SC Viernheim

Deutscher Schachverein aus Viernheim und einer der führenden Bundesligaklubs. Gewann 2026 erstmals in der Vereinsgeschichte das Double aus Deutscher Meisterschaft und Mannschaftspokal und bleibt damit Titelfavorit für die Saison 2026/27, in der allerdings das größte Talent des Kaders fehlt: Yagiz Kaan Erdogmus taucht in den Meldelisten nicht mehr auf. Organisierte im selben Jahr gemeinsam mit dem Programmkino Brennessel eine Kultur- und Schachveranstaltung mit dem ukrainischen Profi Igor Kovalenko.

Nominelle Nummer fünf unter 84 Teams beim Europapokal der Vereine 2023 in Durres, mit einem Elo-Schnitt von 2649, nach Bronze im Vorjahr einziger deutscher Medaillenkandidat. Kapitän Stefan Martin nominierte acht Großmeister aus dem Bundesligakader: Shakhriyar Mamedyarov, Bassem Amin, Anton Korobov, Yuriy Kryvoruchko, Dennis Wagner, Sergey Fedorchuk, Sébastien Mazé und Fabien Libiszewski. Bot für die Bundesliga-Saison 2023/24 an, eine zentrale Zwischenrunde aller 16 Teams auszurichten.

Entwicklung und Selbstverständnis

Liegt zwar in einer Stadt mit 34.000 Einwohnern, aber mitten im Ballungsraum Rhein-Neckar; schon in den 1980er-Jahren gewann der Club über das Hochschulschach Spieler, die ihn sportlich voranbrachten, dazu über die Städtepartnerschaft Viernheims mit Franconville Spieler aus Frankreich. Stieg 2013 zum zweiten Mal nach 1998 in die Bundesliga auf, spielte dort mit dem Aufstiegskader und kleinem Etat und stieg direkt wieder ab – für den Verein ein Wendepunkt und zugleich der Anlass, mit dem durch den Aufstieg gewonnenen Sponsor d-fine die sportliche Professionalisierung anzugehen.

Bezog nach dem russischen Überfall früher und deutlicher Stellung als die meisten Bundesligisten: Der Club trieb die Resolution der Liga gegen den Krieg mit voran und hätte den Russen im eigenen Kader nur eingesetzt, wenn dieser sich eindeutig gegen den Krieg ausgesprochen hätte – wozu er nicht bereit war, sodass er nicht spielte.