Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Hübner Year by Year

Der erste Band von "Hübner Year by Year" ist jetzt erschienen. Er behandelt die Jahre 1959-79. Hier klicken für eine Leseprobe.

Eine dreigeteilte Zusammenfassung der Leseprobe von Hübner Year by Year, Vol. I (1959–1979):

1. Vorwort von Tibor Karolyi

Tibor Karolyi stellt Robert Hübner als größten deutschen Spieler nach Emanuel Lasker dar, der über Jahrzehnte auf höchstem Niveau mitspielte. Besonders hebt er hervor, dass Hübner viermal Kandidat in den Weltmeisterschaftszyklen war und nahezu gegen alle Weltmeister und Spitzenspieler seiner Zeit antrat – von Smyslow, Tal, Petrosian, Spassky, Fischer, Karpov und Kasparov bis hin zu Kramnik, Topalov und Anand. Karolyi betont Hübners Vielseitigkeit: er sei sowohl Taktiker als auch Stratege, ohne auf einen klaren Stil festgelegt werden zu können. Überraschend findet er die enorme Zähigkeit Hübners in Endspielen – gegen Fischer, Karpov und Kasparov rettete er mehrfach scheinbar verlorene Stellungen. Karolyi schildert auch eigene Erinnerungen, etwa Hübners entscheidende Rolle im Kandidatenzyklus, die für die ungarischen Spieler ein Schock gewesen sei. Für ihn ist die Arbeit an Hübners Partien eine Fundgrube voller Schönheit und Lehrmaterial.

Werbung


2. Vorwort von Hans Renette

Hans Renette beschreibt zunächst seine eigenen frühen Eindrücke von Hübner – in den 1990er-Jahren sah er ihn noch als „langweiligen Remisspieler“. Erst später erkannte er die Bedeutung seines kometenhaften Aufstiegs: Vom vielversprechenden Jugendlichen in einem Land ohne Toptradition zum Interzonalsieger und Kandidaten mit 22 Jahren. Renette schildert Hübners frühe Leistungen in Athen und Rio, sein Aufeinandertreffen mit Petrosian – samt umstrittenem Ausgang – und seine anhaltende Präsenz in Interzonals bis 1979. Besonders betont er Hübners Sensibilität, die ihn anfällig machte für Kontroversen, aber auch seine Fähigkeit, selbst Weltmeistern wie Petrosian Niederlagen zuzufügen. Renette schildert, wie er während seiner Korchnoi-Forschungen direkten Kontakt zu Hübner hatte, der ihm acht E-Mails schrieb. Für ihn ist das Werk eine Gelegenheit, Hübners Partien neu zu entdecken und ihre Qualität zu würdigen.


3. Restlicher Inhalt der Leseprobe

Das Hauptteil des Buches ist chronologisch aufgebaut, beginnend mit den Jahren 1959–1962. Jede Jahressektion enthält Partien, ausführliche Analysen und historische Einbettung. Schon in den frühen Partien gegen deutsche Gegner zeigt Hübner sein aufstrebendes Talent. Ab Mitte der 1960er-Jahre treten internationale Begegnungen in den Vordergrund: Duelle gegen Timman, Petrosian, Karpov oder Spassky. Eingestreut sind Anekdoten, etwa von Raymond Keene, der Hübner in Essen kennenlernte und ihn als ehrgeizigen, lernhungrigen Menschen schildert – selbst beim Bowling oder Minigolf. Biografische Details fließen ein: Spannungen in der Familie, seine Rolle in deutschen Meisterschaften, gesundheitliche Probleme und die gleichzeitige Suche nach akademischer Laufbahn. Gegen Ende der 1970er-Jahre steht Hübner als feste Größe im internationalen Schach, mit Erfolgen in Zonen- und Interzonentunieren, aber auch mit den ersten Andeutungen jener Belastungen, die seine Karriere prägen.


Amazon-Klappentext:

Robert Hübner (1948-2025) was one of the world’s leading players in the 1970s-1980s, reaching four world championship candidates cycles. Widely recognised as Germany’s greatest chess player since Emanuel Lasker, he reached the candidates final against Korchnoi over the 1980-1981 New Year. He was ranked number 3 in the world in July 1981, behind only Karpov and Korchnoi.
Following the success of their year by year series on Korchnoi, the winning team of Tibor Karolyi (games analysis) and Hans Renette (biography) is back with a new multi-volume series on Robert Hübner. While less information is available on his life outside chess than with Korchnoi, Hans has managed to find several contemporary sources and to interview people who knew Hübner to compile an informative portrait of Hübner the man. Some information was provided by Robert himself, although he was clearly unwell by the time this project began. In volume one, which covers the period of 1959 to 1979, we read about the early part of his career, from child prodigy to world championship candidate in the 1970-1971 cycle, when he lost narrowly to Petrosian in the quarter-final, to his gold medal on first board at the 1972 Skopje Olympiad, and ending with his shared first place in the 1979 Rio de Janeiro Interzonal.
In this series, Tibor demonstrates in particular that Hübner was one of the world’s most resilient endgame players. He was one of very few players to draw with Fischer in a difficult endgame, and he saved many lost endgames, often at critical times: he even saved them against Karpov and Kasparov. We find that Hübner generally withstood tension well, but occasionally collapsed under pressure. Also, rarely for an elite player, he was equally comfortable playing both 1.e4 and 1.d4 throughout his career.
Opponents in the 159 games and samples instructively analysed by Tibor in volume one include world champions Karpov, Fischer, Spassky, Petrosian, Tal, and Smyslov, as well as many other players from the world and German elites. The book is supplemented by a selection of tournament photos.

Werbung