Jennifer Shahade
US-amerikanische Großmeisterin der Frauen, zweimalige US-Meisterin, bis 2023 Direktorin des Frauenprogramms des US-Schachverbands US Chess. Trat mit Vorwürfen gegen den Trainer Alejandro Ramirez an die Öffentlichkeit und äußert sich zu den Belangen von Frauen und Transfrauen im Schach.
Beschuldigte am 15. Februar 2023 auf Twitter den in Saint Louis und für den US-Verband als Frauentrainer tätigen Großmeister Alejandro Ramirez, sie zweimal sexuell attackiert zu haben. Nach Darstellung von PvB bildete dieser Tweet den Ausgangspunkt der #MeToo-Dynamik im Schach; in der Folge erhoben weitere Frauen Vorwürfe gegen Ramirez.
Trat 2023 als Direktorin des Frauenprogramms zurück, nachdem der Verband sie öffentlich angegriffen und ihr eine Unterlassungsaufforderung zugestellt hatte, Kontakt zu Schülerinnen aus dem Verbandsumfeld zu meiden. Bewertete die Stellungnahme des Saint Louis Chess Club vom Oktober 2023 als kraftvoll. Verklagte 2025 US Chess u.a. wegen Diskriminierung und Rufschädigung; der Verband sieht sich zugleich einer Gegenklage seiner Versicherung ausgesetzt, die ihm vorwirft, relevante Vorwürfe nicht rechtzeitig gemeldet zu haben.
Fordert nach Darstellung von PvB seit langem gemeinsam mit anderen Spielerinnen, Transfrauen vorbehaltlos in den Schachbetrieb zu integrieren. Die FIDE schlug 2023 den umgekehrten Weg ein und beschränkte mit ihren „Transgender Regulations“ die Teilnahme von Transfrauen an Frauenwettbewerben.


