Stefan Ristov
Zitat von Conrad Schormann am 25. Juli 2025, 11:04 UhrStefan Ristov: Premiere mit zehn Prozent Sehkraft
Quelle: Badische Neueste Nachrichten (Carolin Reisenauer, 23. Juli 2025)
Für Stefan Ristov ist Normalität das Ziel. Der 15-Jährige aus Bretten will nicht als Ausnahmefall gelten, sondern als Schachspieler wie jeder andere. Beim Nachwuchsturnier in Untergrombach trat er nun zu seinem ersten richtigen Schachturnier an – und das trotz nur zehn Prozent Sehkraft.
Ristov spielt mit einem Blindenschachbrett, ertastet die Figuren und verlässt sich auf die Ansagen seines Trainers Holger Horn, der die Züge des Gegners auf einem normalen Brett spiegelt. Für den Trainer ist das eine Herausforderung, weil er das Geschehen direkt vor Augen hat, aber sich nicht einmischen darf. Ziel ist, dass Ristov ohne Sonderbehandlung mitspielen kann.
Schach begleitet Ristov schon länger. Sein Vater und Großvater brachten ihm das Spiel bei. Ein Jahr lang spielte er in der sechsten Klasse, dann legte er eine Pause ein. Später kam der Ehrgeiz zurück. Als er seinen Vater besiegte, wollte er in den Verein. Seit einem Dreivierteljahr trainiert er beim SC Bretten – mit speziellem Brett, damit er die Figuren nicht versehentlich verschiebt.
In Untergrombach nahmen die Gegner – manche erst sechs Jahre alt – die besondere Situation gelassen hin. Zwischen den Runden sprach Ristov mit Vereinskollegin Elina Reiswich über Schule und Lehrer, ganz wie andere Jugendliche. Genau das, betont Horn, sei der Anspruch: dass der 15-Jährige Teil des normalen Spielbetriebs wird.
Seine Premiere endete erfolgreich. Ristov holte Platz drei und nahm einen Pokal mit nach Hause. Horn denkt bereits an die nächste Stufe: Ab Herbst könnte Ristov auch in einer Mannschaft spielen – wieder mit zwei Brettern, wieder mitten im normalen Wettkampfgeschehen.
Stefan Ristov: Premiere mit zehn Prozent Sehkraft
Quelle: Badische Neueste Nachrichten (Carolin Reisenauer, 23. Juli 2025)
Für Stefan Ristov ist Normalität das Ziel. Der 15-Jährige aus Bretten will nicht als Ausnahmefall gelten, sondern als Schachspieler wie jeder andere. Beim Nachwuchsturnier in Untergrombach trat er nun zu seinem ersten richtigen Schachturnier an – und das trotz nur zehn Prozent Sehkraft.
Ristov spielt mit einem Blindenschachbrett, ertastet die Figuren und verlässt sich auf die Ansagen seines Trainers Holger Horn, der die Züge des Gegners auf einem normalen Brett spiegelt. Für den Trainer ist das eine Herausforderung, weil er das Geschehen direkt vor Augen hat, aber sich nicht einmischen darf. Ziel ist, dass Ristov ohne Sonderbehandlung mitspielen kann.
Schach begleitet Ristov schon länger. Sein Vater und Großvater brachten ihm das Spiel bei. Ein Jahr lang spielte er in der sechsten Klasse, dann legte er eine Pause ein. Später kam der Ehrgeiz zurück. Als er seinen Vater besiegte, wollte er in den Verein. Seit einem Dreivierteljahr trainiert er beim SC Bretten – mit speziellem Brett, damit er die Figuren nicht versehentlich verschiebt.
In Untergrombach nahmen die Gegner – manche erst sechs Jahre alt – die besondere Situation gelassen hin. Zwischen den Runden sprach Ristov mit Vereinskollegin Elina Reiswich über Schule und Lehrer, ganz wie andere Jugendliche. Genau das, betont Horn, sei der Anspruch: dass der 15-Jährige Teil des normalen Spielbetriebs wird.
Seine Premiere endete erfolgreich. Ristov holte Platz drei und nahm einen Pokal mit nach Hause. Horn denkt bereits an die nächste Stufe: Ab Herbst könnte Ristov auch in einer Mannschaft spielen – wieder mit zwei Brettern, wieder mitten im normalen Wettkampfgeschehen.



