Stefan Martin
1. Vorsitzender des Vereins,
Teamchef des Bundesligisten SC Viernheim, erwartete für die zentrale Bundesliga-Runde im Februar 2024 in Viernheim „die halbe Weltklasse“ sowie die komplette deutsche Nationalmannschaft. In der Bundesliga als Mode-Ikone bekannt (u.a. eine Hose mit Schachbrettmuster). Wäre 2023 als Teamkapitän beim Mannschafts-Europacup in Albanien beinahe wegen einer zu bunten Hose nicht ins Turnierlokal gelassen worden. Strich Hikaru Nakamura im August 2025 aus dem Saisonkader, weil sich der US-Amerikaner laut Martin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fürs Kandidatenturnier 2026 qualifizieren und deshalb für das entscheidende Saisonfinale in Berlin nicht zur Verfügung stehen werde.
Vorsitzender und Mannschaftskapitän des SC Viernheim. Nominierte für den Europapokal der Vereine 2023 acht Großmeister aus dem Bundesligakader mit dem Ziel, um die Medaillen mitzuspielen. Bestand in der Mitgliederversammlung der Schachbundesliga darauf, dass an einer zentralen Runde in Viernheim alle Teams teilnehmen.
Vereinsphilosophie
Erklärte 2023 im Interview, Verlässlichkeit gehe beim SC Viernheim vor sportlichem Erfolg: In der Saison 2022/23 hielt der Club an der Zusage fest, allen Kaderspielern Einsätze zu geben, auch als daraus ein Zweikampf mit Baden-Baden um die Meisterschaft wurde. Legt Wert darauf, dass Profis sich als Mannschaftsspieler verstehen und etwa an den Vereinsblitzturnieren teilnehmen; ein Mäzen, der vor Spieltagen acht Großmeister einfliegen lässt, die im Verein niemand kennt, sei kein stabiles Konstrukt. Verpflichtete Hikaru Nakamura auch wegen dessen medialer Sichtbarkeit – Nakamura habe verstanden, dass ein Schachspieler Unternehmer in eigener Sache sei und dass Sponsoren Gegenleistungen erwarten.
Hält am Ziel breiter aufgestellter, stabiler Bundesligavereine mit Leuchtturmfunktion fest, auch nachdem die Liga das Verfahren um die Teilnahmevoraussetzungen verlor; das Urteil sei ein Zwischenschritt, der Rechtssicherheit schaffe. Als Weg zur Förderung Einheimischer schlägt er statt Herkunftsquoten die Ausbildung im eigenen Verein vor, wie sie Hamburg und Kiel praktizieren.


