Die Deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) findet vom 30. Mai bis 2. Juni wieder im hessischen Braunfels statt. Frauenmannschaften aus allen Bundesländern küren in diesem Wettbewerb die Deutschen Meisterinnen aus dem besten Landesverband.
Wikimedia Commons/Ulrich Mayring
Schloß Braunfels "Solmser Hof"
Das romantische Städtchen mit seinem wunderschönen Fachwerk-Altstadtkern zu Füssen eines burgartigen, mittelalterlichen Schlosses ist zum dreißigsten Mal Austragungsort des beliebten Frauenturniers. Für die gastgebenden Schachfreunde Braunfels und ihren langjährigen Vorsitzenden Sebastian Swoboda und den Hessischen Schachverband gibt es damit ein großes, rundes Jubiläum zu feiern. Herzlichen Glückwunsch!
Dem besonderen jahrzehntelangen Engagement der Braunfelser Schachfreunde ist es zu verdanken, dass das Turnier im Europasaal des Braunfelser „Haus des Gastes“ mittlerweile eine Art Kultstatus im deutschen Frauenschach erreicht hat. Der Wettbewerb ist eine traditionsreiche Begegnungs- und Austauschstätte des deutschen Frauenschachs, auf der sich die Spielerinnen nicht nur an den Brettern begegnen, sondern sich auch außerhalb des Turniersaales in vielfacher Weise in familiärer Atmosphäre austauschen. Auch die örtliche Gastronomie und Hotellerie hat sich auf das Traditionsturnier eingestellt und wird von den Teilnehmerinnen und deren Anhang gerne und langjährig genutzt.
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Turnierdirektorin und Hauptschiedsrichterin ist erstmals DSB-Frauenreferentin FSR Nadja Jussupow. Es werden wie üblich fünf Runden Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie sowie einem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug gespielt.
Es wird donnerstags bis sonntags täglich eine Partie geben, außer am Freitag, an welchem eine Doppelrunde auf dem Programm steht. Dan-Peter Poetke wird als Schiedsrichter auch vor Ort sein. Am Samstagabend sorgt ein Blitzturnier um 20 Uhr für Abwechslung.
Daneben werden die Schachfreunde Braunfels wie gewohnt vieles aufbieten, um den angereisten Spielerinnen und deren Begleitung eine angenehme Zeit zu bereiten, neben der Vermittlung von Quartieren auch ein gemeinsames Essen am Samstag und eine Versorgung mit günstigen Speisen und Getränken im Turniersaal.
Nicht alle Bundesländer sind diesmal mit einem Frauenteam vertreten: Insgesamt sind 14 Mannschaften gemeldet, darunter mit Bayern und Hessen zwei Länder, die sogar mit zwei Teams in den Wettbewerb gehen. Teams aus Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind 2024 leider nicht gemeldet. Baden-Württemberg startet erstmals mit einer gemeinsamen Frauenauswahl, in der Vergangenheit nahmen jeweils eigene Vertretungen aus Baden und Württemberg an dem Traditionsturnier teil.
Mannschaft
Ø Elo
Top-3 nach Elo
Spielerinnen
Bayern 1
2120
WGM Hanna Marie Klek (2349) WGM Jana Schneider (2324) WIM Jelisaweta Chrebenschikowa (2300)
9
Baden-Württemberg
2034
WFM Zhuoling Li (2205) Angelika Valkova (2061) Sarah Hund (2040)
WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky (2225) WGM Eva Kulovana (2143) WIM Olena Hess (2055)
5
Hessen 2
1571
Nicol Zahn (1732) Julia Peschel (1703) Katrin Hattemer (1694)
7
Saarland
1548
WFM Heike Vogel (1992) Elke Zimmer (1884) Helene Weinmann (1655)
9
Die Meisterschaft in Braunfels ist die 45. Auflage der DFMM-LV insgesamt. Rekordsiegerinnen und Topfavoritinnen sind die Frauen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, die das Turnier bislang zwanzig Mal gewinnen konnten. Auf Platz zwei der ewigen DFMM-LV-Tabelle liegen die Hessinnen mit 5 Titelgewinnen vor den Badenerinnen mit 4 Deutschen Meisterschaften. Württemberg und Bayern gewannen bisher drei Mal.
NRW-Mannschaftsleiter Andreas Jagodzinsky wird diesmal neben der Deutschen Meisterin 2020WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky voraussichtlich auch Mitglieder der Schachfamilie Trunz aufbieten können: Mutter WFM Dr. Elena Trunz und ihre Töchter Michelle und Tamila, die bei der gerade zu Ende gegangenen Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen sehr erfolgreich waren: Michelle Trunz gewann die Deutsche Meisterschaft U16w, Schwester Tamila Trunz die Deutsche Meisterschaft U14w!
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DSJ
Michelle Trunz
DSJ
Tamila Trunz
Topgesetzt sind diesmal allerdings die Spielerinnen aus Bayern um Kapitänin Aylin Albayrak, für die an den Spitzenbrettern die Nationalspielerinnen WGM Hanna Marie Klek und FM/WGMJana Schneider gemeldet sind. Im Mannschaftsdurchschnitt kommen die Bayerinnen auf beachtliche 2120 Elo, womit sie sicherlich ein Wort bei der Titelvergabe mitreden werden.
Alle Partien aus Braunfels werden auf lichess.org und chess.com live übertragen. DSB-Streamerin Katharina Reinecke wird für die hessische Frauenmannschaft spielen. Ihre Partien werden auf ihrem Twitch-Kanal live von einigen Schachfreunden kommentiert.
Die Deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) findet vom 30. Mai bis 2. Juni wieder im hessischen Braunfels statt. Frauenmannschaften aus allen Bundesländern küren in diesem Wettbewerb die Deutschen Meisterinnen aus dem besten Landesverband.
Wikimedia Commons/Ulrich Mayring
Schloß Braunfels "Solmser Hof"
Das romantische Städtchen mit seinem wunderschönen Fachwerk-Altstadtkern zu Füssen eines burgartigen, mittelalterlichen Schlosses ist zum dreißigsten Mal Austragungsort des beliebten Frauenturniers. Für die gastgebenden Schachfreunde Braunfels und ihren langjährigen Vorsitzenden Sebastian Swoboda und den Hessischen Schachverband gibt es damit ein großes, rundes Jubiläum zu feiern. Herzlichen Glückwunsch!
