Netflix bringt nach eigenen Angaben 2026 die Schach-Doku „Queen of Chess“ über Judit Polgár auf die Plattform. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Zuvor läuft der Film von 27. Januar bis 1. Februar beim Sundance Film Festival 2026 in Park City (Utah).

Der Film erzählt Polgárs Weg aus Ungarn an die Weltspitze: Das Newsportal Tudum des Streamingdienstes nennt als Startpunkt 1989, als die damals 12-Jährige sich vornahm, zur besten Spielerin ihrer Generation zu werden – in einer Zeit, in der es vielen Männern als unmöglich galt, eine Frau könne so gut werden, wie Polgar es schließlich wurde. Der Film erzählt eine 13-jährige Geschichte aus Siegen, Rivalitäten, großen Auftritten und überraschenden Beziehungen. Inhaltlich stützt sich die Doku auf Interviews mit Judit Polgár, ihrer Familie, Garri Kasparow und weiteren Größen des Schachs.
Regie führt Rory Kennedy, Oscar-nominierte und Emmy-prämierte Doku-Regisseurin, Tochter von Senator Robert F. Kennedy, der wenige Monate vor ihrer Geburt ermordet wurde. Ihre Arbeiten befassen sich mit Menschenrechten, Krieg, Gewalt, sozialer Ungleichheit und politischer Macht. International bekannt wurde sie unter anderem mit „American Hollow“, „Ghosts of Abu Ghraib“ und „Last Days in Vietnam“, der 2015 für den Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert war. Mit „Queen of Chess“ über Judit Polgár knüpft sie an dieses Profil an: eine Geschichte über Macht, Widerstand und gesellschaftliche Grenzen, erzählt aus der Perspektive einer Einzelnen, die sich gegen festgefügte Systeme behauptet.
Kennedy sagt über den Film, Polgárs Leben zeige, was passieren kann, wenn ein Mensch entschlossen ist, Barrieren zu durchbrechen. Polgár selbst nennt die Auswahl für Sundance-Festival ein Privileg und betont die Gründlichkeit der Gespräche während der Arbeit am Film.Netflix führt „Queen of Chess“ bereits als Dokumentation mit 1:33 Stunden Laufzeit, nennt aber noch keinen Starttermin.
Unterdessen ist der Stand der angekündigten Netflix-Dokumentation über Magnus Carlsen und Hans Niemann weiter offen. Netflix hatte im September 2024 offiziell eine Episode dazu als Teil der Sport-Reihe Untold für 2025 angekündigt. Bis Ende 2025 wurde jedoch weder ein konkreter Veröffentlichungstermin genannt, noch tauchte die Schach-Episode in den erschienenen Untold-Staffeln auf. Bestätigt ist, dass Carlsen sowie Verantwortliche von Chess.com für die Produktion interviewt wurden. Im Lauf des Jahres hieße, Netflix wolle noch zusätzliches Material drehen. Unter anderem beim Freestyle in Paris (wo Niemann kurzfristig ausfiel) und beim Freestyle in Karlsruhe war ein Netflix-Team zugegen.