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Olga Babyi

Ukrainische Schachgroßmeisterin findet neue Heimat in Deutschland

Quelle: Deutscher Schachbund – „Für Deutschland zu spielen, wäre eine große Ehre.", veröffentlicht am 10. Juli 2026

Olga Babiy, ukrainische Schachgroßmeisterin mit dem Titel WGM, lebt seit ihrer Flucht aus der Ukraine im Februar 2022 in Bad Königshofen im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Das berichtet der Deutsche Schachbund. Damals hochschwanger, floh sie vor dem russischen Angriffskrieg zunächst nach Polen, bevor Jürgen Müller, Vereinschef des SC Bad Königshofen, sie persönlich abholte und aufnahm. Mittlerweile leben 15 Mitglieder ihrer Familie in der Stadt.

Babiy, die 2026 die Deutsche Schnellschachmeisterschaft gewann, startet beim Schachgipfel in Dresden in der Meisterklasse – als Nachrückerin für Elisabeth Pähtz, empfohlen von Bundestrainer Zahar Efimenko und Frauenschachreferentin Nadja Jussupow. Im Interview äußert sie den Wunsch, künftig auch für Deutschland spielen zu dürfen: „Es wäre eine große Ehre." Kontakt vom Bundestrainer habe sie bislang noch nicht erhalten.

Zwischen Ausbildung, Familie und Schachbrett

Neben dem Schach absolviert die 37-Jährige derzeit eine Ausbildung zur Bürokauffrau beim Bauunternehmen Weigand Bau. Zuvor hatte sie in der Ukraine Informatik studiert und als Schachausbilderin gearbeitet. In der Ukraine, wo ihr Vater Oleg Kalinin unter anderem der erste Trainer von Wassyl Iwantschuk war, hat Schach nach ihrer Einschätzung einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert als in Deutschland.

Ihren Verein SC Bad Königshofen, für den sie seit 2019 in der Frauen-Bundesliga spielt, bezeichnet Babiy als zweite Heimat. In der abgelaufenen Saison erzielte sie 8,5 Punkte aus neun Partien – ihre bislang beste Bundesligasaison. An einen Vereinswechsel denkt sie nach eigener Aussage nicht.

Automatisch KI-generierter Beitrag