Dem besonderen jahrzehntelangen Engagement der Braunfelser Schachfreunde ist es zu verdanken, dass das Turnier im Europasaal des Braunfelser „Haus des Gastes“ mittlerweile eine Art Kultstatus im deutschen Frauenschach erreicht hat. Der Wettbewerb ist eine traditionsreiche Begegnungs- und Austauschstätte des deutschen Frauenschachs, auf der sich die Spielerinnen nicht nur an den Brettern begegnen, sondern sich auch außerhalb des Turniersaales in vielfacher Weise in familiärer Atmosphäre austauschen. Auch die örtliche Gastronomie und Hotellerie hat sich auf das Traditionsturnier eingestellt und wird von den Teilnehmerinnen und deren Anhang gerne und langjährig genutzt.
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Turnierdirektorin und Hauptschiedsrichterin ist erstmals DSB-Frauenreferentin FSR Nadja Jussupow. Es werden wie üblich fünf Runden Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie sowie einem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug gespielt.
Es wird donnerstags bis sonntags täglich eine Partie geben, außer am Freitag, an welchem eine Doppelrunde auf dem Programm steht. Dan-Peter Poetkewird als Schiedsrichter auch vor Ort sein. Am Samstagabend sorgt ein Blitzturnier um 20 Uhr für Abwechslung.
Daneben werden die Schachfreunde Braunfels wie gewohnt vieles aufbieten, um den angereisten Spielerinnen und deren Begleitung eine angenehme Zeit zu bereiten, neben der Vermittlung von Quartieren auch ein gemeinsames Essen am Samstag und eine Versorgung mit günstigen Speisen und Getränken im Turniersaal.
Nicht alle Bundesländer sind diesmal mit einem Frauenteam vertreten: Insgesamt sind 14 Mannschaften gemeldet, darunter mit Bayern und Hessen zwei Länder, die sogar mit zwei Teams in den Wettbewerb gehen. Teams aus Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind 2024 leider nicht gemeldet. Baden-Württemberg startet erstmals mit einer gemeinsamen Frauenauswahl, in der Vergangenheit nahmen jeweils eigene Vertretungen aus Baden und Württemberg an dem Traditionsturnier teil.
Nicol Zahn (1732) Julia Peschel (1703) Katrin Hattemer (1694)
7
Saarland
1548
WFM Heike Vogel (1992) Elke Zimmer (1884) Helene Weinmann (1655)
9
Die Meisterschaft in Braunfels ist die 45. Auflage der DFMM-LV insgesamt. Rekordsiegerinnen und Topfavoritinnen sind die Frauen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, die das Turnier bislang zwanzig Mal gewinnen konnten. Auf Platz zwei der ewigen DFMM-LV-Tabelle liegen die Hessinnen mit 5 Titelgewinnen vor den Badenerinnen mit 4 Deutschen Meisterschaften. Württemberg und Bayern gewannen bisher drei Mal.
NRW-Mannschaftsleiter Andreas Jagodzinskywird diesmal neben der Deutschen Meisterin 2020WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky voraussichtlich auch Mitglieder der Schachfamilie Trunz aufbieten können: Mutter WFM Dr. Elena Trunz und ihre Töchter Michelle und Tamila, die bei der gerade zu Ende gegangenen Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen sehr erfolgreich waren: Michelle Trunz gewann die Deutsche Meisterschaft U16w, Schwester Tamila Trunz die Deutsche Meisterschaft U14w!
DSJ
Michelle Trunz
DSJ
Tamila Trunz
Topgesetzt sind diesmal allerdings die Spielerinnen aus Bayern um Kapitänin Aylin Albayrak, für die an den Spitzenbrettern die Nationalspielerinnen WGM Hanna Marie Klek und FM/WGMJana Schneider gemeldet sind. Im Mannschaftsdurchschnitt kommen die Bayerinnen auf beachtliche 2120 Elo, womit sie sicherlich ein Wort bei der Titelvergabe mitreden werden.
Alle Partien aus Braunfels werden auf lichess.org und chess.com live übertragen. DSB-Streamerin Katharina Reinecke wird für die hessische Frauenmannschaft spielen. Ihre Partien werden auf ihrem Twitch-Kanal live von einigen Schachfreunden kommentiert.
Braunfels' Bürgermeister Christian Breithecker, Sebastian Swoboda (1. Vorsitzender Sfr. Braunfels) und MdL Frank Steinraths (CDU), der noch 500 Euro aus dem Sportetat von Hessen gespendet hat.
Mit leichter Verzögerung startete gestern die Deutsche Frauenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) im hessischen Braunfels.
Christian Breithecker, Bürgermeister von Braunfels, drückte sein Freude aus, dass die DFMM der Landesverbände erneut und zum dreißigsten Mal in seiner Stadt durchgeführt wird: „Es macht mich stolz, dieses überregionale sportliche Aushängeschild wieder in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Wir unterstützen gerne das Turnier durch die Bereitstellung von Spielsaal und Infrastruktur. Die Meisterschaft hat für den Tourismus und die Wirtschaft von Braunfels einen hohen Stellenwert.“
Frank Steinraths, CDU-Abgeordneter im hessischen Landtag, begrüßte ebenfalls die Spielerinnen und wünschte allen schöne und spannende Kämpfe. Zusätzlich spendete er noch 500,- Euro aus dem Sportetat des Landes Hessen für die Veranstaltung. Er selber sei kein Schachspieler, aber sein Großvater habe vor vielen Jahren einmal gegen einen echten General eine Partie remisiert, woran man sich in der Familie heute noch erinnere, verriet er am Rande der Veranstaltung.
Sebastian Swoboda, 1.Vorsitzender der Braunfelser Schachfreunde, wies darauf hin, dass 14 teilnehmende Mannschaften erneut einen Rekord darstellen. Er dankte allen Unterstützern der Veranstaltung, auch den Helfern aus seinem Klub.
Veit Godoj
Dan-Peter Poetke bei der Eröffnung
Noch einige kurze technische Informationen von Turnierdirektorin Nadja Jussupow und Schiedsrichter Dan-Peter Poetke und die Bretter wurden freigegeben. Eine bayerische Spielerin war zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwesend, schaffte es aber noch, innerhalb der knappen 15-minütigen Karenzzeit einzutreffen und schließlich ihre Partie noch zu gewinnen.
Insgesamt konnten die topgesetzten Spielerinnen von Bayern 1 ihr Match gegen Niedersachsen deutlich mit 6,5:1,5 gewinnen, allerdings konnte Nationalspielerin WGM Jana Schneider ihre Schwarzpartie an Brett 2 gegen Lea Rieping überraschend nicht gewinnen und musste sich mit Remis begnügen. Die Mitfavoritinnen aus NRW konnten gegen Hamburg ebenfalls mit 6,5:1,5 deutlich gewinnen, allerdings hätte der Kampf auch durchaus einen anderen Verlauf nehmen können.
