Alexander Donchenko

Foto: Michal Walusza/FIDE

Deutscher Großmeister, geboren 1998, Nationalspieler. Bekannt für risikofreudiges, angriffslustiges Schach und für ausgeprägte Formschwankungen zwischen knapp 2700 und 2600 Elo, die Bundestrainer Jan Gustafsson sich Ende 2023 ausdrücklich nicht erklären konnte – bei gleichzeitig bescheinigtem Riesenpotenzial.

Karriere

Qualifizierte sich mit seinem Sieg im Challengers des Tata Steel Chess 2023 für das Masters 2024 in Wijk aan Zee, wo er als einziger DSB-Kaderspieler in beiden Feldern antrat. Schied beim World Cup 2023 in Baku in der dritten Runde gegen die iranische Nummer eins Parham Maghsoodloo aus. Verlor beim Grand Swiss 2023 binnen weniger Wochen 41 Elopunkte. Wurde beim German Masters 2023 in Rosenheim, dem Einladungsturnier des Deutschen Schachbunds, Zweiter hinter Dennis Wagner, nachdem er das Feld lange mit angeführt hatte.

Spielte bei der Schacholympiade 2024 in Budapest für die auf Rang sieben abschließende deutsche Mannschaft. Erreichte beim World Cup 2025 nach einem Sieg über David Anton in der dritten Runde das Achtelfinale, wo er sich gegen Quang Liem Le erst nach einem sechsteiligen Tiebreak mit 4,5:3,5 durchsetzte; im Viertelfinale war gegen Nodirbek Yakubboev mit 0,5:1,5 Schluss. War im April 2026 einziger deutscher Nationalspieler bei der Einzel-Europameisterschaft in Katowice und qualifizierte sich mit Platz fünf für den World Cup; kommentierte zuvor beim Grenke-Open an der Seite von Peter Leko, wo er einen Tag früher abreiste, um rechtzeitig zur EM zu kommen.

Spielte bei der Deutschen Meisterschaft 2026 in Dresden – zuvor hatte die Turnierordnung des Verbands ihm und Dmitrij Kollars eine Teilnahme trotz Interesses verwehrt, ein Fall, den DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker laut Vermarkter Tobias Eismann klären will.