Wie Schach im Mittelalter Juden, Muslime und Perser zusammenbrachte
Zitat von Conrad Schormann am 12. April 2026, 13:42 UhrSchach als mittelalterliche Brücke zwischen Kulturen
Quelle: All Israel News – „Eine Studie aus Cambridge zeigt, wie Schach im Mittelalter Juden, Muslime und Perser zusammenbrachte", veröffentlicht am 11. April 2026
Eine Historikerin der Universität Cambridge hat Belege dafür vorgelegt, dass Schach im Mittelalter als Mittel der interkulturellen Begegnung diente und Menschen verschiedener Herkunft als intellektuelle Gleichgestellte zusammenbrachte. Das berichtet All Israel News.
Dr. Krisztina Ilko hat Forschungsergebnisse veröffentlicht, die mittelalterliche Kunstwerke auswerten, auf denen Juden, Perser und Muslime gemeinsam Schach spielen. Laut Ilko ermöglichte das Spiel eine Interaktion jenseits sozialer Hierarchien: „Was zählte, war: Wer ist klüger? Wer kann gewinnen? Nicht: Wer ist mächtiger oder sozial überlegen?"
Schachbrett als Projektionsfläche für Vorstellungen von Rasse
Ilko stützt ihre Analyse auf persische und arabische Manuskripte sowie auf ein Werk aus dem 13. Jahrhundert, das König Alfons X. von Kastilien in Auftrag gegeben hatte. Die kontrastierenden Farben des Schachbretts und der Figuren hätten es mittelalterlichen Menschen ermöglicht, Vorstellungen von Hautfarbe und Rasse auf das Spiel zu projizieren. Eines der untersuchten Bilder zeigt einen weißen Geistlichen, der gegen einen schwarzen Spieler antritt und verliert.
Die Forscherin verweist auch auf das persische Epos Shahnama, das die Übermittlung des Schachspiels von Indien nach Persien unter Khosrow I. beschreibt. Die positive Darstellung des indischen Gesandten, dem die Einführung des Spiels zugeschrieben wird, stellte nach Ilkos Einschätzung die in der christlichen wie islamischen Welt verbreitete Privilegierung heller Hautfarbe in Frage.
Ilko weist darauf hin, dass Schach trotz dieser historischen Tradition in jüngerer Zeit erneut politisch umstritten ist. Nach der Islamischen Revolution 1979 war das Spiel im Iran zehn Jahre lang verboten. Auch nach seiner Wiedereinführung 1990 kam es wiederholt zu Konflikten, etwa als die iranische Schachföderation sich weigerte, gegen israelische Spieler anzutreten.
Automatisch KI-generierter Beitrag
Schach als mittelalterliche Brücke zwischen Kulturen
Quelle: All Israel News – „Eine Studie aus Cambridge zeigt, wie Schach im Mittelalter Juden, Muslime und Perser zusammenbrachte", veröffentlicht am 11. April 2026
Eine Historikerin der Universität Cambridge hat Belege dafür vorgelegt, dass Schach im Mittelalter als Mittel der interkulturellen Begegnung diente und Menschen verschiedener Herkunft als intellektuelle Gleichgestellte zusammenbrachte. Das berichtet All Israel News.
Dr. Krisztina Ilko hat Forschungsergebnisse veröffentlicht, die mittelalterliche Kunstwerke auswerten, auf denen Juden, Perser und Muslime gemeinsam Schach spielen. Laut Ilko ermöglichte das Spiel eine Interaktion jenseits sozialer Hierarchien: „Was zählte, war: Wer ist klüger? Wer kann gewinnen? Nicht: Wer ist mächtiger oder sozial überlegen?"
Schachbrett als Projektionsfläche für Vorstellungen von Rasse
Ilko stützt ihre Analyse auf persische und arabische Manuskripte sowie auf ein Werk aus dem 13. Jahrhundert, das König Alfons X. von Kastilien in Auftrag gegeben hatte. Die kontrastierenden Farben des Schachbretts und der Figuren hätten es mittelalterlichen Menschen ermöglicht, Vorstellungen von Hautfarbe und Rasse auf das Spiel zu projizieren. Eines der untersuchten Bilder zeigt einen weißen Geistlichen, der gegen einen schwarzen Spieler antritt und verliert.
Die Forscherin verweist auch auf das persische Epos Shahnama, das die Übermittlung des Schachspiels von Indien nach Persien unter Khosrow I. beschreibt. Die positive Darstellung des indischen Gesandten, dem die Einführung des Spiels zugeschrieben wird, stellte nach Ilkos Einschätzung die in der christlichen wie islamischen Welt verbreitete Privilegierung heller Hautfarbe in Frage.
Ilko weist darauf hin, dass Schach trotz dieser historischen Tradition in jüngerer Zeit erneut politisch umstritten ist. Nach der Islamischen Revolution 1979 war das Spiel im Iran zehn Jahre lang verboten. Auch nach seiner Wiedereinführung 1990 kam es wiederholt zu Konflikten, etwa als die iranische Schachföderation sich weigerte, gegen israelische Spieler anzutreten.
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