IM Jonathan Carlstedt, der Coach der Hamburgerinnen sagte hierüber:
Eigentlich sind die Hamburgerinnen in allen Partien gut aus der Eröffnung herausgekommen und es war lange ausgeglichen. Wir hatten in manchen Partien dann sogar klaren Vorteil. Aber über die volle Distanz haben sich dann doch die wertungsstärkeren Spielerinnen aus NRW durchgesetzt.
Jonathan hatte schon vor Jahren mehrfach die Hamburgerinnen in Braunfels schachlich betreut, zuletzt pausierte er ein paar Jahre um nun wieder in Braunfels dabei zu sein:
Ich finde dieses traditionelle Event toll und würde mich freuen, wenn es dauerhaft in Braunfels stattfinden würde. Unsere Hamburgerinnen sind auch immer gerne hier.
Die erstmals im gemeinsamen Team angetretenen Baden-Württembergerinnen gewannen 6 :2 gegen Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein gewann 6,5:1,5 gegen Bayern 2. Die Sächsinnen mit drei Spielerinnen aus der Peglau-Familie gewannen 6:2 gegen Thüringen, wobei WFM Diana Skibbe in einer interessanten Partie gegen Dora Peglau remisieren konnte, wobei Doras König einen Ansturm der gefährlichen Dame+Springer-Konstellation im Königsangriff standhalten musste. Die Berlinerinnen gewannen 7:1 gegen Hessen 2, allerdings traten die Hessinnen leider mit drei Spielerinnen weniger an. Hessen 1 schlug die Saarländerinnen mit 7,5:0,5. Nur WFM Heike Vogel konnte am Spitzenbrett gegen WFM Caroline Rieseler remisieren. Heike hatte in früheren Jahren oftmals den Titel in Braunfels mit dem Team aus NRW gewinnen können. Heute pflegt sie freundschaftliche Beziehungen zu Spielerinnen aus dem Saarland.
DSB-Streamerin Katharina Reinecke konnte ihre Live-Partie gegen Helene Weinmann gewinnen.
Braunfels' Bürgermeister Christian Breithecker, Sebastian Swoboda (1. Vorsitzender Sfr. Braunfels) und MdL Frank Steinraths (CDU), der noch 500 Euro aus dem Sportetat von Hessen gespendet hat.
Mit leichter Verzögerung startete gestern die Deutsche Frauenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) im hessischen Braunfels.
Christian Breithecker, Bürgermeister von Braunfels, drückte sein Freude aus, dass die DFMM der Landesverbände erneut und zum dreißigsten Mal in seiner Stadt durchgeführt wird: „Es macht mich stolz, dieses überregionale sportliche Aushängeschild wieder in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Wir unterstützen gerne das Turnier durch die Bereitstellung von Spielsaal und Infrastruktur. Die Meisterschaft hat für den Tourismus und die Wirtschaft von Braunfels einen hohen Stellenwert.“
Frank Steinraths, CDU-Abgeordneter im hessischen Landtag, begrüßte ebenfalls die Spielerinnen und wünschte allen schöne und spannende Kämpfe. Zusätzlich spendete er noch 500,- Euro aus dem Sportetat des Landes Hessen für die Veranstaltung. Er selber sei kein Schachspieler, aber sein Großvater habe vor vielen Jahren einmal gegen einen echten General eine Partie remisiert, woran man sich in der Familie heute noch erinnere, verriet er am Rande der Veranstaltung.
Sebastian Swoboda, 1.Vorsitzender der Braunfelser Schachfreunde, wies darauf hin, dass 14 teilnehmende Mannschaften erneut einen Rekord darstellen. Er dankte allen Unterstützern der Veranstaltung, auch den Helfern aus seinem Klub.
Veit Godoj
Dan-Peter Poetke bei der Eröffnung
Noch einige kurze technische Informationen von Turnierdirektorin Nadja Jussupow und Schiedsrichter Dan-Peter Poetke und die Bretter wurden freigegeben. Eine bayerische Spielerin war zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwesend, schaffte es aber noch, innerhalb der knappen 15-minütigen Karenzzeit einzutreffen und schließlich ihre Partie noch zu gewinnen.
Insgesamt konnten die topgesetzten Spielerinnen von Bayern 1 ihr Match gegen Niedersachsen deutlich mit 6,5:1,5 gewinnen, allerdings konnte Nationalspielerin WGM Jana Schneider ihre Schwarzpartie an Brett 2 gegen Lea Rieping überraschend nicht gewinnen und musste sich mit Remis begnügen. Die Mitfavoritinnen aus NRW konnten gegen Hamburg ebenfalls mit 6,5:1,5 deutlich gewinnen, allerdings hätte der Kampf auch durchaus einen anderen Verlauf nehmen können.
Eigentlich sind die Hamburgerinnen in allen Partien gut aus der Eröffnung herausgekommen und es war lange ausgeglichen. Wir hatten in manchen Partien dann sogar klaren Vorteil. Aber über die volle Distanz haben sich dann doch die wertungsstärkeren Spielerinnen aus NRW durchgesetzt.
Jonathan hatte schon vor Jahren mehrfach die Hamburgerinnen in Braunfels schachlich betreut, zuletzt pausierte er ein paar Jahre um nun wieder in Braunfels dabei zu sein:
Ich finde dieses traditionelle Event toll und würde mich freuen, wenn es dauerhaft in Braunfels stattfinden würde. Unsere Hamburgerinnen sind auch immer gerne hier.
Die erstmals im gemeinsamen Team angetretenen Baden-Württembergerinnen gewannen 6 :2 gegen Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein gewann 6,5:1,5 gegen Bayern 2. Die Sächsinnen mit drei Spielerinnen aus der Peglau-Familie gewannen 6:2 gegen Thüringen, wobei WFM Diana Skibbe in einer interessanten Partie gegen Dora Peglau remisieren konnte, wobei Doras König einen Ansturm der gefährlichen Dame+Springer-Konstellation im Königsangriff standhalten musste. Die Berlinerinnen gewannen 7:1 gegen Hessen 2, allerdings traten die Hessinnen leider mit drei Spielerinnen weniger an. Hessen 1 schlug die Saarländerinnen mit 7,5:0,5. Nur WFM Heike Vogel konnte am Spitzenbrett gegen WFM Caroline Rieseler remisieren. Heike hatte in früheren Jahren oftmals den Titel in Braunfels mit dem Team aus NRW gewinnen können. Heute pflegt sie freundschaftliche Beziehungen zu Spielerinnen aus dem Saarland.
