Frederic Friedel

Wissenschaftsjournalist, gründete 1986 gemeinsam mit Matthias Wüllenweber und Gisbert Jacoby das Unternehmen ChessBase. Geboren am 2. August 1945 in Bombay (heute Mumbai), aufgewachsen in Indien. Schickte Garry Kasparov am 21. Januar 1985 eine Diskette mit Computerspielen nach Baku; einige Monate später stand Kasparov unangemeldet vor Friedels Haustür in Hollenstedt bei Hamburg – dabei entstand die Idee einer Schach-Datenbank.
Die ChessBase-Gründung
Nach einem Spiegel-Bericht darüber (17. November 1985, acht Tage nach Kasparovs WM-Sieg gegen Anatoly Karpov) meldeten sich zunächst vor allem Leute, die nur Kasparov kennenlernen wollten, ohne programmieren zu können – bis der Physikstudent Matthias Wüllenweber mit einer tatsächlich funktionierenden Datenbank bei Friedel vorstellig wurde. Im Mai 1986 präsentierten Friedel und Wüllenweber Kasparov in einem Baseler Hotelzimmer das Ur-Chessbase; Kasparov, anfangs unwillig, war überzeugt und wurde ChessBase-Anwender Nummer eins, stieg aber selbst nicht als Mitgründer ein.
Persönliches
Rekord-Gastschläfer in Friedels Haus in Hollenstedt ist Anand mit 36 Übernachtungen. Enge Mentorenbeziehung zu Gukesh Dommaraju, den er „Guki“ nennt. Schrieb 2018 bis 2021 die Lebensgeschichte seines Vaters Alois Friedl auf.


