Besucher am Sonntag nicht nur der beliebte Kommentar von Artur Jussupow mit Gästen, sondern auch ein Bücherstand von Schach Niggemann.

(Pressemitteilung)

Norbert Schilff eröffnet Internationales Frauenturnier – Natalia Buksa glänzt zum Auftakt

Als Bürgermeister der Stadt Dortmund eröffnete Norbert Schilff am 2. Turniertag der Sparkassen Chess Trophy das Internationale Frauenturnier der diesjährigen Schachtage für Dinara Wagner mit 1.d4.

Schilff würdigte die Bedeutung des internationalen Turniers besonders für den Sportstandort Dortmund. Die Partie folgte anschließend Grünfeldindischen Pfaden.

Klaudia Kulon sagte nach der Partie:

„Ich habe mir für das Turnier vorgenommen, deutlich solider zu werden. Eigentlich bin ich eine sehr aggressive Spielerin, und möchte das verbessern. Das ist heute sehr gut gelungen.“

Die polnische Spitzenspielerin glich aus, und konnte mit einer Abwicklung viele Figuren tauschen, sodass die Partie ohne besondere Ereignisse unentschieden endete.

Währenddessen entschied sich Natalia Buksa für 1.e4 und eine aggressive Variante gegen den Sizilianer von Song Yuxin. Die chinesische Nationalspielerin überraschte mit dem frühen Damenausflug 9…Da5. Das Konzept erwies sich jedoch als Boomerang. Mit allen Figuren auf dem Brett stand Song sehr passiv. Buksa nutzte die Gelegenheit, rochierte lang, entwickelte einen Angriff mit allen Figuren und gewann somit sehenswert. Die führende Spielerin nach der ersten Runde wird morgen nochmal Weiß haben, dann gegen Klaudia Kulon.

Im A-Open kam es bereits zum Großmeisterduell am ersten Brett: Turnierfavorit Matthias Blübaum traf auf einen weiteren Dortmunder Stammgast: Romuald Mainka, in der Region lebend, forderte ihn mit den schwarzen Steinen heraus. Doch bereits in der Eröffnung zeigte sich Blübaum zielstrebiger, und Mainka verblieb im Mittelspiel mit einem schwachen Bauern auf d4, sowie einem gehörigen Zeitnachteil auf der Uhr. So sammelte der Nationalspieler den Bauern ein und gewann die Partie.

Am zweiten Brett konnte GM Rasmus Svane nach und nach Fortschritte gegen Nikash Vemparala (USA) machen und die Partie gewinnen. An Brett 4 kam der Dortmunder Internationale Meister Dr. Christian Scholz gegen GM Elham Amar (Norwegen) ordentlich unter die Räder. Ein starker Start mit zwei Siegen von Openspezialist Amar. Weitere Mitfavoriten auf den Turniersieg mit GM Andrew Hong (USA) und GM Kacper Piorun (Polen) konnten ebenfalls ihren zweiten Punkt einfahren.

Im B-Open sind währenddessen noch 34 Spieler mit perfekten 2 aus 2 unterwegs. Unter ihnen der topgesetzte Tim Geweniger und David Belka (Foto). Belka gewann den Preis für die chessemy-Partie des Tages der ersten Runde im B-Open. Dieser Sonderpreis wird täglich von chessemy – The Big Greek Academy mit 75€ je Open dotiert.

Weiter geht es am Montag um 10:30 Uhr mit der dritten Runde im B-Open, und ab 15 Uhr mit dem A-Open und dem Internationalen Frauenturnier. Dann mit den Paarungen:

Song Yuxin – Dinara Wagner Natalia Buksa – Klaudia Kulon

Buksa führt – Blitz-Tiebreak im Fußballmuseum

Quelle: Sparkassen Chess Trophy – „Natalia Buksa bleibt an der Spitze", veröffentlicht am 02.08.2026

Natalia Buksa behauptet nach dem dritten Turniertag der Sparkassen Chess Trophy ihre Führung im internationalen Frauenturnier mit einem halben Punkt Vorsprung. Das berichtet Sparkassen Chess Trophy. Ihre Partie gegen Klaudia Kulon endete nach zügigem Abtausch in einem Springerendspiel remis – ein Ergebnis, das beide Spielerinnen akzeptierten.