DSB-Streamerin Katharina Reinecke konnte ihre Live-Partie gegen Helene Weinmann gewinnen.
Die favorisierten Teams von Bayern 1 und Nordrhein-Westfalen siegten in Braunfels bei der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) auch in den Runden 2 und 3, womit sie verlustpunktfrei an der Spitze liegen und die ersten Anwärter auf den Titel bleiben.
Runde 2
Ernst van der Riet
Bayern 1
Gegen die Schleswig-Holsteinerinnen gewann Bayern mit 6,5:1,5, nur die Co-Mannschaftsführerin der Norddeutschen, Anke Freter, konnte an Brett 7 einen vollen Punkt gegen die bayerische WFM Maria Horvarth einfahren. Diesem Erfolg standen sechs bayerische Siege gegenüber bei einem Remis.
Hauptkonkurrent NRW kam zu einem klaren 5,5:2,5-Erfolg gegen Sachsen, allerdings konnte Sächsin Dora Peglau an Brett 2 gegen WGM Eva Kulovana von NRW ihre Partie gewinnen, alle 2,5 Punkte von Sachsen wurden von Familie Peglau geholt.
Baden-Württemberg schlug Berlin deutlich mit 6:2, dabei siegte unter anderem die für Freiburg spielende Sarah Hund an Brett zwei gegen die vielfache Berliner Meisterin WFM Brigitte von Herman. Sarah ist die Tochter von Schachlegende Barbara Hund, der ersten Frauengroßmeisterin Deutschlands, dreifachen Deutschen Meisterin und 15-fachen Olympiateilnehmerin.
Hessen 1 setzte sich knapp mit 4,5:3,5 gegen Niedersachsen durch, wobei am ersten Brett die Hessin WFM Caroline Rieseler gegen WFM Jovana Miljkovic unterlag.
Hamburg konnte sich klar mit 6:2 gegen Thüringen durchsetzen. Rheinland-Pfalz setzte sich mit 5:3 gegen Hessen 2 durch, allerdings ging es bei den tatsächlich gespielten Partien 3:3 aus und die beiden kampflosen Siege gaben den Ausschlag.
Bayern 2 siegte ebenfalls 6:2 gegen das Saarland, jedoch gewann WFM Heike Vogel ihre Partie am Spitzenbrett gegen Liliane Pavlov und sorgte so für den einzigen Partiegewnn der Saarländerinnen.
Runde 3
Bayern 1 siegte gegen Baden-Württemberg 6,5:1,5, dabei stand Nationalspielerin WGM Jana Schneider unter heftigem Druck von Sarah Hund mit Weiß, dem sie letztlich standhalten konnte und die Partie endete Remis. Angelika Valkova holte gegen WIM Nellya Vidonyak den einzigen Siegpunkt für Baden-Württemberg.
Mannschaft von Schleswig-Holstein: Anke Freter und Britta Leib in der Bildmitte, 4. und 5.v.l.
Im norddeutschen Derby gewannen die Schleswig-Holsteinerinnen klar mit 6:2 gegen die Hamburgerinnen. Co-Mannschaftskapitänin Anke Freter:
Unsere Mannschaft ist in den letzten Jahren immer stärker geworden, meine Co-Mannschaftskapitänin Britta Leib und ich sind in dieser Zeit immer weiter an die hinteren Bretter gerückt. Voriges Jahr konnten wir sogar den zweiten Platz in Braunfels erreichen, in den Jahren davor waren wir zweimal Dritte. Wir konnten unser Team mit vielen jungen Spielerinnen verstärken und unsere Jugendtrainer leisten eine gute Arbeit. Insbesondere der Lübecker SV, Doppelbauer Kiel und Tura Harksheide sind hier zu nennen.
Sachsen schlug Rheinland-Pfalz mit 6:2 und verlor dabei keine Partie, mit dem gleichen Ergebnis gewannen die Berlinerinnen gegen Bayern 2 und blieben dabei ebenfalls ungeschlagen. Niedersachsen bezwang Hessen 2 mit 5,5:2,5, wieder blieben zwei Bretter der Hessinnen unbesetzt. Wer weiß wie das Turnier gelaufen wäre, wenn Hessen 2 immer mit voller Teamstärke angetreten wäre?
Thüringen gewann 7:1 gegen das Saarland, am Spitzenbrett unterlag WFM Kristin Müller-Ludwig gegen WFM Heike Vogel, die erneut den einzigen Sieg fürs Saarland holte.
In der Tabelle haben sich Bayern 1 und NRW mit jeweils 6:0 Mannschaftspunkten bereits 2 Punkte vom Verfolgerfeld abgesetzt. Sie werden wohl Gold und Silber unter sich ausmachen. Der Kampf um Platz 3 ist noch völlig offen.
Stand nach 3 von 5 Runden
Pl.
Mannschaft
MP
BP
1
Bayern 1
6
38,0
2
Nordrhein-Westfalen
6
37,5
3
Baden-Württemberg
4
43,5
4
Sachsen
4
38,5
5
Schleswig-Holstein
4
38,5
6
Hessen 1
4
32,5
7
Berlin
4
29,5
8
Hamburg
2
43,5
9
Niedersachsen
2
39,5
10
Rheinland-Pfalz
2
34,5
11
Bayern 2
2
32,5
12
Thüringen
2
27,5
13
Hessen 2
0
34,5
14
Saarland
0
34,0
Ernst van der Riet
Mannschaft von Nordrhein-Westfalen. Im Hintergrund Andreas Jagodzinsky, links seine Frau Carmen, die die Mannschaft an Brett 1 anführt.
In der heutigen 4. Runde kommt es zum vorentscheidenden Spitzenduell zwischen Bayern 1 und NRW.
Andreas Jagodzinsky, der erstmals als Mannschaftsleiter von NRW in Braunfels ist, sieht gute Chancen für sein Team:
Wir haben zuletzt drei Mal hintereinander hier gewinnen können, 2023 mit großem Vorsprung. Darum freue ich mich, dass das stark besetzte Team Bayern 1 in diesem Jahr auf Augenhöhe hier angetreten ist, um uns einen erneuten Sieg schwer zu machen, denn diese Konkurrenz ist uns ein Ansporn und sie sind ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Aber wir sind hergekommen um zu gewinnen und ich glaube, dass wir es auch diesmal mit unserer Mischung aus erfahrenen Großmeisterinnen und Titelträgerinnen und starken Nachwuchsspielerinnen wie Michelle Trunz und Lilly Schirmbeck schaffen werden.
