Dimo Werner (1952-2025)
Zitat von Conrad Schormann am 5. Januar 2026, 11:15 UhrIM Dimo Werner ist im August 2025 gestorben
Quelle: Deutscher Schachbund – „† Dimo Werner“, Dimo Werner, 4. Januar 2026 (inkl. Nachruf von Jürgen Brustkern)
Der Deutsche Schachbund meldet den Tod von IM Dimo Werner. Er starb bereits am 29. August 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Pflegeheim. Öffentlich wurde das erst später; Jürgen Brustkern, der ihn gut kannte, informierte den DSB.
Sportlich erinnert der DSB an Werners Einsätze für die Bundesrepublik: elf Länderspiele 1980 und 1983. 1980 spielte er in Rovinj am zweiten Brett hinter IM Eric Lobron, blieb in fünf Partien ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis) und die BRD gewann das Turnier vor Jugoslawien. Beim Mitropa-Cup 1983 in Linz wurde die BRD Zweiter hinter Jugoslawien; Werner spielte an Brett drei hinter IM Stefan Kindermann und Ralf Lau.
Im Nachruf beschreibt Brustkern Werners Weg: Aufgewachsen in Mainz, erste schachliche Prägung beim Verein Schott Mainz, trainiert vom mehrfachen Hessenmeister Wilhelm Schifferdecker. Werner wird als optimistisch und furchtlos geschildert. Als Beispiel nennt Brustkern den Sieg Werners am Spitzenbrett der Bundesliga gegen den damaligen WM-Kandidaten Dr. Robert Hübner am 8. Februar 1981 (75 Züge).
Anfang der 1990er beendete Werner laut Text seine Profi-Karriere (zuletzt Klub St. Ingbert in der 2. Bundesliga) und arbeitete im VIP-Bereich des Frankfurter Flughafens. Dort lernte er seine spätere Frau kennen; Anfang der 2000er zog er mit ihr nach Budapest. Zu seinem 50. Geburtstag kehrte er wieder intensiver ans Brett zurück und spielte regelmäßig die Turnierserie „First Saturday“.
Der Text schildert dann die gesundheitlichen Einschnitte: Im November 2008 erlitt Werner bei einem Turnier in Harkány einen schweren Schlaganfall und wurde notoperiert. Mit Unterstützung kam er später zurück nach Mainz, erhielt Unterkunft und Betreuung; erwähnt wird dabei Hilfe durch die Verwaltung und den früheren Bürgermeister Jens Beutel. Trotz der Folgen spielte Werner weiter Schach und trat in der Saison 2020/21 noch einmal für Schott Mainz in der 2. Bundesliga an. Wegen weiter nachlassender Gesundheit kam er 2024 in ein Pflegeheim, wo er Ende August 2025 starb.
IM Dimo Werner ist im August 2025 gestorben
Quelle: Deutscher Schachbund – „† Dimo Werner“, Dimo Werner, 4. Januar 2026 (inkl. Nachruf von Jürgen Brustkern)
Der Deutsche Schachbund meldet den Tod von IM Dimo Werner. Er starb bereits am 29. August 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Pflegeheim. Öffentlich wurde das erst später; Jürgen Brustkern, der ihn gut kannte, informierte den DSB.
Sportlich erinnert der DSB an Werners Einsätze für die Bundesrepublik: elf Länderspiele 1980 und 1983. 1980 spielte er in Rovinj am zweiten Brett hinter IM Eric Lobron, blieb in fünf Partien ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis) und die BRD gewann das Turnier vor Jugoslawien. Beim Mitropa-Cup 1983 in Linz wurde die BRD Zweiter hinter Jugoslawien; Werner spielte an Brett drei hinter IM Stefan Kindermann und Ralf Lau.