Auch die Begegnung zwischen Song Yuxin und Dinara Wagner endete unentschieden. Yuxin stimmte einer Zugwiederholung zu, obwohl sie laut Analyse noch Fortsetzungsmöglichkeiten gehabt hätte – offenbar eine Reaktion auf die Niederlage vom Vortag. Wagner zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Am Dienstagabend spielen die Frauen ab 18:45 Uhr im Deutschen Fußballmuseum ihren Blitz-Tiebreak aus – der Eintritt ist kostenlos.

A-Open: Kuriose Verläufe lichten das Spitzenfeld

Im A-Open verbleiben nach drei Runden noch sieben Spieler mit makelloser Bilanz. An den Spitzenbrettern kam es zu auffälligen Fehlern: GM Pavlovic verlor durch ein missglücktes Manöver einen Bauern ohne Kompensation und gab auf. FM Luka Schwitkowski profitierte an Brett neun von einer Gabel bereits im elften Zug, die dem chinesischen IM Kaifan Xie eine ganze Figur kostete – Schwitkowski gewann die Partie des Tages.

Spektakulär verlief auch die Partie des polnischen Großmeisters Kacper Piorun: Er opferte Bauer und Qualität für ein vermeintliches Mattnetz, das laut Engine keines war. Sein Gegner, FM Bayastan Sydykov, fand die entscheidende Verteidigungsressource dennoch nicht und gab auf. In der Verfolgergruppe mit 2,5 Punkten stehen unter anderem David Navara, Surya Ganguly, Rasmus Svane sowie Überraschungssieger von 2024, IM Nico Zwirs. Runde 4 beginnt am Dienstag um 15 Uhr – wegen der Abendveranstaltung im Fußballmuseum ausnahmsweise ohne Livestream mit Kommentator GM Artur Jussupow.

Automatisch KI-generierter Beitrag

Erfolgreicher Deutscher Tag in Dortmund

Der Ehrengast der Runde war der General Manager des Partnerhotels, Ricky Krause (Foto Rundeneröffnung Kulon vs Song). Das moderne IntercityHotel ist das bewährte Großmeisterhotel der Schachtage und wird von vielen Spielern genutzt, da nicht nur die Anbindung sehr gut ist, sondern im Zimmerpreis auch ein Dortmund City Ticket für den öffentlichen Nahverkehr inbegriffen ist.

Der Führende im A-Open, IM Munkhdalai Amilal, eröffnete kreativ gegen die von GM Matthias Blübaum gewählte Caro-Kann Eröffnung: 1.e4 c6 2.Sc3 d5 3.De2!?

Doch Blübaum war hierauf vorbereitet:

„Er spielt das sehr regelmäßig, daher war mir das bis 13…f5! weit bekannt. Eine sehr angenehme Partie, da mir klar war ich stehe besser und ich hatte noch sehr viel Bedenkzeit.“

So bestrafte Blübaum die weiße Idee stark, nutzte den Raumvorteil und führte diesen in der Folge zum Sieg.

Am zweiten Brett wurde GM David Navara vor der Runde für seine Partie der vierten Runde mit der chessemy-Partie des Tages geehrt. Doch in Runde 5 lief er in eine weit präparierte Eröffnungsvariante seines jungen Gegners Yu Tian Poh, der mit 13.Sf5!? eine Leichtfigur zum Opfer bot. Das nahm Navara zwar nicht an, doch wenige Züge später entstand ein anderes materielles Ungleichgewicht: Mit zwei aktiven Türmen und einem perfekt platzierten Springer konnte der junge IM die Partie im Angriff spektakulär gewinnen, da Navaras Dame kaum Gefahr erzeugen konnte.

Wieder in der Verfolgergruppe angekommen ist GM Dmitrij Kollars. Normalerweise immer stark in Dortmund aufgelegt, erwischte er in diesem Jahr einen Fehlstart. Doch in der fünften Runde überspielte Kollars WIM Mungunzul und steht somit bei 4 Punkten aus 5 Partien. Das dritte Remis infolge musste hingegen Nationalmannschaftskollege Rasmus Svane hinnehmen. Sein Gegner IM Max Hess konnte ein Doppelturmendspiel ohne zu große Probleme ausgeglichen gestalten. Damit steht Mitfavorit Svane bei 3,5 Punkten aus 5 Partien bereits einen Punkt hinter den Führenden.