Die favorisierten Teams von Bayern 1 und Nordrhein-Westfalen siegten in Braunfels bei der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) auch in den Runden 2 und 3, womit sie verlustpunktfrei an der Spitze liegen und die ersten Anwärter auf den Titel bleiben.
Runde 2
Ernst van der Riet
Bayern 1
Gegen die Schleswig-Holsteinerinnen gewann Bayern mit 6,5:1,5, nur die Co-Mannschaftsführerin der Norddeutschen, Anke Freter, konnte an Brett 7 einen vollen Punkt gegen die bayerische WFM Maria Horvarth einfahren. Diesem Erfolg standen sechs bayerische Siege gegenüber bei einem Remis.
Hauptkonkurrent NRW kam zu einem klaren 5,5:2,5-Erfolg gegen Sachsen, allerdings konnte Sächsin Dora Peglau an Brett 2 gegen WGM Eva Kulovana von NRW ihre Partie gewinnen, alle 2,5 Punkte von Sachsen wurden von Familie Peglau geholt.
Baden-Württemberg schlug Berlin deutlich mit 6:2, dabei siegte unter anderem die für Freiburg spielende Sarah Hund an Brett zwei gegen die vielfache Berliner Meisterin WFM Brigitte von Herman. Sarah ist die Tochter von Schachlegende Barbara Hund, der ersten Frauengroßmeisterin Deutschlands, dreifachen Deutschen Meisterin und 15-fachen Olympiateilnehmerin.
Hessen 1 setzte sich knapp mit 4,5:3,5 gegen Niedersachsen durch, wobei am ersten Brett die Hessin WFM Caroline Rieseler gegen WFM Jovana Miljkovic unterlag.
Hamburg konnte sich klar mit 6:2 gegen Thüringen durchsetzen. Rheinland-Pfalz setzte sich mit 5:3 gegen Hessen 2 durch, allerdings ging es bei den tatsächlich gespielten Partien 3:3 aus und die beiden kampflosen Siege gaben den Ausschlag.
Bayern 2 siegte ebenfalls 6:2 gegen das Saarland, jedoch gewann WFM Heike Vogel ihre Partie am Spitzenbrett gegen Liliane Pavlov und sorgte so für den einzigen Partiegewnn der Saarländerinnen.
Runde 3
Bayern 1 siegte gegen Baden-Württemberg 6,5:1,5, dabei stand Nationalspielerin WGM Jana Schneider unter heftigem Druck von Sarah Hund mit Weiß, dem sie letztlich standhalten konnte und die Partie endete Remis. Angelika Valkova holte gegen WIM Nellya Vidonyak den einzigen Siegpunkt für Baden-Württemberg.
Mannschaft von Schleswig-Holstein: Anke Freter und Britta Leib in der Bildmitte, 4. und 5.v.l.
Im norddeutschen Derby gewannen die Schleswig-Holsteinerinnen klar mit 6:2 gegen die Hamburgerinnen. Co-Mannschaftskapitänin Anke Freter:
Unsere Mannschaft ist in den letzten Jahren immer stärker geworden, meine Co-Mannschaftskapitänin Britta Leib und ich sind in dieser Zeit immer weiter an die hinteren Bretter gerückt. Voriges Jahr konnten wir sogar den zweiten Platz in Braunfels erreichen, in den Jahren davor waren wir zweimal Dritte. Wir konnten unser Team mit vielen jungen Spielerinnen verstärken und unsere Jugendtrainer leisten eine gute Arbeit. Insbesondere der Lübecker SV, Doppelbauer Kiel und Tura Harksheide sind hier zu nennen.
Sachsen schlug Rheinland-Pfalz mit 6:2 und verlor dabei keine Partie, mit dem gleichen Ergebnis gewannen die Berlinerinnen gegen Bayern 2 und blieben dabei ebenfalls ungeschlagen. Niedersachsen bezwang Hessen 2 mit 5,5:2,5, wieder blieben zwei Bretter der Hessinnen unbesetzt. Wer weiß wie das Turnier gelaufen wäre, wenn Hessen 2 immer mit voller Teamstärke angetreten wäre?
Thüringen gewann 7:1 gegen das Saarland, am Spitzenbrett unterlag WFM Kristin Müller-Ludwig gegen WFM Heike Vogel, die erneut den einzigen Sieg fürs Saarland holte.
In der Tabelle haben sich Bayern 1 und NRW mit jeweils 6:0 Mannschaftspunkten bereits 2 Punkte vom Verfolgerfeld abgesetzt. Sie werden wohl Gold und Silber unter sich ausmachen. Der Kampf um Platz 3 ist noch völlig offen.
Stand nach 3 von 5 Runden
Pl.
Mannschaft
MP
BP
1
Bayern 1
6
38,0
2
Nordrhein-Westfalen
6
37,5
3
Baden-Württemberg
4
43,5
4
Sachsen
4
38,5
5
Schleswig-Holstein
4
38,5
6
Hessen 1
4
32,5
7
Berlin
4
29,5
8
Hamburg
2
43,5
9
Niedersachsen
2
39,5
10
Rheinland-Pfalz
2
34,5
11
Bayern 2
2
32,5
12
Thüringen
2
27,5
13
Hessen 2
0
34,5
14
Saarland
0
34,0
Ernst van der Riet
Mannschaft von Nordrhein-Westfalen. Im Hintergrund Andreas Jagodzinsky, links seine Frau Carmen, die die Mannschaft an Brett 1 anführt.
In der heutigen 4. Runde kommt es zum vorentscheidenden Spitzenduell zwischen Bayern 1 und NRW.
Andreas Jagodzinsky, der erstmals als Mannschaftsleiter von NRW in Braunfels ist, sieht gute Chancen für sein Team:
Wir haben zuletzt drei Mal hintereinander hier gewinnen können, 2023 mit großem Vorsprung. Darum freue ich mich, dass das stark besetzte Team Bayern 1 in diesem Jahr auf Augenhöhe hier angetreten ist, um uns einen erneuten Sieg schwer zu machen, denn diese Konkurrenz ist uns ein Ansporn und sie sind ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Aber wir sind hergekommen um zu gewinnen und ich glaube, dass wir es auch diesmal mit unserer Mischung aus erfahrenen Großmeisterinnen und Titelträgerinnen und starken Nachwuchsspielerinnen wie Michelle Trunz und Lilly Schirmbeck schaffen werden.
BRAUNFELS: BAYERN SIEGT VOR ÜBERRASCHUNGSTEAM SCHLESWIG-HOLSTEIN UND NRW
3. Juni 2024
Ernst van der Riet
Bayern 1
Die schönste Finalnachricht bei der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) lautete vorab, dass die am Vortag erkrankte hessische Spielerin wieder gesund und munter und unter Applaus am Sonntag am Brett sitzen konnte, wie Turnierdirektorin Nadja Jussupow sehr zur Freude aller Teilnehmerinnen und Anwesenden bekanntgab!
