Maxime Vachier-Lagrave
Französischer Großmeister, kurz MVL, Kapitän der französischen Olympiamannschaft 2026. Lag 2026 auf Rang fünf der Grand Chess Tour und hatte vor dem Sinquefield Cup nur noch eine rechnerische Chance aufs Tourfinale, die sich nicht erfüllte. Einer der prononciertesten Fürsprecher struktureller Reformen im Schach: Er fordert mehr Offenheit der FIDE für neue Formate, schnellere Entscheidungsprozesse und eine modernere Medienstrategie.
Als Sekundant
Arbeitete als Sekundant für Vladimir Kramnik, für den er monatelang Grünfeld-Indisch analysierte, und gehörte zu Magnus Carlsens Team beim WM-Match 2016 gegen Sergey Karjakin; dessen minutiöse, über Zeitzonen koordinierte Analysearbeit prägte ihn nach eigener Aussage.
Positionen zum Schachbetrieb
Forderte im Oktober 2023 nach der Debatte um Magnus Carlsens Niederlage beim Qatar Masters, die Spieler müssten sich zusammenschließen, um Betrügern das Leben schwer zu machen und Gewinner wie Alisher Suleymenov vor falschen Verdächtigungen zu schützen – wenige Monate nach der Selbstauflösung der Spielergewerkschaft ACP. Hatte schon während des World Cups 2023 gefragt, warum die Partien nicht zeitversetzt übertragen werden; die FIDE beantwortete das öffentlich nie. Erinnerte daran, dass er bei der Schnellschach-WM 2022 versehentlich mit Armbanduhr ans Brett gekommen war, und fand, er hätte dafür genullt werden sollen. Sieht seit 2025 in Freestyle Chess und einer stärkeren Anlehnung an E-Sport-Eventformate – Live-Arenen, transparente Qualifikationssysteme – mögliche Wege, Schach zuschauerattraktiver zu machen.
Persönliches
Räumte 2025 in einem Lügendetektorvideo ein, Alireza Firouzja erfolglos zur Rückkehr in die französische Nationalmannschaft bewegen zu wollen.