Aber IM Christian Glöckler konnte seinen Punktestand wie Kollars mit einem Sieg auf 4 Punkte erhöhen. Ein zwischenzeitliches Qualitätsopfer brachte ihm die Oberhand im Endspiel, welches er verwertete. 

Im A-Open gibt es nun ein Führungstrio mit 4,5 Punkten aus 5 Partien. Neben Blübaum und Poh war Kacper Piorun der dritte Sieger in der Spitzengruppe. Er profitierte von einem starken Läuferpaar gegen Hussain Besou. 

Zwei entschiedene Partien im Internationalen Frauenturnier

Im Internationalen Frauenturnier kam Dinara Wagner gut aus der Eröffnung und hatte einen leichten positionellen Vorteil im Mittelspiel. Schlussendlich konnte sie über die A-Linie in die Schwarze Stellung eindringen und ihren ersten Sieg 2026 in Dortmund erzielen! Mit diesem setzt sie sich direkt an die Spitze des engen Feldes.

Song Yuxin (photo) konnte den Schwung aus ihrem Sieg beim Blitzturnier am Vorabend mitnehmen, und mit dem thematischen Zentrumshebel …d6-d5! Im Mittelspiel die Initiative gegen Klaudia Kulon übernehmen.

„Die Partie war nicht perfekt. Ich hatte eine gute Position, aber einige taktische Chancen ausgelassen. Plötzlich hätte Klaudia mit 34.Db4! in ein Remis abwickeln können. Das ließ sie aus, und so konnte ich gewinnen“, war die kurze Analyse von Song Yuxin, der Siegerin der Partie.

So ist der Zwischenstand nach drei Runden im klassischen Schach:

Dinara Wagner 2
Song Yuxin 1,5
Natalia Buksa 1,5
Klaudia Kulon 1

Im B-Open beginnt die heiße Phase

Immer noch haben drei Spieler im B-Open 100% der Punkte. Die morgige 6. Runde könnte bereits einen Ausblick darauf geben, welche Spieler den Turniersieg unter sich ausmachen könnten. David Belka spielt gegen Dr. Martin Werner am ersten Brett, während FM Milan Kandic am zweiten Brett auf den Sieger des B-Opens 2024, Oleksandr Kasapchuk (aktuell 4,5 Punkte), trifft. Die übrigen Verfolger mit 4,5/5 Punkten sind Haik Khachikyan und Feliks Tokhyan. Die beiden Armenier spielen am dritten Brett im direkten Duell gegeneinander.

(Pressemitteilung)

GM Elham Amar und IM Felix Xie übernehmen die Führung

Dank des Remis am ersten Brett nutzten Elham Amar und Felix Xie (Foto Weiß gegen Navara) ihre Chance, sich an die Tabellenspitze zu setzen. Auch der Vorjahreszweite GM Surya Shekhar Ganguly ist endgültig zurück im Titelrennen.

Matthias Blübaum hatte sich sicherlich vorgenommen, mit Schwarz gegen seinen jungen Kontrahenten Mykola Korchynskyi auf Gewinn zu spielen. Er wählte die Halbslawisch-Zugfolge, mit der Nodirbek Sindarov im Kandidatenturnier gegen Hikaru Nakamura erfolgreich gewesen war. Korchynskyi vermied jedoch die scharfen Varianten, die nach einem Bauernopfer hätten entstehen können, und schob möglichen Komplikationen früh einen Riegel vor. Die Damen wurden bereits im frühen Mittelspiel getauscht, und Blübaum sah keinen Anlass, die Partie weiterzuspielen. Er bot Remis an, das Korchynskyi annahm. Ein Erfolg für den Spieler des SK Erkenschwick, der sich damit weiterhin hervorragende Chancen auf eine GM-Norm bewahrt.

