Mihai Suba (1947-2025)
Zitat von Conrad Schormann am 27. Oktober 2025, 18:14 UhrMihai Suba gestorben
Quelle: Schachkicker – Gerald Hertneck, 26. Oktober 2025Der rumänische Großmeister Mihai Suba ist im Alter von 78 Jahren in Spanien gestorben, wo er zuletzt lebte und die Staatsbürgerschaft besaß. Suba begann erst mit 18 Schach zu spielen, wurde 1978 Großmeister und gewann dreimal die rumänische Meisterschaft. Internationale Erfolge feierte er unter anderem mit Turniersiegen in Dortmund, Berlin, Prag und Timișoara. 1988 floh er aus Rumänien nach England, spielte später wieder für Rumänien und seit 2017 für Spanien.
Suba gilt als einer der Pioniere der Igelstellung und als origineller Denker des modernen Positionsspiels. Seine Bücher Dynamic Chess Strategy (1991) und The Hedgehog (2000) gelten bis heute als Standardwerke strategischer Schachliteratur. Als Senior gewann er 2008 gemeinsam mit Larry Kaufman die Weltmeisterschaft und 2011 die Europameisterschaft.
Amazon-Klappentext zur Neuauflage von 2014:
In this enlarged edition of a modern classic (first published in 1991) on the battle of chess ideas, grandmaster Mihai Suba developed the concept of ?dynamic potential? in modern chess strategy. In improving your position on the board the old strategy principles often lead to conflicting conclusions. Suba takes another view on the meaning of, for example, ?bad positions? and ?quiet moves?, and uses a light touch to explain his ideas. With many entertaining and instructive examples the author explores ?the accumulation of potential? as the modern way to get the advantage. A thought-provoking and yet very practical guide.
Mihai Suba gestorben
Quelle: Schachkicker – Gerald Hertneck, 26. Oktober 2025
Der rumänische Großmeister Mihai Suba ist im Alter von 78 Jahren in Spanien gestorben, wo er zuletzt lebte und die Staatsbürgerschaft besaß. Suba begann erst mit 18 Schach zu spielen, wurde 1978 Großmeister und gewann dreimal die rumänische Meisterschaft. Internationale Erfolge feierte er unter anderem mit Turniersiegen in Dortmund, Berlin, Prag und Timișoara. 1988 floh er aus Rumänien nach England, spielte später wieder für Rumänien und seit 2017 für Spanien.
Suba gilt als einer der Pioniere der Igelstellung und als origineller Denker des modernen Positionsspiels. Seine Bücher Dynamic Chess Strategy (1991) und The Hedgehog (2000) gelten bis heute als Standardwerke strategischer Schachliteratur. Als Senior gewann er 2008 gemeinsam mit Larry Kaufman die Weltmeisterschaft und 2011 die Europameisterschaft.
Amazon-Klappentext zur Neuauflage von 2014:
In this enlarged edition of a modern classic (first published in 1991) on the battle of chess ideas, grandmaster Mihai Suba developed the concept of ?dynamic potential? in modern chess strategy. In improving your position on the board the old strategy principles often lead to conflicting conclusions. Suba takes another view on the meaning of, for example, ?bad positions? and ?quiet moves?, and uses a light touch to explain his ideas. With many entertaining and instructive examples the author explores ?the accumulation of potential? as the modern way to get the advantage. A thought-provoking and yet very practical guide.
Zitat von Conrad Schormann am 27. Oktober 2025, 18:56 UhrMihai Șuba (1947–2025)
Quelle: ChessBase – André Schulz, 27. Oktober 2025Der rumänisch-spanische Großmeister Mihai Șuba ist am 26. Oktober im Alter von 78 Jahren in Spanien gestorben. Geboren am 1. Juni 1947 in Bukarest, studierte er Mathematik und kam erst mit etwa 20 Jahren über das Bridgespiel zum Schach. Er lernte das Spiel in den Parks und im Universitätsschachklub der rumänischen Hauptstadt und entwickelte sich rasch zu einem der besten Spieler des Landes. 1975 erhielt er den Titel des Internationalen Meisters, 1978 wurde er Großmeister.