Hessen 1 hat wegen der Ereignisse um die Vorverlegung der Partie am Samstag von Brett 1 in Runde 4 Protest eingelegt, über den noch entschieden werden wird.
In den Partien der Schlussrunde der DFMM-LV konnten sich die Favoritinnen aus Bayern zunächst klar mit 7:1 gegen die Hauptstädterinnen durchsetzen und damit die Weichen für den ersten Titelgewinn seit 2016 stellen.
Veit Godoj
Berlin gegen Bayern. Vorn Alina Rath und Hanna Marie Klek, dahinter Brigitte von Herman und Jana Schneider.
Schon recht früh zeichnete sich ein Erfolg der Bayerinnen ab, die an allen Brettern deutliche Wertungsvorteile gegenüber den Berlinerinnen hatten. Der Elo-Schnitt von Bayern betrug 2112, der von Berlin 1913. Als die bayerischen Nationalspielerinnen WGM Hanna Marie Klek gegen Schachboxweltmeisterin CM Alina Rath und WGM Jana Schneider gegen WFM Brigitte von Herman (mit einem hübschen Turmopfer) schließlich ihre Partien gewinnen konnten, war das Match bereits entschieden. Elnaz Bazzazi gelang gegen WFM Maria Horvath der Ehrenpunkt für die Berlinerinnen. Nur noch in der Partie von Amina Fock gegen Jana Bardorz an Brett 4, hatte die Berlinerin einige Zeit besser gestanden. Ansonsten dominierte Bayern das Match.
Veit Godoj
NRW gegen Schleswig-Holstein. Carmen Voicu-Jagodzinsky schaut sich die anderen Bretter an während ihre Gegnerin Lisa Sickmann über ihren nächsten Zug nachdenkt und noch nichts von ihrem Sieg ahnt.
Nur wenn Nordrhein-Westfalen gegen Schleswig-Holstein ebenfalls hoch gewinnen würde, würde der Titelgewinn der Bayerinnen vielleicht noch einmal in Gefahr geraten. Nordrhein-Westfalen brachte einen Eloschnitt von 2028 an die Bretter, bei Schleswig-Holstein waren es 1949. Doch nach einem klaren Sieg für Nordrhein-Westfalen sah der Wettkampfverlauf gar nicht aus: Zwar gewann Lisa-Marie Möller an 7 gegen Anke Freter, doch an Brett 3 war Michelle Trunz mit Schwarz schon früh in eine nachteilige Position geraten, die die mit Weiß spielende Katerina Bräutigam für Schleswig-Holstein konsequent zum Gewinn führen konnte. Die Norddeutschen hielten insgesamt weiter überraschend gut mit und beim Stande von 2,5:2,5 gab es den ersten ganz kritischen Moment für die rheinischen Spielerinnen, als an Brett 6 WFM Julia Freitag mit Weiß gegen Emily Rosmait in eine glatt verlorene Stellung geriet, aus der sie sich gerade noch mit einem Dauerschach retten konnte – 3:3 mit „Glück“ für NRW. Der Druck auf die beiden noch spielenden Spitzenbretter von NRW war immens.
Die Entscheidung fiel dann an Brett 1, wo die mit Schwarz spielende WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky gegen die junge WFM Lisa Sickmann anfänglich Vorteil hatte, dieser aber bei starker Gegenwehr der für Lübeck spielenden Lisa immer weiter dahinschmolz. Schließlich gelang Lisa ein Materialgewinn im Endspiel, den sie zum unerwarteten Sieg ausbauen konnte, sehr zur Freude der Frauen aus dem Norden!
Auch WGM Eva Kulovana hatte sich an Brett 2 zunächst einen Qualitätsvorteil gegen Inken Köhler erspielt, konnte diesen aber nicht zum Sieg verdichten, die Partie endete Remis und Schleswig-Holstein hatte das Unwahrscheinliche vollbracht und die Titelverteidigerinnen aus NRW besiegt!
Endstand
PL.
MANNSCHAFT
MP
MP2
BP
1
2
3
4
5
1
Bayern 1
9
31
30,5
12s6½
2w6½
4s6½
3w4
6s7
2
Schleswig-Holstein
8
29
25,5
7w6½
1s1½
8w6
9s7
3s4½
3
Nordrhein-Westfalen
7
32
26,0
8w6½
5s5½
9w6½
1s4
2w3½
4
Baden-Württemberg
7
30
24,0
10s6
6w6
1w1½
5s4
9w6½
5
Sachsen
7
25
24,0
11s6
3w2½
10s6
4w4
12s5½
6
Berlin
6
25
21,0
14w7
4s2
7w6
8s5
1w1
7
Bayern 2
5
23
19,0
2s1½
13w6
6s2
12w4
10s5½
8
Hamburg
4
27
19,0
3s1½
11w6
2s2
6w3
13s6½
9
Hessen 1
4
27
16,0
13s7½
12w4½
3s1½
2w1
4s1½
10
Rheinland-Pfalz
4
23
16,5
4w2
14s5
5w2
11s5
7w2½
11
Thüringen
4
17
19,5
5w2
8s2
13w7
10w3
14s5½
12
Niedersachsen
3
25
17,0
1w1½
9s3½
14w5½
7s4
5w2½
13
Saarland
2
17
9,5
9w½
7s2
11s1
14w4½
8w1½
14
Hessen 2
0
19
12,5
6s1
10w3
12s2½
13s3½
11w2½
MP = Mannschaftspunkte; MP2 = Summe der Mannschaftspunkte gegen alle Gegner
So wurden die Bayerinnen mit 9:1 Mannschaftspunkten und einem Mannschaftspunkt Vorsprung ungeschlagen Deutsche Meisterinnen der Landesverbände! Schleswig-Holstein erkämpfte sich sensationell mit 8:2 Punkten den zweiten Platz und bestätigte damit den Silberrang vom Vorjahr. Das Team aus NRW belegte Platz mit 7:3 Punkten Platz drei und konnte seine Siegesserie von drei Deutschen Meisterschaften in Folge nicht fortsetzen.
