Chess.com

US-amerikanischer Online-Schach-Marktführer. Der Einstieg des Private-Equity-Fonds CVC im Jahr 2026 gilt dem neuen DSB-Vermarkter Tobias Eismann als Beleg dafür, dass Kapital den Schachsport entdeckt hat – für ihn ein Signal an die werbetreibende Industrie und ein Argument für Dringlichkeit im Sponsorenmarkt. Die Zusammenarbeit mit TakeTakeTake endete 2026; TakeTakeTake kooperierte anschließend mit Lichess. Magnus Carlsen blieb zugleich vertraglich als exklusiver Markenbotschafter an Chess.com gebunden.

Daten-Scraping 2023

Im November 2023 tauchten in einem Hackerforum die Daten von 828.327 registrierten Nutzern auf – Benutzernamen, Profil-URL, E-Mail, Herkunftsland, Profilbild und Anmeldedaten, gut ein halbes Prozent der damals rund 150 Millionen Konten. Chess.com bestätigte die Echtheit, bestritt aber ein Datenleck: Es handele sich um öffentlich verfügbare Daten, Passwörter und Infrastruktur seien sicher. Der Angreifer hatte die Freunde-Finden-Funktion automatisiert genutzt, um zu anderweitig beschafften E-Mail-Adressen die zugehörigen Konten zu ermitteln und auszulesen. Auf Anfrage der Perlen kündigte ein Sprecher an, die Funktion werde überprüft und bei nächster Gelegenheit zumindest in dieser Form abgeschaltet.

Saint Louis 2023

Nahm die Übertragung von Turnieren aus Saint Louis erst wieder auf, nachdem der dortige Club im Oktober 2023 – 229 Tage nach Jennifer Shahades Vorwürfen – eine Stellungnahme veröffentlicht hatte. Das Timing legte nahe, dass neben Reue auch die Sorge um die Reichweite der US-Meisterschaft eine Rolle spielte. Lichess hielt den Bann aufrecht.