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Fernando Offermanns Blog

Was der Schachverein lehrt: Dramatik ertragen, ohne auszuflippen

Planet Schach, 13. Juni 2026, Fernando Offermann

Schach ist ein Solosport — und trotzdem kein Einzelgängergeschäft. Das schreibt Planet Schach.

Fernando Offermann beobachtet, dass das Spiel zwar allein geübt und allein entschieden wird, aber erst im sozialen Kontext seinen eigentlichen Sinn entfaltet. Die entscheidende Frage ist nicht, wie man spielt, sondern wie man mit dem umgeht, was das Spiel mit einem macht.

Inszenierung ohne Coolness

Den Unterschied erlebte Offermann als Jugendlicher im Umfeld erwachsener Musiker. Schach und Inszenierung, so seine Beobachtung, ziehen sich an. Die Musiker kosteten Siege aus, ohne die Coolness zu besitzen, die einer solchen Pose erst Würde verleiht. Kinder hätten ein besseres Gespür dafür, wann es genug sei. Die Spannungen, die daraus entstanden, waren für Offermann neu.

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Der Kodex des Vereins

Der Weg führte über eine Schach-AG zum Lübecker Schachverein. Was ihn dort prägte, war weniger das Schachliche als ein unausgesprochener Kodex: Ob jemand Richter oder Drittklässler ist, sagt nichts über seine Kompetenz am Brett. Und wer nach Sieg oder Niederlage ausflippt oder den Gegner bloßstellt, der macht sich — in der Sprache seiner Schulzeit — zum Hans. Genau dieser Abgleich hatte ihm im Umgang mit den Musikern gefehlt: die Gewissheit, dass eine Reaktion tatsächlich unangemessen ist, nicht nur so wirkt, weil man gerade verloren hat.

Die Konsequenz: Wer sich zum Hans macht, spürt es selbst. Man muss es ihm nicht sagen. Schach misst uns nicht nur an unseren Zügen, sondern daran, wie wir mit den Situationen umgehen, die das Spiel erzeugt.

Schach im Schwitzbad: Ein Schulfest als Spielfeld

Planet Schach, 20. Juni 2026, von Fernando Offermann

Schach funktioniert auch in der prallen Sonne, mit Weinglas auf der anderen Seite des Bretts und einem zehnjährigen Brüllkönig nebenan. Das schreibt Planet Schach.

Fernando Offermann, Leiter einer Schach-AG an einem Gymnasium, baut kurzfristig einen Stand beim Schulfest auf. Der Modus: zwei Minuten Bedenkzeit für ihn, zwölf für die Herausforderer. Es kommen Väter mit Sonnenbrille und Sizilianisch, ein schweigsamer Autoritätstyp, dessen Stellung nach wenigen Zügen porös wird, und ein zehnjähriger Junge, der jeden Zug mit „Brilliant Move!" kommentiert – ein Begriff aus dem Repertoire von chess.com, den Offermann als Symptom einer Boulevardisierung des Schachs betrachtet.

Dem Jungen, der nach eigenen Angaben sechs Stunden täglich online spielt, gibt Offermann einen Rat mit: Eine halbe Stunde echtes Training beim Kreuzberger Schachclub sei mehr wert als stundenlangem Zocken. Beim Abbau der Stände hört Offermann noch, wie ein Schüler über Offermanns Kollegen staunt: keine einzige Partie verloren, eine Minute gegen fünf, und blind könne er auch spielen.

Schach lernen: Praxis schlägt Theorie

Quelle: Planet Schach – „Wissen ohne Mehrwert", veröffentlicht am 27. Juni 2026

Wer Schacheröffnungen auswendig lernt, ohne die dahinterliegenden Strukturen und Manöver zu verstehen, verschwendet Zeit. Das berichtet Planet Schach. Ein Schachtrainer schildert anhand eigener Erlebnisse und der Arbeit mit jungen Schülern, warum theoretisches Wissen allein nicht ausreicht, um im Turnierschach voranzukommen.

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Der Autor beschreibt, wie er als junger Spieler die Najdorf-Hauptvariante studiert hatte, am Brett aber vollkommen verloren war, weil er die Stellungen nie praktisch erlebt hatte. Daraus leitet er eine klare Empfehlung ab: Wer eine Eröffnung lernt, soll sich zunächst fragen, ob er die entstehenden Positionen überhaupt spielen könnte. Das Durchklicken von Varianten sei nur die halbe Arbeit.

Praxis und Vorbilder als Schlüssel

Einem Schüler empfahl er, neben dem Training auch Turniere zu besuchen. Dieser spielte schließlich die Berliner Meisterschaft sowie ein Turnier auf Sardinien, bei dem unter anderem Ian Nepomniachtchi, Faustino Oro und Frederik Svane teilnahmen. Svane gewann das Turnier. Solche Erlebnisse, so der Autor, zeigten einem Spieler konkret, wo er im Vergleich steht.

Ergänzend empfiehlt er, Partien von Spielern zu studieren, deren Stil zum eigenen Verständnis des Spiels passt. Als frühere Vorbilder nennt er Anatoli Karpow, Oleg Romanischin und Gennadij Timoschenko, heute würden Magnus Carlsen, Alireza Firouzja, Nodirbek Abdusattorov, Bibisara Assaubayeva und Jakunur Sindarov in diese Rolle treten. Wissen ohne praktischen Mehrwert, so sein Fazit, bringe einen Spieler nicht weit.

Automatisch KI-generierter Beitrag

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