Die vier Spitzenbretter der Bayerinnen, angeführt von den beiden Nationalspielerinnen WGMHanna Marie Klek (4,5 aus 5) und WGM Jana Schneider (4 aus 5) ergänzt von WIM Yelyzaveta Hrebenshchykova (4,5 aus 5) und der talentierten Jugendlichen Jana Bardorz (4 aus 5), blieben in 20 Partien ungeschlagen und gaben nur 6 Remis ab. Mit diesem Quartett und auch mit den weiteren Brettern WIMNellya Vidonyak (4 aus 5), Margarethe Wagner (4,5 aus 5), WFM Maria Horvath (1 aus 5) und Vanessa Bräuer (4 aus 5) war Bayern der Konkurrenz überlegen und holte verdient den Titel.
Die Schleswig-Holsteinerinnen haben bewiesen, dass im hohen Norden in den letzten Jahren eine Hochburg des deutschen Frauenschachs entstanden ist. Zweimal Platz zwei hintereinander bei der DFMM-LV und vor allem der aktuelle Erfolg gegen NRW im direkten Duell sind eine deutliche Bestätigung hierfür. Das Team um die Braunfels-Evergreens Anke Freter und Britta Leib und die jungen Spielerinnen Lisa Sickmann, Inken Köhler, Katerina und Irina Bräutigam, Alexandra Mundt und Emily Rosmait ist das Überraschungsteam von Braunfels 2024.
Übrigens waren Anke und Britta schon jeweils über zwanzig Mal in Braunfels dabei! Nur Diana Skibbe aus Thüringen dürfte in dieser Statistik noch weiter vorne liegen, da sie fast immer mit von der Partie war, wie sich Anke und Britta erinnern.
Die diesmal unterlegenen Spielerinnen aus NRW werden im nächsten Jahr bestimmt alles versuchen, sich den Titel zurückzuholen.
Herzlichen Glückwunsch an die drei siegreichenTeams!
Veit Godoj
Jana Schneider (Bayern 1)
Veit Godoj
Lilian Schirmbeck (NRW; gegen Britta Leib, Schleswig-Holstein)
Veit Godoj
Bayern 1 gegen Berlin
Die Topleistung der Bayerinnen zeigt sich auch daran, dass sie in 6 von 8 Brettwertungen vorn liegen. Die besten Einzelergebnisse nach Brettern:
BRETT
SPIELERIN
MANNSCHAFT
PUNKTE
1
WGM Hanna Marie Klek
Bayern 1
4,5 aus 5
Karoline Gröschel
Rheinland-Pfalz
4,5 aus 5
2
Dora Peglau
Sachsen
4,5 aus 5
3
WIM Yelyzaveta Hrebenshchykova
Bayern 1
4,5 aus 5
4
Jana Bardorz
Bayern 1
4 aus 5
5
WIM Nellya Vidonyak
Bayern 1
4 aus 5
6
Margarethe Wagner
Bayern 1
4,5 aus 5
7
Lisa-Marie Möller
NRW
4 aus 5
8
Vanessa Bräuer
Bayern 1
4 aus 5
Sophia Scheiding
Thüringen
4 aus 5
Sebastian Swoboda von den gastgebenden Schachfreunden Braunfels gab im Interview bekannt, dass er, sein Verein und die Stadt Braunfels mit ihrer Infrastruktur auch im nächsten Jahr wieder bereit stehen werden, um das Traditionsturnier erneut auszutragen. Auf Wiedersehen in Braunfels 2025!
BRAUNFELS: BAYERN SIEGT VOR ÜBERRASCHUNGSTEAM SCHLESWIG-HOLSTEIN UND NRW
3. Juni 2024
Ernst van der Riet
Bayern 1
Die schönste Finalnachricht bei der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) lautete vorab, dass die am Vortag erkrankte hessische Spielerin wieder gesund und munter und unter Applaus am Sonntag am Brett sitzen konnte, wie Turnierdirektorin Nadja Jussupow sehr zur Freude aller Teilnehmerinnen und Anwesenden bekanntgab!
Hessen 1 hat wegen der Ereignisse um die Vorverlegung der Partie am Samstag von Brett 1 in Runde 4 Protest eingelegt, über den noch entschieden werden wird.
In den Partien der Schlussrunde der DFMM-LV konnten sich die Favoritinnen aus Bayern zunächst klar mit 7:1 gegen die Hauptstädterinnen durchsetzen und damit die Weichen für den ersten Titelgewinn seit 2016 stellen.
Veit Godoj
Berlin gegen Bayern. Vorn Alina Rath und Hanna Marie Klek, dahinter Brigitte von Herman und Jana Schneider.
Schon recht früh zeichnete sich ein Erfolg der Bayerinnen ab, die an allen Brettern deutliche Wertungsvorteile gegenüber den Berlinerinnen hatten. Der Elo-Schnitt von Bayern betrug 2112, der von Berlin 1913. Als die bayerischen Nationalspielerinnen WGM Hanna Marie Klek gegen Schachboxweltmeisterin CM Alina Rath und WGM Jana Schneider gegen WFM Brigitte von Herman (mit einem hübschen Turmopfer) schließlich ihre Partien gewinnen konnten, war das Match bereits entschieden. Elnaz Bazzazi gelang gegen WFM Maria Horvath der Ehrenpunkt für die Berlinerinnen. Nur noch in der Partie von Amina Fock gegen Jana Bardorz an Brett 4, hatte die Berlinerin einige Zeit besser gestanden. Ansonsten dominierte Bayern das Match.
Veit Godoj
NRW gegen Schleswig-Holstein. Carmen Voicu-Jagodzinsky schaut sich die anderen Bretter an während ihre Gegnerin Lisa Sickmann über ihren nächsten Zug nachdenkt und noch nichts von ihrem Sieg ahnt.
Nur wenn Nordrhein-Westfalen gegen Schleswig-Holstein ebenfalls hoch gewinnen würde, würde der Titelgewinn der Bayerinnen vielleicht noch einmal in Gefahr geraten. Nordrhein-Westfalen brachte einen Eloschnitt von 2028 an die Bretter, bei Schleswig-Holstein waren es 1949. Doch nach einem klaren Sieg für Nordrhein-Westfalen sah der Wettkampfverlauf gar nicht aus: Zwar gewann Lisa-Marie Möller an 7 gegen Anke Freter, doch an Brett 3 war Michelle Trunz mit Schwarz schon früh in eine nachteilige Position geraten, die die mit Weiß spielende Katerina Bräutigam für Schleswig-Holstein konsequent zum Gewinn führen konnte. Die Norddeutschen hielten insgesamt weiter überraschend gut mit und beim Stande von 2,5:2,5 gab es den ersten ganz kritischen Moment für die rheinischen Spielerinnen, als an Brett 6 WFM Julia Freitag mit Weiß gegen Emily Rosmait in eine glatt verlorene Stellung geriet, aus der sie sich gerade noch mit einem Dauerschach retten konnte – 3:3 mit „Glück“ für NRW. Der Druck auf die beiden noch spielenden Spitzenbretter von NRW war immens.
