Thinking Sideways
Zitat von Conrad Schormann am 29. Mai 2026, 20:31 UhrThinking Sideways: Jennifer Shahades Buch über neue Wege des Denkens
On the Road to Chess Master (Substack), 24. Mai 2026, Chris Wainscott
Wer Probleme lösen will, sollte sie von jeder möglichen Seite angehen – das ist die Grundthese von Jennifer Shahades neuem Buch Thinking Sideways, erschienen 2026 bei Pegasus Books. Das schreibt On the Road to Chess Master. Das Buch, 272 Seiten, gliedert sich in sieben Kapitel: Decision Trees, Time Management, Memory, Pattern Recognition, Ambition, Know Your Strengths und Taking Risks. Es richtet sich nicht an Schachspieler im klassischen Sinne, sondern an alle, die ihren Denkprozess grundlegend überdenken wollen.
Tunneling, Schlaf und Gedächtnis
Rezensent Chris Wainscott hebt mehrere Konzepte als besonders einprägsam hervor. Das erste ist das sogenannte Tunneling: Wer beim Lernen zu viele Aufgaben gleichzeitig beginnt, ohne eine davon abzuschließen, verbrennt Energie ohne Ertrag – wie eine Kerze, die man immer wieder ausbläst, bevor das Wachs gleichmäßig geschmolzen ist. Das zweite ist Schlaf: Shahade argumentiert, dass mehr Schlaf in nahezu allen Lebensbereichen zu besseren Ergebnissen führt. Das dritte betrifft Gedächtnistechniken; dazu interviewt sie Yanjaa Wintersoul, eine frühere Weltmeisterin im Gedächtniswettbewerb, die erklärt, wie man durch das Konstruieren von Geschichten Informationen besser verankert.
KI, Betrug und runde Zahlen
Shahade behandelt auch die Verbreitung von KI-Sprachmodellen und rät zur Gelassenheit: Wie Schach-Engines das Spiel nicht zerstört, sondern erweitert haben, könnten auch große Sprachmodelle mehr Chancen als Risiken bringen. Zum Thema Betrug – besonders relevant im Schachkontext – argumentiert sie, dass Kinder zwar häufiger betrügen, aber auch schneller damit aufhören, wenn man ihnen eine zweite Chance gibt. Das Kapitel über „runde Zahlen" warnt davor, Ziele so zu verfolgen, dass das knappe Verfehlen einer Schwelle – etwa 2200 Elo oder 300 Pfund Körpergewicht – als Scheitern erlebt wird und in Rückschritt mündet.
Chess Boxing als Metapher
Ein weiteres Konzept ist das sogenannte Chess Boxing: Zwei Fähigkeiten, die einzeln mittelmäßig sind, können kombiniert zur Ausnahme werden. Shahade nennt eigene Beispiele aus ihrem Umfeld, darunter ihren Bruder Greg, Internationaler Meister im Schach und dreifacher Jeopardy-Champion.
Am Ende des Buches schildert Shahade persönliche Erfahrungen rund um Fehlgeburten und zeigt, wie sich laterales Denken auch in solchen Situationen anwenden lässt. Wainscott bewertet das Buch als empfehlenswert für ein breites Publikum – nicht nur für Schachspieler.
Thinking Sideways: Jennifer Shahades Buch über neue Wege des Denkens
On the Road to Chess Master (Substack), 24. Mai 2026, Chris Wainscott
Wer Probleme lösen will, sollte sie von jeder möglichen Seite angehen – das ist die Grundthese von Jennifer Shahades neuem Buch Thinking Sideways, erschienen 2026 bei Pegasus Books. Das schreibt On the Road to Chess Master. Das Buch, 272 Seiten, gliedert sich in sieben Kapitel: Decision Trees, Time Management, Memory, Pattern Recognition, Ambition, Know Your Strengths und Taking Risks. Es richtet sich nicht an Schachspieler im klassischen Sinne, sondern an alle, die ihren Denkprozess grundlegend überdenken wollen.
Tunneling, Schlaf und Gedächtnis
Rezensent Chris Wainscott hebt mehrere Konzepte als besonders einprägsam hervor. Das erste ist das sogenannte Tunneling: Wer beim Lernen zu viele Aufgaben gleichzeitig beginnt, ohne eine davon abzuschließen, verbrennt Energie ohne Ertrag – wie eine Kerze, die man immer wieder ausbläst, bevor das Wachs gleichmäßig geschmolzen ist. Das zweite ist Schlaf: Shahade argumentiert, dass mehr Schlaf in nahezu allen Lebensbereichen zu besseren Ergebnissen führt. Das dritte betrifft Gedächtnistechniken; dazu interviewt sie Yanjaa Wintersoul, eine frühere Weltmeisterin im Gedächtniswettbewerb, die erklärt, wie man durch das Konstruieren von Geschichten Informationen besser verankert.
KI, Betrug und runde Zahlen
Shahade behandelt auch die Verbreitung von KI-Sprachmodellen und rät zur Gelassenheit: Wie Schach-Engines das Spiel nicht zerstört, sondern erweitert haben, könnten auch große Sprachmodelle mehr Chancen als Risiken bringen. Zum Thema Betrug – besonders relevant im Schachkontext – argumentiert sie, dass Kinder zwar häufiger betrügen, aber auch schneller damit aufhören, wenn man ihnen eine zweite Chance gibt. Das Kapitel über „runde Zahlen" warnt davor, Ziele so zu verfolgen, dass das knappe Verfehlen einer Schwelle – etwa 2200 Elo oder 300 Pfund Körpergewicht – als Scheitern erlebt wird und in Rückschritt mündet.
Chess Boxing als Metapher
Ein weiteres Konzept ist das sogenannte Chess Boxing: Zwei Fähigkeiten, die einzeln mittelmäßig sind, können kombiniert zur Ausnahme werden. Shahade nennt eigene Beispiele aus ihrem Umfeld, darunter ihren Bruder Greg, Internationaler Meister im Schach und dreifacher Jeopardy-Champion.
Am Ende des Buches schildert Shahade persönliche Erfahrungen rund um Fehlgeburten und zeigt, wie sich laterales Denken auch in solchen Situationen anwenden lässt. Wainscott bewertet das Buch als empfehlenswert für ein breites Publikum – nicht nur für Schachspieler.


