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Marco Bode

Marco Bode will nicht Präsident des Deutschen Schachbunds werden. Das sagte der ehemalige Nationalspieler jetzt im „Schachtalk live“ der Chess-Tigers-Shops – freundlich, bestimmt, ohne Hintertürchen: „Ich fühle mich geehrt, dass du mir die Frage stellst, aber ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen, in einer solch exponierten Rolle im Schachsport Verantwortung zu übernehmen. Ich unterstütze Schach durch das Kinderprojekt und an anderen Stellen sehr gern." Funktionär im deutschen Schachsport? Danke, aber nein, danke. 

Stattdessen redete Bode über das, was er wirklich bewegen will: „Schach macht schlau“. Das Bremer Bildungsprojekt bringt seit 2018 eine Stunde Schach pro Woche in den Unterricht – für alle Kinder, nicht nur die AG-Affinen. Lehrkräfte lernen mit den Klassen, Kinder werden zu „Coaches“, Material und Software (u.a. Fritz & Fertig) kommen vom Verein. Ziel: Kompetenzen wie Konzentration, Planen, Fairness – und Spaß. Finanziert wird das Ganze rein aus Spenden; Schaufenster ist das Marktplatz-Fest mit bis zu 1.000 Kindern. „Wir möchten nur, dass es regelmäßig stattfindet – es soll ein Spiel bleiben und den Kindern Freude machen.“

Natürlich ging’s auch um Bodes persönliche Schachbiografie: Schul-AG, kurzer Vereinsflirt, bis heute viel Online-Blitz („fünf von sieben Tagen“), bei 10+0 stärker als im Blitz. Anekdote aus dem Mannschaftsbus? Blindschach gegen Andy Herzog und Wynton Rufer – „sie versuchten zu schummeln“. Und die berühmte Magath-Szene: Auf die Idee, gegen Bode zu spielen, soll Felix Magath trocken gefragt haben: „Glaubt ihr, es wäre gut für euch, wenn Marco mich schlägt?“ – Gespräch beendet.

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Über Werder Bremen sprach Bode als das, was den Klub jenseits des Fußballs ausmacht: Sportverein mit Schachabteilung, die identitätsstiftend wirkt und trotzdem immer wieder hart um Budgets ringen muss. Werder-Schach als Balance aus Talenten und punktuellen Verstärkungen – mit erstaunlich viel Identifikation im Profischach.

Marco Bode bringt „Schach macht schlau“ nach Knechtsteden
Quelle: dormago.de – „‚Schach macht schlau‘: Marco Bode beim Kongress im NGK“, 29. Oktober 2025

Ex-Nationalspieler Marco Bode stellt beim Deutschen Schulschachkongress (7.–9. November, Norbert-Gymnasium Knechtsteden) sein Bremer Bildungsprojekt „Schach macht schlau“ vor. Auftakt ist am Freitag, 7. November, 19:30 Uhr mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Friedrich-Spee-Saal (Eintritt frei).

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Kernpunkte Bodes:

  • Das Projekt wird vom Bremer Senat, der Bürgerschaft und zahlreichen Unternehmen getragen; Ziel ist, alle Bremer Grundschülerinnen und -schüler mit Schach zu erreichen und damit Bildungschancen und schulische Leistungen zu stärken.

  • ChessBase liefert mit „Fritz & Fertig“ die Unterrichtsmaterialien; Lehrkräfte wurden bereits umfassend geschult.

  • Rainer Woisin (ChessBase) erläutert, wie das Programm über die Initiative „Allianz für Schule plus“ in weitere Bundesländer übertragen werden soll.

  • Im Anschluss stehen Bode und Woisin für Fragen aus dem Publikum bereit.

Rahmen (kurz): Der 17. Schulschachkongress verzeichnet Rekordandrang (rund 200 Aktive inkl. Workshops und Schülertraining). Für das kostenlose Schülertraining am Samstag sind noch Anmeldungen möglich.

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