In der Partie zwischen Kacper Piorun und Yu Tian Poh am dritten Brett blieb das große Feuerwerk ebenfalls aus. Zwar dauerte die Begegnung ein gutes Dutzend Züge länger als die Partie am Spitzenbrett, doch einen nennenswerten Vorteil konnte sich keiner der beiden Spieler erarbeiten. Piorun sah sich aufgrund der aktiven Figuren Pohs gezwungen, dessen Bauernschwäche aufzulösen, woraufhin die Partie wenig später mit einem Remis endete.

So konnten GM Elham Amar (Foto) und IM Felix Xie mit ihren Siegen an der Konkurrenz vorbeiziehen. Für den norwegischen Großmeister sah die Lage am zweiten Brett gegen IM Amilal Munkhdalai zwischenzeitlich alles andere als klar aus. Munkhdalai opferte eine Qualität, um seinen Läufer auf g7 zu aktivieren, der erheblichen Druck gegen Amars lang rochierten König entwickelte. Die Stellung wirkte gefährlich für den Großmeister, doch in beiderseitiger Zeitnot verlor Munkhdalai den Faden. Amar konnte eine Figur gewinnen und die Partie schließlich für sich entscheiden.

Xie traf derweil auf die tschechische Schachlegende GM David Navara. Navara versuchte sich mit den schwarzen Steinen an einem unorthodoxen Aufbau, um den jungen Neuseeländer möglicherweise in unbekanntes Terrain zu locken. Doch Xie ließ sich davon nicht beeindrucken und bestrafte Navaras kreativen Ansatz konsequent. Schritt für Schritt öffnete er den Königsflügel seines Gegners und ließ dem Großmeister praktisch keine Möglichkeit zum Gegenspiel. Als Xie schließlich im Begriff war forciert eine Figur zu gewinnen, gab sich Navara geschlagen.

Verfolgergruppe mit 5,5 Punkten 

Seine Chance nutzen konnte auch der Vorjahreszweite Surya Ganguly. Der indische Großmeister erwischte keinen guten Start in das Turnier, konnte sich mit seinem Sieg gegen das deutsche Talent Hussain Besou jedoch wieder in Schlagdistanz zur Spitze bringen. Ganguly erspielte sich früh eine aussichtsreiche Stellung mit Raumvorteil gegen den jungen Lippstädter und konnte nach einer Ungenauigkeit Besous seine Figuren gewinnbringend zum Angriff führen. So liegt Ganguly mit 5,5/7 nur einen halben Punkt hinter Amar und Xie. Ebenfalls bei 5,5 Punkten und damit dicht hinter der Spitze liegen die beiden mongolischen Internationalen Meister Sumiya Chinguun und Uurtsaikh Agibileg. Die große Reisegruppe des Nationalkaders aus der Mongolei ist also gut im Rennen!

Für die beiden deutschen Nationalmannschaftsspieler Dmitrij Kollars und Rasmus Svane war es hingegen ein enttäuschender Tag. Beide kamen, wie bereits häufig in diesem Jahr, nicht über ein Unentschieden gegen ihre nominell schwächer eingestuften Gegner hinaus und stehen bei 5 (Kollars) bzw. 4,5 (Svane) Punkten aus 7 Partien.

Dr. Martin Werner mit knapper Führung vor der Schlussrunde im B-Open

Die richtungsweisende Partie am ersten Brett des B-Opens endete friedlich. In der Partie gegen den Sieger von 2024, Oleksandr Kasapchuk, war die Partie lange im Gleichgewicht. Werner bot sich im Endspiel dann eine Chance, dem Schwarzen Läufer seinen Rückzugsweg abzuschneiden. Doch die Chance blieb ungenutzt, sodass Kasapchuk mit dem Remis einen halben Punkt hinter Werner bleibt. Insgesamt lauert nun eine sechsköpfige Gruppe lediglich einen halben Punkt hinter dem Führenden, der morgen mit Schwarz gegen Max Pick die Chance auf den Turniersieg nutzen will. Die achte Runde wird die letzte im B-Open sein, während das A-Open und das Internationale Frauenturnier am Sonntag enden.