In den 1980er-Jahren zählte Șuba zur erweiterten Weltspitze. Er gewann Turniere in Dortmund, Berlin, Prag und Timișoara, spielte für Rumänien bei sechs Schacholympiaden und verpasste 1982 in Las Palmas als Dritter nur knapp den Einzug in die Kandidatenkämpfe. 1988 floh er während eines Turniers in London aus Rumänien und beantragte Asyl in Großbritannien. Nach der politischen Wende kehrte er zeitweise zurück, lebte später in Spanien, wo er 2017 die Staatsbürgerschaft erhielt und als Trainer arbeitete.
Șuba war für seine Sprachbegabung bekannt – er beherrschte sieben Sprachen, darunter Rumänisch, Russisch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Er galt als eigenständiger Denker und blieb dem Schach bis ins hohe Alter verbunden. Zuletzt lebte er allein in Spanien.
Mihai Șuba (1947–2025)
Quelle: ChessBase – André Schulz, 27. Oktober 2025
Der rumänisch-spanische Großmeister Mihai Șuba ist am 26. Oktober im Alter von 78 Jahren in Spanien gestorben. Geboren am 1. Juni 1947 in Bukarest, studierte er Mathematik und kam erst mit etwa 20 Jahren über das Bridgespiel zum Schach. Er lernte das Spiel in den Parks und im Universitätsschachklub der rumänischen Hauptstadt und entwickelte sich rasch zu einem der besten Spieler des Landes. 1975 erhielt er den Titel des Internationalen Meisters, 1978 wurde er Großmeister.
In den 1980er-Jahren zählte Șuba zur erweiterten Weltspitze. Er gewann Turniere in Dortmund, Berlin, Prag und Timișoara, spielte für Rumänien bei sechs Schacholympiaden und verpasste 1982 in Las Palmas als Dritter nur knapp den Einzug in die Kandidatenkämpfe. 1988 floh er während eines Turniers in London aus Rumänien und beantragte Asyl in Großbritannien. Nach der politischen Wende kehrte er zeitweise zurück, lebte später in Spanien, wo er 2017 die Staatsbürgerschaft erhielt und als Trainer arbeitete.
Șuba war für seine Sprachbegabung bekannt – er beherrschte sieben Sprachen, darunter Rumänisch, Russisch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Er galt als eigenständiger Denker und blieb dem Schach bis ins hohe Alter verbunden. Zuletzt lebte er allein in Spanien.
Zitat von Conrad Schormann am 21. November 2025, 12:22 UhrMihai Suba: Querdenker des „Hedgehog“, Stratege, Spätstarter
Quelle: Europe Échecs – „Hommage à Mihai Suba 1947–2025“ von Georges Bertola (20.11.2025)GM Mihai Suba ist am 26. Oktober 2025 gestorben. Europe Échecs würdigt ihn als eine der prägenden Figuren des rumänischen Schachs der 1980er-Jahre und als eigenständigen Denker am Brett.
Mehrfacher rumänischer Meister (1980, 1981, 1985), IM seit 1974, GM seit 1978: Suba kam spät zum Schach, begann als Mathestudent in Bukarest und spielte zunächst im Cismigiu-Park. Sein Höhepunkt war das Jahr 1982: Platz zwei beim zonalen Turnier in Băile Herculane, dann Platz drei beim Interzonenturnier in Las Palmas hinter Zoltán Ribli und Wassili Smyslow, vor Namen wie Petrosjan, Timman und Larsen – zeitweise lag er um Platz 20 der Welt. Bei der Olympiade 1982 in Luzern holte er am zweiten Brett für Rumänien das beste Ergebnis seiner Mannschaft, seine einzige Niederlage kassierte er gegen Garry Kasparow.
Politisch war er kein gläubiger Anhänger Ceaușescus. Ein Satz von ihm bleibt hängen: „Sie tun so, als würden sie mich bezahlen, ich tue so, als würde ich arbeiten.“ 1988 nutzte er das Lloyds Bank Masters zur Flucht nach England, spielte später kurz für die englische Nationalmannschaft und nach dem Sturz Ceaușescus wieder für Rumänien. In seinen letzten Jahren lebte er in Spanien und war dort seit 2017 gemeldet.
