Schachbundesliga

Höchste deutsche Mannschaftsspielklasse im Schach. Vereine verstärken sich regelmäßig mit internationalen Spitzenspielern; 2024 sorgte die „Weissenhaus-Verstärkung“ mehrerer Mannschaften (u.a. FC St. Pauli, SC Viernheim) für eine besonders auffällige Vereinswechselperiode, wie die FAZ berichtete. Der SC Viernheim gewann 2026 erstmals in der Vereinsgeschichte das Double aus Deutscher Meisterschaft und Mannschaftspokal.

Modusreform 2026/27

Reformierte den Austragungsmodus zur Saison 2026/27: Gespielt wird an nur noch fünf statt sieben Wochenenden, dafür mit je drei Runden. Hintergrund sind die zunehmenden Terminkonflikte der Topspieler und der durch weniger Wochenenden etwas gelinderte Kostendruck der Clubs. Gegen die jahrelang diskutierte Änderung war eingewandt worden, Spiellokale seien freitags schwerer zu bekommen und berufstätigen Nicht-Profis drohe ein Konflikt mit der Arbeit; beides setzte sich nicht durch. Die Serie beginnt am 9. Oktober 2026, die zentrale Endrunde findet Anfang April in Neuwied statt. Das Duell der beiden Favoriten Viernheim und OSG Baden-Baden fällt erneut nicht auf den letzten, sondern auf den vorletzten Spieltag.

Größter Transfer der Periode war der Wechsel des zwölfjährigen Faustino Oro zu Werder Bremen, das zusätzlich Ihor Samunenkov verpflichtete; der FC St. Pauli holte Richard Rapport, der SC Viernheim verlor Yagiz Kaan Erdogmus. Die besten einheimischen Talente sind in der höchsten Klasse dagegen rar: Außer dem Deutschen Meister Leonardo Costa beim MSA Zugzwang spielen Christian Glöckler (Wiesbadener SV, Oberliga), Marius Deuer, Tobias Kölle und Neil Albrecht (Münchner SC 1836, zweitklassig) sowie Hussain Besou (LSV/Turm Lippstadt, NRW-Oberliga) unterhalb der Bundesliga.

Saison 2023/24

Alle 16 Teams trugen vom 23. bis 25. Februar 2024 in Viernheim die 9. bis 11. Runde zentral aus, acht Teams am 27./28. April die letzten beiden Spieltage in Hannover. Der Doppeltermin war ein Kompromiss: Das Viernheimer Angebot einer zentralen Zwischenrunde hatte die Pläne des Aufsteigers SK Lister Turm Hannover durchkreuzt, der seine Heimspiele am selben Wochenende für ein Schachfest samt eingeworbenem Sponsorengeld nutzen wollte. Ligavizepräsident Reinhard Ahrens schlug vor, dass Viernheim dafür sein Heimrecht am letzten Spieltag abgibt. Am 24. Februar trafen in Viernheim Titelverteidiger OSG Baden-Baden und Vizemeister SC Viernheim aufeinander.