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Schweizer Schachbund: drei Neue im Vorstand

SSB-Delegiertenversammlung in Ittigen: Werner Hertzog, Peter Erismann und Silvio Bucher neu im Zentralvorstand

17.06.2023 19:12 von Markus Angst

Der neue SSB-Zen­tral­vor­stand (von links): Peter Eris­mann, Ruedi Far­ner, André Vögt­lin, Pra­b­i­tha Ur­wy­ler, Wer­ner Hert­zog, Urs Hirt, Sil­vio Bu­cher (auf dem Bild fehlt René Hir­zel, der aus fa­mi­liä­ren Grün­den nicht an der DV war).

ma - An der nicht ganz zwei­ein­halb Stun­den dau­ern­den, von 44 Sek­tio­nen und fünf Eh­ren­mit­glie­dern be­such­ten De­le­gier­ten­ver­samm­lung des Schwei­ze­ri­schen Schach­bun­des (SSB) im Haus des Sports in It­ti­gen wur­den Wer­ner Hert­zog, Peter Eris­mann und Sil­vio Bu­cher ohne Ge­gen­stim­men neu in den von sie­ben auf acht Mit­glie­der er­wei­ter­ten Zen­tral­vor­stand ge­wählt.

Der 63-jäh­ri­ge Wer­ner Hert­zog (Schach­klub Zol­lik­ofen) über­nimmt das Res­sort Fi­nan­zen. Er am­tier­te be­reits seit ver­gan­ge­nem Som­mer in­te­ri­mis­tisch für den zu­rück­ge­tre­te­nen Joe Brand. Der 67-jäh­ri­ge Peter Eris­mann (Schach­ge­sell­schaft Rie­hen) zeich­net neu für das Res­sort Spit­zen­sport ver­ant­wort­lich. Auch er war be­reits seit letz­tem Som­mer für den eben­falls zu­rück­ge­tre­te­nen An­dre­as Li­en­hard kom­mis­sa­risch im Amt. Der 36-jäh­ri­ge Sil­vio Bu­cher (Schach­ge­sell­schaft Lu­zern) lei­tet das neu­ge­schaf­fe­ne Res­sort Mar­ke­ting und Spon­so­ring, wird für den SSB nach­hal­ti­ge Mar­ke­ting-Struk­tu­ren auf­bau­en und den Be­reich Spon­so­ring be­treu­en.

Die fünf bis­he­ri­gen Zen­tral­vor­stands­mit­glie­der André Vögt­lin (60/Schach­klub Mut­tenz/Zen­tral­prä­si­dent), Pra­b­i­tha Ur­wy­ler (48/Schach­ge­sell­schaft Schwarz-Weiss Bern/Res­sort Tur­nie­re), René Hir­zel (58/Schach­ge­sell­schaft Win­ter­thur/Res­sort Nach­wuchs), Ruedi Far­ner (66/Schach­ge­sell­schaft Baden/Res­sort YourS­wiss­Ch­ess, Aus­bil­dung und Ver­bän­de) und Urs Hirt (54/Schach­klub Mut­tenz/Res­sort In­for­ma­tik und Kom­mu­ni­ka­ti­on) wur­den eben­falls op­po­si­ti­ons­los wie­der­ge­wählt.

Jah­res­rech­nung 2022 mit einem Plus von 103'922 Fran­ken

Wer­ner Hert­zogs Pre­mie­ren-DV stand unter einem guten Stern. Der neue Fi­nanz­chef konn­te gleich eine Jah­res­rech­nung 2022 prä­sen­tie­ren, die – dank Mehr­ein­nah­men und Min­der­aus­ga­ben – mit einem Plus von no­ta­be­ne 103'922 Fran­ken ab­schloss. Die Ein­nah­men lagen um 178'479 Fran­ken (+29 Pro­zent) über den­je­ni­gen des Vor­jah­res.

Der ZV mach­te des­halb Rück­stel­lun­gen für meh­re­re Pro­jek­te – so auch 70'000 Fran­ken für die neue Web­site, die nun ohne die be­fürch­te­te Bei­trags­er­hö­hung rea­li­siert wer­den kann. Auch für 2024 prä­sen­tie­ren sich die Fi­nan­zen rosig: Das Bud­get sieht einen Über­schuss von 47'810 Fran­ken vor.

Kein Wun­der, zog der wie­der­ge­wähl­te Zen­tral­prä­si­dent André Vögt­lin ein po­si­ti­ves Fazit sei­ner ers­ten zwei­jäh­ri­gen Amts­pe­ri­ode. «Wir sind gut un­ter­wegs und haben mit 6025 Mit­glie­dern so viele wie seit zwölf Jah­ren nicht mehr – und das wirkt sich na­tür­lich auch po­si­tiv auf un­se­re Fi­nan­zen aus.» André Vögt­lin be­dank­te sich bei den Klubs, die im Rah­men des Mit­glie­der­ge­win­nung-Pro­jekts Ge­ne­ra­ti­on CHess zahl­rei­che Ak­ti­vi­tä­ten or­ga­ni­sier­ten und damit viele Hob­by­spie­ler(innen) vom On­line-Schach ans Brett und in die Ver­ei­ne lock­ten.

Ge­ra­de in die­sem Be­reich «dür­fen wir», so Urs Hirt an die Adres­se der De­le­gier­ten, «nicht ruhen, denn das On­line-Po­ten­zi­al in der Schweiz ist rie­sig. Und der Ver­band muss wei­ter wach­sen, um seine fi­nan­zi­el­le Un­ab­hän­gig­keit be­wah­ren zu kön­nen.»

Li­zenz: es bleibt bei zwei «Frei­spie­len»

Zu reden gab an der har­mo­ni­schen DV nur ein Ge­schäft. Ak­tu­ell er­folgt bei SSB-Mit­glie­dern ohne Li­zenz erst nach der drit­ten Wer­tungs­par­tie eine kos­ten­pflich­ti­ge Um­wand­lung auf eine Jah­res­li­zenz. Mit an­de­ren Wor­ten: Für die erste und zwei­te Par­tie in der Schwei­ze­ri­schen Mann­schafts- und Grup­pen­meis­ter­schaft (SMM/SGM) braucht man keine Li­zenz.

Diese Re­ge­lung sei nicht mehr zeit­ge­mäss, fand der ZV und be­an­trag­te daher, dass man schon ab der ers­ten Par­tie an einem SSB-Event über eine Li­zenz ver­fü­gen müsse. Nach län­ge­rer Dis­kus­si­on wurde der ZV-An­trag je­doch mit 56:49 Stim­men ab­ge­lehnt, womit es bei der bis­he­ri­gen Re­ge­lung bleibt.

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