Berühmt wurde Suba vor allem durch sein Buch Dynamic Chess Strategy (1991). GM Luc Winants schrieb darüber, seit Nimzowitsch habe es kein so tiefes strategisches Werk mehr gegeben. Suba dachte Schach als dynamisches Gleichgewicht, in dem scheinbar „schlechtere“, aber flexible Stellungen oft mehr Zukunft haben als statische Plus-Stellungen.
Theoretisch verband man seinen Namen mit dem „Hedgehog“-System: die schwarze Bauernstellung mit …a6, …b6, …d6, …e6 und Figuren hinter der Bauernreihe. Bertola zeigt das an Subas berühmter Partie gegen Bent Larsen (Interzonal Las Palmas 1982) mit vielen Original-Kommentaren Subas – ein Beispiel, wie er passive Optik in aktive Gegenchancen verwandelte.
Als Senior blieb er stark: geteilte erste Platz beim Senioren-Weltmeisterschaft 2008 (Silber nach Stichwertung) und Senioren-Europameister 2011. Ein enger Freund, IM Neboisa Illijn, beschreibt ihn als außergewöhnlich starken Spieler mit feinem Stellungsgefühl, starker Kombinationsintuition – und als guten, warmherzigen Menschen.
Mihai Suba: Querdenker des „Hedgehog“, Stratege, Spätstarter
Quelle: Europe Échecs – „Hommage à Mihai Suba 1947–2025“ von Georges Bertola (20.11.2025)
GM Mihai Suba ist am 26. Oktober 2025 gestorben. Europe Échecs würdigt ihn als eine der prägenden Figuren des rumänischen Schachs der 1980er-Jahre und als eigenständigen Denker am Brett.
Mehrfacher rumänischer Meister (1980, 1981, 1985), IM seit 1974, GM seit 1978: Suba kam spät zum Schach, begann als Mathestudent in Bukarest und spielte zunächst im Cismigiu-Park. Sein Höhepunkt war das Jahr 1982: Platz zwei beim zonalen Turnier in Băile Herculane, dann Platz drei beim Interzonenturnier in Las Palmas hinter Zoltán Ribli und Wassili Smyslow, vor Namen wie Petrosjan, Timman und Larsen – zeitweise lag er um Platz 20 der Welt. Bei der Olympiade 1982 in Luzern holte er am zweiten Brett für Rumänien das beste Ergebnis seiner Mannschaft, seine einzige Niederlage kassierte er gegen Garry Kasparow.
Politisch war er kein gläubiger Anhänger Ceaușescus. Ein Satz von ihm bleibt hängen: „Sie tun so, als würden sie mich bezahlen, ich tue so, als würde ich arbeiten.“ 1988 nutzte er das Lloyds Bank Masters zur Flucht nach England, spielte später kurz für die englische Nationalmannschaft und nach dem Sturz Ceaușescus wieder für Rumänien. In seinen letzten Jahren lebte er in Spanien und war dort seit 2017 gemeldet.
Berühmt wurde Suba vor allem durch sein Buch Dynamic Chess Strategy (1991). GM Luc Winants schrieb darüber, seit Nimzowitsch habe es kein so tiefes strategisches Werk mehr gegeben. Suba dachte Schach als dynamisches Gleichgewicht, in dem scheinbar „schlechtere“, aber flexible Stellungen oft mehr Zukunft haben als statische Plus-Stellungen.
Theoretisch verband man seinen Namen mit dem „Hedgehog“-System: die schwarze Bauernstellung mit …a6, …b6, …d6, …e6 und Figuren hinter der Bauernreihe. Bertola zeigt das an Subas berühmter Partie gegen Bent Larsen (Interzonal Las Palmas 1982) mit vielen Original-Kommentaren Subas – ein Beispiel, wie er passive Optik in aktive Gegenchancen verwandelte.
Als Senior blieb er stark: geteilte erste Platz beim Senioren-Weltmeisterschaft 2008 (Silber nach Stichwertung) und Senioren-Europameister 2011. Ein enger Freund, IM Neboisa Illijn, beschreibt ihn als außergewöhnlich starken Spieler mit feinem Stellungsgefühl, starker Kombinationsintuition – und als guten, warmherzigen Menschen.
