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Mario Voigt

Jeden Tag eine Schachpartie: Ministerpräsident Mario Voigt (DWZ 1981)

Voigt klagt gegen Entzug seines Doktortitels

Quelle: DER SPIEGEL – „Thüringen: Mario Voigt klagt gegen TU Chemnitz wegen Aberkennung von Doktortitel“, 29.01.2026

Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident von Thüringen, will gerichtlich gegen die Entscheidung der Technischen Universität Chemnitz vorgehen, ihm den Doktorgrad zu entziehen. Er sagt, der „wissenschaftliche Kern“ seiner Arbeit sei nicht betroffen; beanstandet würden Stellen, die 2,58 Prozent der Wörter ausmachten.

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Die TU Chemnitz hält dagegen: Der Erweiterte Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät habe nach Auswertung der Unterlagen und Abwägung der Interessen einstimmig den Doktorgrad entzogen. Die Fakultät betont ihre Sorgfaltspflicht und verweist darauf, man habe sich auch mit einem externen Gutachten befasst.

Voigt wurde 2008 in Chemnitz promoviert. Thema seiner Dissertation: der US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 (George W. Bush gegen John F. Kerry). Vorwürfe zu unsauberer Arbeit kamen im Sommer 2024 auf, kurz vor der Landtagswahl. Die Uni habe für ihre Entscheidung mehr als anderthalb Jahre gebraucht.

Voigt kritisiert das Verfahren: Die Universität habe 2024 einen externen Gutachter beauftragt, der im Februar zu dem Ergebnis gekommen sei, ein Entzug sei nicht gerechtfertigt. Er fragt, warum die Uni diesem Gutachten nicht gefolgt sei und spricht von nachträglich geänderten „Spielregeln“. Seine Anwälte legten ein 187-seitiges Gutachten vor. Die Vorwürfe beträfen laut Anwälten vor allem, dass Quellen nicht im Original geprüft, sondern aus Sekundärliteratur übernommen worden seien; es gehe „überwiegend“ nicht um ungekennzeichnete Übernahmen. Sie behaupten, die Arbeit sei vollständig selbst verfasst.

Politisch reagieren die Koalitionspartner verständnisvoll: Katja Wolf (BSW) und Georg Maier (SPD) halten es für nachvollziehbar, dass Voigt den Rechtsweg nutzt. Beide sagen, die Koalition arbeite unabhängig davon weiter.

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