Schacholympiade 2026
46. Ausgabe der Schacholympiade, ausgetragen in Samarkand. Eröffnungsfeier am 15. September 2026, erste Runde am 16. September, zehn Tage vor der FIDE-Präsidentschaftswahl am selben Ort. Zum Auftakt waren 399 Mannschaften gemeldet – 208 im offenen Wettbewerb, 191 bei den Frauen – und damit mehr als bei jeder Olympiade zuvor. Gespielt wurde in einem Veranstaltungs- und Hotelkomplex östlich des Stadtzentrums.
Vorfeld
Zentrales Streitthema vor dem Turnier: ob suspendierte russische Teams unter neutraler Flagge teilnehmen dürfen. Laut PvB-Berichterstattung verteuerten sich Anreise und Unterbringung deutlich – Schnellzugtickets waren ausverkauft, die Hotels rund um das Olympiadegelände kosteten ein Mehrfaches des Preises von einigen Monaten zuvor; DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker berichtete von 320 Euro pro Nacht für ein Einzelzimmer.
Deutsche Mannschaft
Im offenen Wettbewerb war Deutschland an fünf gesetzt, bei den Frauen an zehn. Das offene Team bildeten Vincent Keymer, Matthias Blübaum, Rasmus und Frederik Svane sowie Alexander Donchenko; für das Frauenteam spielten Lara Schulze, Jana Schneider, Hanna Marie Klek, Dinara Wagner und Elisabeth Pähtz. Den Frauenkader nominierte Bundestrainer Zahar Efimenko nach der Deutschen Meisterschaft 2026 – ohne die als Stammspielerin geltende Josefine Safarli. Bundestrainer des offenen Teams war Jan Gustafsson; die rund 20-köpfige Delegation leitete DSB-Sportdirektor Kevin Högy, Co-Trainer waren Dmitrij Kollars und Vladimir Baklan.
Weitere Mannschaften
Ding Liren führte die chinesische Mannschaft an. Die indische Mannschaft, zu der Weltmeister Gukesh gehörte, hatte laut PvB-Berichterstattung mit Unterkunftsproblemen zu kämpfen. Norwegen trat ohne Magnus Carlsen und Aryan Tari an, die ihrem Verband abgesagt hatten; Elham Amar rückte damit ans erste Brett, sollte Johan-Sebastian Christiansen aussetzen. Ahmad Safy Kanz wollte erneut für Afghanistan antreten.
Überschneidung mit der Para-Olympiade
Drei Tage lang überschnitt sich das Turnier mit der 3. Schacholympiade für Menschen mit Behinderung, die ebenfalls in Samarkand stattfand. Dort trat Sergej Salov als Kapitän und Spieler des deutschen Para-Teams an; die beiden Svane-Brüder waren in Lübeck seine Schüler.


