Holger Hansen
Zitat von Conrad Schormann am 28. November 2025, 10:29 UhrKlaus-Groth-Schule erhält Gold – Schach verändert den Schulalltag
Quelle: Kieler Nachrichten – „Deutsche Schachschule in Gold: Gütesiegel für Kieler Klaus-Groth-Schule“, Karen Schwenke, 26.11.2025 (für Abonnenten)
Die Klaus-Groth-Gemeinschaftsschule in Kiel ist die erste Schule Schleswig-Holsteins, die das Gütesiegel „Deutsche Schachschule in Gold“ bekommen hat. Der Weg dahin begann vor zehn Jahren, als Lehrer Holger Hansen in einer Projektwoche Schach anbot – ohne große Erwartungen. Die Resonanz war riesig. Heute ist das Spiel fest im Schulalltag verankert: wöchentliche Schachstunden für alle Fünftklässler, feste Schachpausen, Turniere in der Halle, sogar Unterwasserschach.
Bemerkenswert ist der soziale Kontext: Die Schule hat den höchsten Sozialindex im Land. Die Hälfte der Kinder spricht nicht Deutsch als Muttersprache, viele haben Förderbedarf. Gerade für diese Gruppe wirkt Schach stark. Hansen sieht, dass Konzentration, Selbstvertrauen und Anerkennung wachsen. Sprache spielt dabei keine Rolle. Er erzählt von einem Schüler, der kaum Deutsch sprach, im Unterricht mied und erst beim Schach sein Talent zeigen konnte – bis hin zum Sieg über den Lehrer.
Hansen arbeitet mit niedrigschwelligen Einstiegen, etwa Minispielen nur mit Bauern. Oft reicht das, um Schüler zu packen. Zwei Mädchen mit kaum Deutschkenntnissen lernten den Rest über YouTube. Schulleiter Christian Bornhalm spricht inzwischen von Schach als „Türöffner“ – gegen Unruhe, für Beziehungen, gegen Barrieren.
Die Schule investiert jedes Jahr rund 5000 Euro in das Programm. Die Auszeichnung in Gold bestätigt diesen Weg. Und wenn ein Schüler sagt: „Schach ist ja noch toller als Handy“, dann ist für Hansen klar, warum sich der Aufwand lohnt.
Klaus-Groth-Schule erhält Gold – Schach verändert den Schulalltag
Quelle: Kieler Nachrichten – „Deutsche Schachschule in Gold: Gütesiegel für Kieler Klaus-Groth-Schule“, Karen Schwenke, 26.11.2025 (für Abonnenten)
Die Klaus-Groth-Gemeinschaftsschule in Kiel ist die erste Schule Schleswig-Holsteins, die das Gütesiegel „Deutsche Schachschule in Gold“ bekommen hat. Der Weg dahin begann vor zehn Jahren, als Lehrer Holger Hansen in einer Projektwoche Schach anbot – ohne große Erwartungen. Die Resonanz war riesig. Heute ist das Spiel fest im Schulalltag verankert: wöchentliche Schachstunden für alle Fünftklässler, feste Schachpausen, Turniere in der Halle, sogar Unterwasserschach.
Bemerkenswert ist der soziale Kontext: Die Schule hat den höchsten Sozialindex im Land. Die Hälfte der Kinder spricht nicht Deutsch als Muttersprache, viele haben Förderbedarf. Gerade für diese Gruppe wirkt Schach stark. Hansen sieht, dass Konzentration, Selbstvertrauen und Anerkennung wachsen. Sprache spielt dabei keine Rolle. Er erzählt von einem Schüler, der kaum Deutsch sprach, im Unterricht mied und erst beim Schach sein Talent zeigen konnte – bis hin zum Sieg über den Lehrer.
Hansen arbeitet mit niedrigschwelligen Einstiegen, etwa Minispielen nur mit Bauern. Oft reicht das, um Schüler zu packen. Zwei Mädchen mit kaum Deutschkenntnissen lernten den Rest über YouTube. Schulleiter Christian Bornhalm spricht inzwischen von Schach als „Türöffner“ – gegen Unruhe, für Beziehungen, gegen Barrieren.
