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Jay Bonin
Zitat von Conrad Schormann am 1. August 2026, 8:49 UhrDer Mann, der 40.000 Partien spielte
Quelle: Chess.com Blogs, „Jay Bonin: The Iron Man Of Chess Keeps Playing", Ray Linville
Ausdauer lässt sich in fast jeder Sportart in Zahlen fassen – im Baseball zählt man Cal Ripken Jrs. 2.632 aufeinanderfolgende Spiele über 16 Jahre, im American Football Brett Favres 297 Starts als Quarterback über 18 Jahre. Das schreibt Ray Linville. Im Schach jedoch existiert eine Zahl, die alle diese Vergleiche in den Schatten stellt: mehr als 40.000 Turnierpartien über 46 Jahre hinweg, gespielt von einem einzigen Mann.
Jay Bonin im Marshall Chess Club in New York City bei seinem Besuch im Oktober 2023. Foto:
Jay Kleinman via chess.comEin Titel aus den Comics, übertragen auf den Sport
Der Begriff „Iron Man" stammt ursprünglich aus der Unterhaltungsindustrie – die gleichnamige Marvel-Figur debütierte 1962 in amerikanischen Comics, der erste Kinofilm folgte 2008. Sportlegenden erhielten diesen Titel schon lange vor der Verfilmung, etwa Lou Gehrig, der 2.130 aufeinanderfolgende Baseball-Spiele bestritt, bis sein eigener Rekord später von Ripken übertroffen wurde.
Ein Internationaler Meister mit unvergleichlicher Bilanz
Der einzige ernsthafte Kandidat für diesen Titel im Schach ist Internationaler Meister Jay Bonin, der kürzlich in New York City seinen 71. Geburtstag feierte. In einem Podcast des U.S. Chess Federation schätzte er selbst seine Turnierpartienzahl auf rund 40.000. Die New York Times berichtete bereits 2012, dass die computergestützten Aufzeichnungen von U.S. Chess seit 1991 mehr als 3.300 Turniere auflisten, an denen Bonin teilnahm – wobei er in den 1980er-Jahren nachweislich ebenso häufig spielte, diese Partien aber nicht digital erfasst wurden. Mittlerweile führt U.S. Chess ihn mit über 4.000 gewerteten Turnieren, womit er wahrscheinlich mehr Partien bestritten hat als jeder andere Schachspieler in der Geschichte des amerikanischen Schachs. Sein bislang aktivstes Jahr war 2003 mit 2.267 gewerteten Partien am Brett, seine höchste Wertungszahl erreichte er im Juli 1986 mit 2455 Punkten. Über die Jahrzehnte hinweg blieb seine Gewinnquote konstant bei 70 Prozent oder darüber.
https://youtu.be/0muI87pCcsg
Siege gegen die Großmeister-Elite
Bonin rühmt sich, mehr Großmeister-„Skalps" gesammelt zu haben als jeder andere Internationale Meister. Seinen ersten holte er 1982 an seinem 27. Geburtstag, als er den achtfachen US-Meister Samuel Reshevsky bei der Continental Chess Association International mit Schwarz in 43 Zügen bezwang. Als sein „Mona-Lisa-Spiel" bezeichnet er einen Sieg gegen Großmeister Stefan Djuric beim World Open in Philadelphia 1986, in dem er die Stärke eines isolierten d-Bauern in einer Halb-Tarrasch-Variante des abgelehnten Damengambits meisterhaft nutzte. Bereits 1968 zwang er Robert Byrne, US-Meister von 1972 und WM-Kandidat 1974, mit taktischem Geschick zur Aufgabe, als dieser nur zwischen Matt und Damenverlust wählen konnte.
Der Ursprung der Serie
Seinen Ausdauerlauf begann Bonin 1980 im Chess Center of New York, wo täglich Turniere stattfanden. Bis heute bleibt er aktiv – auf Chess.com spielt er seit 2017 unter dem Nutzernamen @Boninknights und hat dort bereits mehr als 46.000 Online-Partien angesammelt.
