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TG Biberach

Schachtalent aus Ertingen greift nach Europameisterschaft

Quelle: Schwäbische Zeitung – „Von Ana-Maria (18) wird man in Zukunft noch öfter hören", veröffentlicht am 1. August 2026

Die 18-jährige Ana-Maria Bursan aus Ertingen hat sich in kurzer Zeit als eine der auffälligsten Nachwuchsspielerinnen im deutschen Schach etabliert. Das berichtet Schwäbische Zeitung. Mit sieben Jahren begann sie das Spiel in einer Schul-AG und arbeitete sich seitdem über Landes- bis auf Bundesebene vor.

Den Einstieg in den organisierten Schachsport fand Bursan über die Schachfreunde Ertingen-Bad Buchau, wo sie als einzige Frau im Verein zunächst am einfachsten Brett begann und sich bis Brett eins vorarbeitete. Später wechselte sie zur TG Biberach, die sie nach einem Turniersieg abwarb, und spielt seither in der württembergischen Oberliga, der zweithöchsten Klasse in Württemberg.

Qualifikation für Kreta, Blick auf Deutsche Meisterschaft

Zu ihren bisherigen Erfolgen zählen der württembergische Vize-Jugendmeistertitel 2021, die Meisterschaft in derselben Klasse 2022, der Gewinn des Dähne-Pokals 2025 in Riedlingen sowie ein siebter Platz bei den Internationalen deutschen Frauen-Einzelmeisterschaften. Als persönlich größten Erfolg wertet sie den dritten Platz bei den Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen in diesem Jahr, mit dem sie sich für die Europameisterschaft auf Kreta qualifizierte.

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Als nächstes Ziel nennt Bursan die Deutsche Meisterschaft bei den Frauen im kommenden Jahr. Dafür muss sie sich zunächst in Stuttgart qualifizieren. Parallel plant sie, ihre Schach-AG in Ertingen fortzuführen und 2027 eine weitere in Bad Saulgau ins Leben zu rufen. Ihr Abitur legt die Schülerin im kommenden Jahr ab.

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Ana-Maria Bursan gewinnt württembergischen Titel in Ruit

Quelle: Deutscher Schachbund – „Neil Albrecht holt sich IM-Norm und Turniersieg – aber nicht den Titel in Württemberg.", 25. August 2026

Die 18-jährige Ana-Maria Bursan holte sich bei der Internationalen Offenen Deutschen Frauen-Einzelmeisterschaft in Ruit den württembergischen Landesmeistertitel. Mit 5,5 Punkten wurde sie Sechste des Turniers und beste Württembergerin; einzig gegen die lettische Turniersiegerin Ilze Berzina (7,5 Punkte) verlor sie. Das berichtet Deutscher Schachbund.

Der Erfolg brachte ihr 92 Elo-Punkte und die Qualifikation für das DSB-Kandidatinnen-Turnier im kommenden Sommer in Stuttgart. Beim Kandidatinnen-Turnier in Dresden war sie in diesem Jahr auf Platz 19 gelandet. „Da kann ich den Eindruck von Dresden korrigieren", sagte Bursan. Im Vorjahr hatte sie den Landestitel in Ruit nur wegen der Feinwertung verpasst. Als Nächstes steht für die Spielerin der TG Biberach 1847 die Jugend-Europameisterschaft ab 2. November auf Kreta an.

Albrecht mit Norm, Braun mit Titel

In der Meisterklasse der Württembergischen Einzelmeisterschaft gewann der 15-jährige Neil Albrecht mit sieben Punkten vor Eduardas Rozentalis und sicherte sich seine erste IM-Norm. Landesmeister wurde er nicht, weil er zum Münchner SC gewechselt war. Diesen Titel holte der Drittplatzierte Georg Braun, der Albrecht im direkten Duell unterlag.

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Ana-Maria Bursan: „Relativ zufrieden“ nach dem Titelgewinn

Quelle: Württemberg – „Ana-Maria Bursan: Meisterlicher Riesenschritt“, 25. August 2026, Karlheinz Vogel

Wer 92 Elo-Punkte gewinnt und Landesmeisterin wird, könnte jubeln. Ana-Maria Bursan zieht eine nüchterne Bilanz: Sie sei „relativ zufrieden“, denn zweimal habe sie gegen eine WIM auf Gewinn gestanden und den Punkt nicht geholt. Das schreibt Karlheinz Vogel.

Bei der Internationalen Offenen Deutschen Frauen-Einzelmeisterschaft in Ruit verlor die 18-Jährige nur gegen die spätere Turniersiegerin Ilze Berzina aus Lettland. Mit 5,5 Punkten und Rang sechs war sie beste Württembergerin, holte den Landestitel und qualifizierte sich für das DSB-Kandidatinnen-Turnier im Sommer in Stuttgart. Dort will sie den Eindruck von Dresden korrigieren, wo sie im selben Wettbewerb nur Platz 19 belegt hatte. Gefeiert wurde der Titel beim Abendessen mit der Familie – vor allem, weil sich ein Kreis schloss: Im Vorjahr hatte sie den Titel in Ruit nur nach Buchholz verpasst.

Vom Schulkurs zur eigenen Arbeitsgemeinschaft

Mit sieben Jahren kam sie über eine Grundschul-AG zum Spiel und brachte es anschließend ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder bei. In Ertingen kämpfte sie sich als einzige Spielerin ihres Vereins in die erste Mannschaft, in der Oberliga sammelte sie für die TG Biberach Erfahrung, und 2025 gründete sie selbst eine Schach-AG.

Am liebsten würde sie nach dem Abitur ein Schachjahr einlegen und vom Sport leben. „Aber ich bin Realistin“, sagt sie. Wahrscheinlicher ist ein Studium. Der nächste Prüfstein: die Jugend-EM ab 2. November auf Kreta.

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