Im Nachruf beschreibt Brustkern Werners Weg: Aufgewachsen in Mainz, erste schachliche Prägung beim Verein Schott Mainz, trainiert vom mehrfachen Hessenmeister Wilhelm Schifferdecker. Werner wird als optimistisch und furchtlos geschildert. Als Beispiel nennt Brustkern den Sieg Werners am Spitzenbrett der Bundesliga gegen den damaligen WM-Kandidaten Dr. Robert Hübner am 8. Februar 1981 (75 Züge).
Anfang der 1990er beendete Werner laut Text seine Profi-Karriere (zuletzt Klub St. Ingbert in der 2. Bundesliga) und arbeitete im VIP-Bereich des Frankfurter Flughafens. Dort lernte er seine spätere Frau kennen; Anfang der 2000er zog er mit ihr nach Budapest. Zu seinem 50. Geburtstag kehrte er wieder intensiver ans Brett zurück und spielte regelmäßig die Turnierserie „First Saturday“.
Der Text schildert dann die gesundheitlichen Einschnitte: Im November 2008 erlitt Werner bei einem Turnier in Harkány einen schweren Schlaganfall und wurde notoperiert. Mit Unterstützung kam er später zurück nach Mainz, erhielt Unterkunft und Betreuung; erwähnt wird dabei Hilfe durch die Verwaltung und den früheren Bürgermeister Jens Beutel. Trotz der Folgen spielte Werner weiter Schach und trat in der Saison 2020/21 noch einmal für Schott Mainz in der 2. Bundesliga an. Wegen weiter nachlassender Gesundheit kam er 2024 in ein Pflegeheim, wo er Ende August 2025 starb.
Zitat von Conrad Schormann am 16. Januar 2026, 19:57 UhrEine Partie, die bleibt: Dimo Werner gegen Robert Hübner
Quelle: ChessBase.de – Johannes Fischer, 15. Januar 2026
ChessBase erinnert an Dimo Werner, der bereits im August 2025 gestorben ist, dessen Tod aber erst Anfang Januar öffentlich wurde. Im Mittelpunkt steht seine bekannteste Partie: der Sieg gegen Robert Hübner im Februar 1981, in der ersten Saison der eingleisigen Schach-Bundesliga.
Werner spielte damals für den TSV Schott Mainz. Die Saison verlief für ihn und den Verein insgesamt enttäuschend, doch der Erfolg gegen Hübner – zu dieser Zeit einer der besten Spieler der Welt – ragte heraus. Hübner selbst spielte für die SG Porz und blickte trotz dieser Niederlage auf eine starke Bundesliga-Saison zurück.
Der Beitrag zeichnet den historischen Kontext nach, ordnet die Partie sportlich ein und nutzt sie als stillen Nachruf. Über Werners Leben erfährt man wenig – umso stärker wirkt die Erinnerung daran, wie hoch sein spielerisches Niveau war.
Eine Partie, die bleibt: Dimo Werner gegen Robert Hübner
Quelle: ChessBase.de – Johannes Fischer, 15. Januar 2026
ChessBase erinnert an Dimo Werner, der bereits im August 2025 gestorben ist, dessen Tod aber erst Anfang Januar öffentlich wurde. Im Mittelpunkt steht seine bekannteste Partie: der Sieg gegen Robert Hübner im Februar 1981, in der ersten Saison der eingleisigen Schach-Bundesliga.
Werner spielte damals für den TSV Schott Mainz. Die Saison verlief für ihn und den Verein insgesamt enttäuschend, doch der Erfolg gegen Hübner – zu dieser Zeit einer der besten Spieler der Welt – ragte heraus. Hübner selbst spielte für die SG Porz und blickte trotz dieser Niederlage auf eine starke Bundesliga-Saison zurück.
Der Beitrag zeichnet den historischen Kontext nach, ordnet die Partie sportlich ein und nutzt sie als stillen Nachruf. Über Werners Leben erfährt man wenig – umso stärker wirkt die Erinnerung daran, wie hoch sein spielerisches Niveau war.