Die Entscheidung fiel dann an Brett 1, wo die mit Schwarz spielende WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky gegen die junge WFM Lisa Sickmann anfänglich Vorteil hatte, dieser aber bei starker Gegenwehr der für Lübeck spielenden Lisa immer weiter dahinschmolz. Schließlich gelang Lisa ein Materialgewinn im Endspiel, den sie zum unerwarteten Sieg ausbauen konnte, sehr zur Freude der Frauen aus dem Norden!
Auch WGM Eva Kulovana hatte sich an Brett 2 zunächst einen Qualitätsvorteil gegen Inken Köhler erspielt, konnte diesen aber nicht zum Sieg verdichten, die Partie endete Remis und Schleswig-Holstein hatte das Unwahrscheinliche vollbracht und die Titelverteidigerinnen aus NRW besiegt!
Endstand
PL.
MANNSCHAFT
MP
MP2
BP
1
2
3
4
5
1
Bayern 1
9
31
30,5
12s6½
2w6½
4s6½
3w4
6s7
2
Schleswig-Holstein
8
29
25,5
7w6½
1s1½
8w6
9s7
3s4½
3
Nordrhein-Westfalen
7
32
26,0
8w6½
5s5½
9w6½
1s4
2w3½
4
Baden-Württemberg
7
30
24,0
10s6
6w6
1w1½
5s4
9w6½
5
Sachsen
7
25
24,0
11s6
3w2½
10s6
4w4
12s5½
6
Berlin
6
25
21,0
14w7
4s2
7w6
8s5
1w1
7
Bayern 2
5
23
19,0
2s1½
13w6
6s2
12w4
10s5½
8
Hamburg
4
27
19,0
3s1½
11w6
2s2
6w3
13s6½
9
Hessen 1
4
27
16,0
13s7½
12w4½
3s1½
2w1
4s1½
10
Rheinland-Pfalz
4
23
16,5
4w2
14s5
5w2
11s5
7w2½
11
Thüringen
4
17
19,5
5w2
8s2
13w7
10w3
14s5½
12
Niedersachsen
3
25
17,0
1w1½
9s3½
14w5½
7s4
5w2½
13
Saarland
2
17
9,5
9w½
7s2
11s1
14w4½
8w1½
14
Hessen 2
0
19
12,5
6s1
10w3
12s2½
13s3½
11w2½
MP = Mannschaftspunkte; MP2 = Summe der Mannschaftspunkte gegen alle Gegner
So wurden die Bayerinnen mit 9:1 Mannschaftspunkten und einem Mannschaftspunkt Vorsprung ungeschlagen Deutsche Meisterinnen der Landesverbände! Schleswig-Holstein erkämpfte sich sensationell mit 8:2 Punkten den zweiten Platz und bestätigte damit den Silberrang vom Vorjahr. Das Team aus NRW belegte Platz mit 7:3 Punkten Platz drei und konnte seine Siegesserie von drei Deutschen Meisterschaften in Folge nicht fortsetzen.
Die vier Spitzenbretter der Bayerinnen, angeführt von den beiden Nationalspielerinnen WGMHanna Marie Klek (4,5 aus 5) und WGM Jana Schneider (4 aus 5) ergänzt von WIM Yelyzaveta Hrebenshchykova (4,5 aus 5) und der talentierten Jugendlichen Jana Bardorz (4 aus 5), blieben in 20 Partien ungeschlagen und gaben nur 6 Remis ab. Mit diesem Quartett und auch mit den weiteren Brettern WIMNellya Vidonyak (4 aus 5), Margarethe Wagner (4,5 aus 5), WFM Maria Horvath (1 aus 5) und Vanessa Bräuer (4 aus 5) war Bayern der Konkurrenz überlegen und holte verdient den Titel.
Die Schleswig-Holsteinerinnen haben bewiesen, dass im hohen Norden in den letzten Jahren eine Hochburg des deutschen Frauenschachs entstanden ist. Zweimal Platz zwei hintereinander bei der DFMM-LV und vor allem der aktuelle Erfolg gegen NRW im direkten Duell sind eine deutliche Bestätigung hierfür. Das Team um die Braunfels-Evergreens Anke Freter und Britta Leib und die jungen Spielerinnen Lisa Sickmann, Inken Köhler, Katerina und Irina Bräutigam, Alexandra Mundt und Emily Rosmait ist das Überraschungsteam von Braunfels 2024.
Übrigens waren Anke und Britta schon jeweils über zwanzig Mal in Braunfels dabei! Nur Diana Skibbe aus Thüringen dürfte in dieser Statistik noch weiter vorne liegen, da sie fast immer mit von der Partie war, wie sich Anke und Britta erinnern.
Die diesmal unterlegenen Spielerinnen aus NRW werden im nächsten Jahr bestimmt alles versuchen, sich den Titel zurückzuholen.
Herzlichen Glückwunsch an die drei siegreichenTeams!
Veit Godoj
Jana Schneider (Bayern 1)
Veit Godoj
Lilian Schirmbeck (NRW; gegen Britta Leib, Schleswig-Holstein)
Veit Godoj
Bayern 1 gegen Berlin
Die Topleistung der Bayerinnen zeigt sich auch daran, dass sie in 6 von 8 Brettwertungen vorn liegen. Die besten Einzelergebnisse nach Brettern:
BRETT
SPIELERIN
MANNSCHAFT
PUNKTE
1
WGM Hanna Marie Klek
Bayern 1
4,5 aus 5
Karoline Gröschel
Rheinland-Pfalz
4,5 aus 5
2
Dora Peglau
Sachsen
4,5 aus 5
3
WIM Yelyzaveta Hrebenshchykova
Bayern 1
4,5 aus 5
4
Jana Bardorz
Bayern 1
4 aus 5
5
WIM Nellya Vidonyak
Bayern 1
4 aus 5
6
Margarethe Wagner
Bayern 1
4,5 aus 5
7
Lisa-Marie Möller
NRW
4 aus 5
8
Vanessa Bräuer
Bayern 1
4 aus 5
Sophia Scheiding
Thüringen
4 aus 5
Sebastian Swoboda von den gastgebenden Schachfreunden Braunfels gab im Interview bekannt, dass er, sein Verein und die Stadt Braunfels mit ihrer Infrastruktur auch im nächsten Jahr wieder bereit stehen werden, um das Traditionsturnier erneut auszutragen. Auf Wiedersehen in Braunfels 2025!