Paul Meyer-Dunker

Paul Meyer-Dunker
Foto: Finn Engesser/DSB

Präsident des Deutschen Schachbunds seit Mai 2026, zuvor Präsident des Berliner Schachverbands und DSB-Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit. Seit November 2024 auch erster eSport-Beauftragter des Verbands, in dem er eine Chance auf olympische Anerkennung und zusätzliche Fördermittel sieht.

Weg zur Präsidentschaft

Regte schon vor 2026 an, Schach als Teil der Deutschen Finals zu präsentieren – umgesetzt ab 2027 in Stuttgart. Unterlag Ingrid Lauterbach beim DSB-Kongress 2025 knapp mit 103:116 Stimmen, obwohl er zuvor, gestützt auf eine bayerisch-nordrhein-westfälische Koalition um Ingo Thorn, als Favorit gehandelt worden war; auch sein Kandidat für die Vizepräsidentschaft Sport, Carlos Hauser, unterlag gegen Jürgen Klüners. Forderte im Februar 2026 nach Alexander von Gleichs Rücktritt, den Mai-Hauptausschuss in einen außerordentlichen Kongress umzuwandeln, und wurde dort am 16. Mai 2026 in Frankfurt mit 116:114 Stimmen gegen Niklas Rickmann zum Nachfolger der abgewählten Lauterbach gewählt.

Als Präsident

Unterstützte bei der ECU-Wahl 2026 offen den Kandidaten Bachar Kouatly gegen Zurab Azmaiparashvili und ernannte Wadim Rosenstein zum DSB-Delegierten bei der FIDE. Freute sich im Juli 2026 über die Rückkehr von Sandra Schmidt zum DSB als hauptamtliche DSAM-Organisatorin. Kündigte für den Schachgipfel 2027 in Stuttgart Veränderungen an, unter anderem, dass die DSAM künftig nicht mehr Teil des Gipfels ist. Unterzeichnete beim Schachgipfel in Dresden den Vertrag mit der Chess Media Group und gab dem Verband damit erstmals einen externen Vermarkter; Tobias Eismann beschreibt ihn als Präsidenten, bei dem er Verständnis und Begeisterung für das Thema spüre, und rechnet ihm zu, die Sache intern kommuniziert und abgestimmt zu haben.

eSport

Betreut als eSport-Beauftragter unter anderem das Format Esports World Cup. Kritisierte die Wahl Saudi-Arabiens als Austragungsort der Olympic eSport Games für die kommenden zwölf Jahre als „bittersüß“ und als Sportswashing, sieht darin aber trotzdem eine große Chance für den Schachsport.