(Pressemitteilung)

Dortmund: Elham Amar führt mit 7/8

Quelle: ChessBase – „Dortmund: Elham Amar führt mit 7/8", 09.08.2026, Martina Gerdts

Elham Amar gewinnt in Runde 8 das Duell um die Tabellenspitze gegen Felix Xie und führt nun alleine mit 7 aus 8 Punkten. Das berichtet ChessBase. In der letzten Runde tritt er mit Weiß gegen Surya Shekhar Ganguly (6,5 Punkte) an. Matthias Blübaum verliert gegen Sumiya Chinguun und muss sein Ziel, das A-Open erneut zu gewinnen, mit 5,5 Punkten aufgeben.

Dahinter kämpfen mehrere Spieler noch um Podiumsplätze: Dmitrij Kollars, Mykola Korchynskyi und Bat-Erdene Mungunzul stehen bei 6 Punkten, haben aber wegen des direkten Duells zwischen Amar und Ganguly kaum noch Chancen auf den Turniersieg. David Navara und Rasmus Svane gewinnen ihre Partien in Runde 8 und liegen bei je 5,5 Punkten.

Im Frauenturnier führt Song Yuxin nach Runde 5 mit 3,5 Punkten vor Nataliya Buksa mit 2,5 Punkten; Klaudia Kulon und Dinara Wagner teilen sich mit je 2 Punkten den dritten Platz.

Elham Amar und Song Yuxin gewinnen die Dortmunder Schachtage 2026

Quelle: Dortmunder Schachtage – „Elham Amar gewinnt die Sparkassen Chess Trophy 2026", 09.08.2026

Elham Amar gewinnt die Sparkassen Chess Trophy 2026, im Frauenturnier siegt Yuxin Song. Der Norweger Amar geht mit einem halben Punkt Vorsprung und guter Feinwertung in die letzte Runde, ein Remis reicht ihm bereits zum Turniersieg. Gegner Surya Ganguly versucht mit Schwarz, ihn unter Druck zu setzen, doch Amar findet kurz vor der Zeitkontrolle einen forcierten Weg zur Zugwiederholung, und Ganguly muss sich mit dem Remis abfinden.

Entscheidung am zweiten Brett

Theoretisch hätte noch Sumiya Chinguun gleichziehen können, doch am zweiten Brett verliert er gegen seinen Landsmann Amilal Munkhdalai. In einer offenen Najdorf-Partie findet Munkhdalai einen taktischen Trick, der ihm die Kontrolle sichert; Chinguun kämpft sich zwar zurück, wird aber im Endspiel überspielt. Munkhdalais Sieg bringt ihm selbst dank bester Feinwertung unter den Spielern mit 7 aus 9 Punkten den zweiten Platz ein. Den dritten Platz belegt der polnische Großmeister Kacper Piorun.

Normen und deutsches Trio

Yu Tian Poh aus Malaysia und Felix Xie aus Neuseeland sichern sich beide mit einem Remis in der Schlussrunde ihre Großmeister-Norm – Poh in schnellem Stil, Xie dagegen nach zittriger Verteidigung gegen Aksel Bu Kvaloy, der im Endspiel den Gewinnweg trotz klarem Vorteil nicht findet. Die deutschen Nationalspieler gewinnen allesamt ihre letzte Partie: Dmitrij Kollars beendet das Turnier mit 7 aus 9 Punkten, Matthias Blübaum und Rasmus Svane kommen auf je 6,5 Punkte.

Song Yuxin siegt nach Fehlstart

Song musste in der ersten Runde des Frauenturniers noch eine Niederlage hinnehmen. Beim Blitz-Tie-Break des Events „Spielmacherinnen auf dem Schachbrett" im Deutschen Fußballmuseum setzt sie sich knapp gegen Natalyia Buksa durch, gewinnt anschließend drei klassische Partien in Folge und steigt vom letzten auf den ersten Platz. Die Schlussrunde gegen Dinara Wagner endet remis durch dreimalige Stellungswiederholung. Am letzten Brett gewinnt Klaudia Kulon mit einer erstmals im Turnier gespielten Eröffnung 1.c4 gegen Buksa und sichert sich mit 3 aus 6 Punkten den alleinigen zweiten Platz. Endstand: Song Yuxin 4 Punkte, Kulon 3, Buksa und Wagner je 2,5.