Malcolm Pein

Britischer ECU-Funktionär.
ECU- und FIDE-Wahlen 2026
Fragte gemeinsam mit Zurab Azmaiparashvili im Oktober 2025 Ingrid Lauterbach an, ob sie fürs ECU-Präsidium kandidieren wolle. Trat bei der ECU-Wahl 2026 zunächst als unabhängiger Einzelkandidat für einen Vizepräsidentenposten an, zog dann zurück. Nannte Lukasz Turlejs FIDE-Doppelrolle als Hauptgrund, dessen Ticket nicht zu unterstützen. Kandidiert bei der FIDE-Wahl im September 2026 als Deputy President an der Seite des Präsidentschaftskandidaten Jan Henric Buettner.
Zustande kam das Ticket bei einem zweistündigen Treffen am Frankfurter Flughafen, zu dem Buettner auf dem Rückweg von Hongkong und Pein zwischen Terminen mit europäischen Schachfunktionären zusammenkamen; Pein sagte ohne große Diskussion zu. Buettner nennt ihn den größten Schachkenner, der ihm je begegnet sei, und beschreibt die Rollenteilung so, dass Pein nicht gern ganz vorne stehe, er selbst dagegen „nur Chef“ könne. Reiste im Juli 2026 gemeinsam mit Buettner zu den afrikanischen Kontinentalwahlen nach Addis Abeba. Trägt Buettners neutrale Wahlkampflinie mit, obwohl er als einer der politischsten Köpfe im Schach den Kreml-Einfluss auf die FIDE regelmäßig scharf verurteilt hat.
Kritik an der Fair-Play-Kommission
Kritisierte im April 2025 scharf das Wirken der FIDE-Fair-Play-Kommission unter Yuri Garrett und sprach von einem seiner Ansicht nach seit der Schacholympiade 2022 in Chennai aus dem Ruder gelaufenen Überwachungsklima; schilderte eigene Erlebnisse (u.a. eine Zurechtweisung beim Kaffeetrinken mit Ivan Sokolov). Forderte die Auflösung oder Verschmelzung der Kommission mit der Arbiters Commission; Garrett wurde später abgesetzt.
Englischer Nachwuchs
War 2024 Teil der Nominierungskommission, die die neunjährige Bodhana Sivanandan für die Schacholympiade nominierte, und spricht von einer während der Pandemie entstandenen „goldenen Generation“ englischer Nachwuchstalente.


