Koneru Humpy
Zitat von Conrad Schormann am 14. Mai 2026, 13:27 UhrKoneru Humpy fordert mehr Starts von Frauen in offenen Turnieren
Quelle: The Times of India – „‘Judit Polgar and Hou Yifan were exceptions’: Koneru Humpy urges women chess players to play more ‘open’ tournaments“, 13. Mai 2026, von Amit Karmarkar
Koneru Humpy hat Frauen im Schach dazu aufgerufen, häufiger offene Turniere zu spielen. Das berichtet The Times of India. Die indische Großmeisterin sagte, dass außer Judit Polgar und Hou Yifan kaum eine Spielerin den Sprung in die Top 100 der offenen Weltrangliste geschafft habe oder eine Elozahl von 2600 erreicht habe.
Humpy erklärte vor ihrem geplanten Start beim Norway Chess Turnier in Oslo, dass getrennte Wettbewerbe für Frauen und Männer keine großen Fortschritte ermöglichen würden. Wer sich verbessern wolle, müsse regelmäßig in offenen Turnieren antreten. Sie selbst habe dies früher ebenfalls getan. Polgar und Hou Yifan seien dabei Ausnahmen gewesen.
Rückzug vom Kandidatenturnier
Die amtierende Frauen-Weltmeisterin Ju Wenjun habe im März 2017 mit 2604 ihre höchste Elozahl erreicht, liege aktuell aber bei 2559. Herausforderin R. Vaishali werde mit 2496 geführt.
Die 39-jährige Humpy zog sich nach eigenen Angaben wegen Sicherheitsbedenken vom Kandidatenturnier auf Zypern im März und April zurück. Die Unsicherheit durch den Krieg in Westasien habe bei ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt.
Humpy sagte, sie wolle Freude am Schach behalten und sich bei Reisen nicht unter Druck gesetzt fühlen. Sie bereue ihren Rückzug nicht, da die Umstände für sie anders gewesen seien.
Kritik an fehlender Sensibilität
Humpy erklärte, sie habe ihre Entscheidung nicht stillschweigend treffen wollen, weil der Rückzug direkte Auswirkungen auf die Qualifikation zum WM-Kampf gehabt habe. Zugleich deutete sie an, dass die FIDE zu wenig Sensibilität für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Spielerinnen gezeigt habe.
Den aktuellen Schachboom in Indien bezeichnete Humpy als „Tamil Nadu boom“. Sie hoffe, dass künftig mehr Spielerinnen und Spieler aus anderen Bundesstaaten nachrückten.
Zu anderen Spielerinnen oder Situationen wollte sie sich nicht äußern. Sie habe selbst erlebt, dass es in schwierigen Situationen still um einen werde. Manchmal sei es besser, zu schweigen, sagte Humpy.
Koneru Humpy fordert mehr Starts von Frauen in offenen Turnieren
Quelle: The Times of India – „‘Judit Polgar and Hou Yifan were exceptions’: Koneru Humpy urges women chess players to play more ‘open’ tournaments“, 13. Mai 2026, von Amit Karmarkar
Koneru Humpy hat Frauen im Schach dazu aufgerufen, häufiger offene Turniere zu spielen. Das berichtet The Times of India. Die indische Großmeisterin sagte, dass außer Judit Polgar und Hou Yifan kaum eine Spielerin den Sprung in die Top 100 der offenen Weltrangliste geschafft habe oder eine Elozahl von 2600 erreicht habe.
Humpy erklärte vor ihrem geplanten Start beim Norway Chess Turnier in Oslo, dass getrennte Wettbewerbe für Frauen und Männer keine großen Fortschritte ermöglichen würden. Wer sich verbessern wolle, müsse regelmäßig in offenen Turnieren antreten. Sie selbst habe dies früher ebenfalls getan. Polgar und Hou Yifan seien dabei Ausnahmen gewesen.
Rückzug vom Kandidatenturnier
Die amtierende Frauen-Weltmeisterin Ju Wenjun habe im März 2017 mit 2604 ihre höchste Elozahl erreicht, liege aktuell aber bei 2559. Herausforderin R. Vaishali werde mit 2496 geführt.
Die 39-jährige Humpy zog sich nach eigenen Angaben wegen Sicherheitsbedenken vom Kandidatenturnier auf Zypern im März und April zurück. Die Unsicherheit durch den Krieg in Westasien habe bei ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt.
Humpy sagte, sie wolle Freude am Schach behalten und sich bei Reisen nicht unter Druck gesetzt fühlen. Sie bereue ihren Rückzug nicht, da die Umstände für sie anders gewesen seien.
Kritik an fehlender Sensibilität
Humpy erklärte, sie habe ihre Entscheidung nicht stillschweigend treffen wollen, weil der Rückzug direkte Auswirkungen auf die Qualifikation zum WM-Kampf gehabt habe. Zugleich deutete sie an, dass die FIDE zu wenig Sensibilität für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Spielerinnen gezeigt habe.
Den aktuellen Schachboom in Indien bezeichnete Humpy als „Tamil Nadu boom“. Sie hoffe, dass künftig mehr Spielerinnen und Spieler aus anderen Bundesstaaten nachrückten.
Zu anderen Spielerinnen oder Situationen wollte sie sich nicht äußern. Sie habe selbst erlebt, dass es in schwierigen Situationen still um einen werde. Manchmal sei es besser, zu schweigen, sagte Humpy.

