US Chess
Dachverband des US-amerikanischen Schachs. Steht nach dem Fall Alejandro Ramirez in der Kritik, jahrelang Hinweise auf sexuelles Fehlverhalten ignoriert zu haben.
Beschäftigte Ramirez als Trainer der Frauenmannschaft und ignorierte nach dem Befund von Wall Street Journal und lokalen Medien jahrelang Hinweise auf dessen Verhalten. Anfang 2023 reagierte der Verband mit einer internen Untersuchung, die ihm als Auftraggeber bescheinigte, „rechtzeitig und angemessen“ gehandelt zu haben; laut PvB-Berichterstattung gab er dafür „dem Vernehmen nach“ einen hohen fünfstelligen Betrag aus. Eine öffentliche Entschuldigung 2023, die PvB als halbgar bezeichnete, milderte die Kritik nicht; sie verschärfte sich, als der Verband Jennifer Shahade eine Unterlassungsaufforderung zustellte. Shahade trat als Direktorin des Frauenprogramms zurück.
Im Juni 2023 legten vier Frauen aus dem „US Chess Accessibility and Special Circumstances Committee“ aus Protest ihre Ämter nieder; ihre Aufgabe, das Schach zugänglich, sicher und fair zu machen, sahen sie unter der damaligen Verbandsführung als nicht erfüllbar an. Auf Kritik verwies der Verband im August 2023 auf Maßnahmen wie eine neue Sicherheitsschulung in Zusammenarbeit mit dem „U.S. Center for Safe Sport“ und erklärte, man werde „wachsam bleiben“. Mahnte die FIDE Ende 2023 an, einmal eingeführte Qualifikationsregeln für das Kandidatenturnier sollten gelten und nicht kurzfristig geändert werden. 2025 verklagte Shahade den Verband unter anderem wegen Diskriminierung und Rufschädigung; dazu kam eine Gegenklage seiner Versicherung.


