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Wie chess.com mehr Umsatz aus Werbung generieren will
Zitat von Conrad Schormann am 2. Mai 2026, 13:54 UhrChess.com überschreitet 250 Millionen Nutzer und will Werbegeschäft ausbauen
Adweek, 30. April 2026, Mark Stenberg
Chess.com hat im Februar die Marke von 250 Millionen registrierten Nutzern überschritten und baut nun sein direktes Werbegeschäft aus. Das berichtet Adweek. Werbung macht derzeit rund zehn Prozent des Umsatzes von 150 Millionen Dollar aus, etwa 88 Prozent entfallen auf Abonnements. Die Plattform zählt knapp zwei Millionen zahlende Abonnenten, mehr als die Hälfte davon im Diamond-Tier, das jährlich 119 Dollar kostet.
Strategiewechsel beim Werbegeschäft
Ab diesem Jahr baut Chess.com seine Direktvermarktung aus, entwickelt eine eigene Dateninfrastruktur für Zielgruppenansprache und reduziert die Abhängigkeit vom offenen programmatischen Markt. Den Anstoß dazu gab laut Mitgründer und CEO Danny Rensch der Private-Equity-Partner General Atlantic, der Ende 2021 einstieg. Rensch betont, dass die Nutzererfahrung dabei nicht beeinträchtigt werden soll: „We would never do anything that disrupts the sanctity of the game experience."
Die Plattform wirbt bei Luxusmarken mit dem kulturellen Prestige des Schachs. Sponsoring macht derzeit rund zwei Prozent des Umsatzes aus, soll aber durch Großereignisse wie die Schachweltmeisterschaft und den Speed Chess Championship wachsen. Rensch zufolge könnte das Werbegeschäft bis Jahresende einen niedrigen achtstelligen Dollarbetrag zum Umsatz beitragen.
Nutzerbasis und Formate
Monatlich spielen rund 38 Millionen Menschen auf der Plattform, täglich sind es knapp zehn Millionen aktive Nutzer. Im Februar wurden an einem einzigen Tag 25 Millionen Mensch-gegen-Mensch-Partien gespielt. Rund 70 Prozent der Nutzer sind eingeloggt, sie besuchen die Plattform durchschnittlich 17 Mal pro Monat bei etwa 15 Minuten pro Sitzung. Die zentralen Werbeformate sind mobile Video-Interstitials und Standard-Display-Anzeigen.
Der frühere Rolling Stone-CEO Gus Wenner sieht im Werbewachstum eine Chance, mahnt aber zur Zurückhaltung: Die Nutzererfahrung sei das stärkste Argument der Plattform und dürfe durch Werbung nicht beschädigt werden.
Chess.com überschreitet 250 Millionen Nutzer und will Werbegeschäft ausbauen
Adweek, 30. April 2026, Mark Stenberg
Chess.com hat im Februar die Marke von 250 Millionen registrierten Nutzern überschritten und baut nun sein direktes Werbegeschäft aus. Das berichtet Adweek. Werbung macht derzeit rund zehn Prozent des Umsatzes von 150 Millionen Dollar aus, etwa 88 Prozent entfallen auf Abonnements. Die Plattform zählt knapp zwei Millionen zahlende Abonnenten, mehr als die Hälfte davon im Diamond-Tier, das jährlich 119 Dollar kostet.
Strategiewechsel beim Werbegeschäft
Ab diesem Jahr baut Chess.com seine Direktvermarktung aus, entwickelt eine eigene Dateninfrastruktur für Zielgruppenansprache und reduziert die Abhängigkeit vom offenen programmatischen Markt. Den Anstoß dazu gab laut Mitgründer und CEO Danny Rensch der Private-Equity-Partner General Atlantic, der Ende 2021 einstieg. Rensch betont, dass die Nutzererfahrung dabei nicht beeinträchtigt werden soll: „We would never do anything that disrupts the sanctity of the game experience."
Die Plattform wirbt bei Luxusmarken mit dem kulturellen Prestige des Schachs. Sponsoring macht derzeit rund zwei Prozent des Umsatzes aus, soll aber durch Großereignisse wie die Schachweltmeisterschaft und den Speed Chess Championship wachsen. Rensch zufolge könnte das Werbegeschäft bis Jahresende einen niedrigen achtstelligen Dollarbetrag zum Umsatz beitragen.
Nutzerbasis und Formate
Monatlich spielen rund 38 Millionen Menschen auf der Plattform, täglich sind es knapp zehn Millionen aktive Nutzer. Im Februar wurden an einem einzigen Tag 25 Millionen Mensch-gegen-Mensch-Partien gespielt. Rund 70 Prozent der Nutzer sind eingeloggt, sie besuchen die Plattform durchschnittlich 17 Mal pro Monat bei etwa 15 Minuten pro Sitzung. Die zentralen Werbeformate sind mobile Video-Interstitials und Standard-Display-Anzeigen.
Der frühere Rolling Stone-CEO Gus Wenner sieht im Werbewachstum eine Chance, mahnt aber zur Zurückhaltung: Die Nutzererfahrung sei das stärkste Argument der Plattform und dürfe durch Werbung nicht beschädigt werden.