Der Mann, der 40.000 Partien spielte
Quelle: Chess.com Blogs, „Jay Bonin: The Iron Man Of Chess Keeps Playing", Ray Linville
Ausdauer lässt sich in fast jeder Sportart in Zahlen fassen – im Baseball zählt man Cal Ripken Jrs. 2.632 aufeinanderfolgende Spiele über 16 Jahre, im American Football Brett Favres 297 Starts als Quarterback über 18 Jahre. Das schreibt Ray Linville. Im Schach jedoch existiert eine Zahl, die alle diese Vergleiche in den Schatten stellt: mehr als 40.000 Turnierpartien über 46 Jahre hinweg, gespielt von einem einzigen Mann.

Jay Bonin im Marshall Chess Club in New York City bei seinem Besuch im Oktober 2023. Foto:
Jay Kleinman via chess.com
Ein Titel aus den Comics, übertragen auf den Sport
Der Begriff „Iron Man" stammt ursprünglich aus der Unterhaltungsindustrie – die gleichnamige Marvel-Figur debütierte 1962 in amerikanischen Comics, der erste Kinofilm folgte 2008. Sportlegenden erhielten diesen Titel schon lange vor der Verfilmung, etwa Lou Gehrig, der 2.130 aufeinanderfolgende Baseball-Spiele bestritt, bis sein eigener Rekord später von Ripken übertroffen wurde.
Ein Internationaler Meister mit unvergleichlicher Bilanz
Der einzige ernsthafte Kandidat für diesen Titel im Schach ist Internationaler Meister Jay Bonin, der kürzlich in New York City seinen 71. Geburtstag feierte. In einem Podcast des U.S. Chess Federation schätzte er selbst seine Turnierpartienzahl auf rund 40.000. Die New York Times berichtete bereits 2012, dass die computergestützten Aufzeichnungen von U.S. Chess seit 1991 mehr als 3.300 Turniere auflisten, an denen Bonin teilnahm – wobei er in den 1980er-Jahren nachweislich ebenso häufig spielte, diese Partien aber nicht digital erfasst wurden. Mittlerweile führt U.S. Chess ihn mit über 4.000 gewerteten Turnieren, womit er wahrscheinlich mehr Partien bestritten hat als jeder andere Schachspieler in der Geschichte des amerikanischen Schachs. Sein bislang aktivstes Jahr war 2003 mit 2.267 gewerteten Partien am Brett, seine höchste Wertungszahl erreichte er im Juli 1986 mit 2455 Punkten. Über die Jahrzehnte hinweg blieb seine Gewinnquote konstant bei 70 Prozent oder darüber.
Siege gegen die Großmeister-Elite
Bonin rühmt sich, mehr Großmeister-„Skalps" gesammelt zu haben als jeder andere Internationale Meister. Seinen ersten holte er 1982 an seinem 27. Geburtstag, als er den achtfachen US-Meister Samuel Reshevsky bei der Continental Chess Association International mit Schwarz in 43 Zügen bezwang. Als sein „Mona-Lisa-Spiel" bezeichnet er einen Sieg gegen Großmeister Stefan Djuric beim World Open in Philadelphia 1986, in dem er die Stärke eines isolierten d-Bauern in einer Halb-Tarrasch-Variante des abgelehnten Damengambits meisterhaft nutzte. Bereits 1968 zwang er Robert Byrne, US-Meister von 1972 und WM-Kandidat 1974, mit taktischem Geschick zur Aufgabe, als dieser nur zwischen Matt und Damenverlust wählen konnte.
Der Ursprung der Serie
Seinen Ausdauerlauf begann Bonin 1980 im Chess Center of New York, wo täglich Turniere stattfanden. Bis heute bleibt er aktiv – auf Chess.com spielt er seit 2017 unter dem Nutzernamen @Boninknights und hat dort bereits mehr als 46.000 Online-Partien angesammelt.



