Alexander von Gleich

DSB-Vizepräsident Finanzen von Oktober 2024 bis zu seinem Rücktritt im Februar 2026, zugleich Stellvertreter der Präsidentin. Verfasste 2023 gemeinsam mit Matthias Kierzek den Untersuchungsbericht zur DSB-Finanzkrise, der den Begriff vom „System Krause/Fenner“ prägte, und wurde später selbst zum schärfsten Kritiker der Amtsführung von Ingrid Lauterbach.

Finanzuntersuchung und Amtsübernahme

Legte Ende 2023 dem DSB-Kongress die tatsächliche, deutlich schlechtere Finanzlage offen: eine akute Lücke von rund einer halben Million Euro plus die Kosten des aus dem Ruder gelaufenen IT-Projekts. Übernahm ab Oktober 2024 kommissarisch, ab Mai 2025 regulär das Amt des Vizepräsidenten Finanzen und wurde beim Kongress 2025 zudem als Stellvertreter der Präsidentin gewählt – als Gegenkandidat zu Lauterbachs eigenem Vorschlag Jürgen Klüners. Setzte 2024 eine Beitragserhöhung von 13 auf 14 Euro durch und organisierte gemeinsam mit Bundeskanzleramt, DOSB und Schachverband Württemberg rund 86.000 Euro Fördermittel für Matthias Blübaums Kandidatenturnier-Vorbereitung.

Konflikt mit Lauterbach und Rücktritt

Verlangte wiederholt vergeblich Einsicht in die Belege zu den Schachgipfel-Finanzen. Eine von ihm beim Hauptausschuss im Oktober 2025 in Hofgeismar angestrebte Vertrauensfrage ließ Sitzungsleiter Klaus Deventer nicht zu. Erklärte im Dezember 2025 öffentlich seine Bereitschaft zur DSB-Präsidentschaftskandidatur und kündigte im Februar 2026 seinen Rücktritt an, nachdem er im Präsidium mit dem Versuch gescheitert war, eine Abstimmung über den Rückhalt für Lauterbach herbeizuführen; Michael S. Langer nannte den Rücktritt ein Desaster für den DSB. Sollte im Mai 2026 Vizepräsident Finanzen im geplanten Präsidium von Richard Lutz werden, bevor dessen Kandidatur scheiterte. War 2025 im damaligen Präsidium der Hauptgesprächspartner des Unternehmers Tobias Eismann, der nach eigener Darstellung von ihm ausdrücklichen Zuspruch für eine professionelle Vermarktung des Verbands erhielt.