Die Schule investiert jedes Jahr rund 5000 Euro in das Programm. Die Auszeichnung in Gold bestätigt diesen Weg. Und wenn ein Schüler sagt: „Schach ist ja noch toller als Handy“, dann ist für Hansen klar, warum sich der Aufwand lohnt.
Zitat von Conrad Schormann am 29. Januar 2026, 21:46 UhrSchach als Unterricht – Lehrer Holger Hansen verändert den Schulalltag in Kiel
Quelle: SAT.1 REGIONAL – Beitrag über die Schachschule Kiel
An der Klaus-Groth-Schule in Kiel ist Schach kein AG-Angebot, sondern regulärer Unterricht. Einer der Treiber ist Holger Hansen, Mathelehrer und Schachlehrer an der Schule. Er erlebt täglich, wie stark das Spiel auf seine Schülerinnen und Schüler wirkt – gerade in einem Umfeld, in dem mehr als die Hälfte der Kinder zu Hause kein Deutsch spricht und viele aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen.
https://youtu.be/H0qvuvqkg3g
Hansen beschreibt Schach als Türöffner. Kinder, die im normalen Unterricht kaum auffallen oder als verhaltensauffällig gelten, gewinnen am Brett Ruhe, Konzentration und Selbstvertrauen. Plötzlich werden sie anders wahrgenommen – von Mitschülern wie von Lehrkräften. Über das gemeinsame Spiel entstehen Gespräche, Freundschaften und Motivation, Sprache zu nutzen. Für Hansen ist das ein zentraler Effekt: Der Wunsch, mit anderen zu spielen, schafft Anlässe zum Sprechen und Lernen.
Neben dem Unterricht organisiert Hansen in den Pausen sogenannte Schachpausen. Dann spielen Kinder aller Klassenstufen gegeneinander, teils sogar gegen Lehrkräfte. Diese offenen Runden bringen Begegnungen zustande, die es sonst nicht gäbe. Einige Talente, etwa Schüler wie Florian, entwickeln sich so stark, dass sie in Vereine wechseln, Turniere spielen und ambitionierte Ziele formulieren.
In der fünften Klasse steht Schach ein Jahr lang fest auf dem Stundenplan. Hansen vermittelt Grundregeln, strategische Prinzipien und Faustregeln – immer mit dem Anspruch, dass jedes Kind etwas mitnimmt, nicht nur schachlich. Der Erfolg des Modells hat sich herumgesprochen. Schulen und Schulleitungen aus anderen Regionen fragen nach, das Bildungsministerium ist eingebunden, Hansen wird als Ansprechpartner angefragt.
Für ihn geht es um mehr als Spielzüge. Schach soll Geduld lehren, Respekt, Planung und Selbstkontrolle. Dass Kinder dadurch ihr Verhalten ändern und im Unterricht besser ankommen, wertet Hansen als Bestätigung. Sein Ziel: Schach als Unterrichtsfach an mehr Schulen – und vielleicht den Grundstein für Karrieren zu legen, sportlich wie persönlich.
Schach als Unterricht – Lehrer Holger Hansen verändert den Schulalltag in Kiel
Quelle: SAT.1 REGIONAL – Beitrag über die Schachschule Kiel
An der Klaus-Groth-Schule in Kiel ist Schach kein AG-Angebot, sondern regulärer Unterricht. Einer der Treiber ist Holger Hansen, Mathelehrer und Schachlehrer an der Schule. Er erlebt täglich, wie stark das Spiel auf seine Schülerinnen und Schüler wirkt – gerade in einem Umfeld, in dem mehr als die Hälfte der Kinder zu Hause kein Deutsch spricht und viele aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen.
Hansen beschreibt Schach als Türöffner. Kinder, die im normalen Unterricht kaum auffallen oder als verhaltensauffällig gelten, gewinnen am Brett Ruhe, Konzentration und Selbstvertrauen. Plötzlich werden sie anders wahrgenommen – von Mitschülern wie von Lehrkräften. Über das gemeinsame Spiel entstehen Gespräche, Freundschaften und Motivation, Sprache zu nutzen. Für Hansen ist das ein zentraler Effekt: Der Wunsch, mit anderen zu spielen, schafft Anlässe zum Sprechen und Lernen.
Neben dem Unterricht organisiert Hansen in den Pausen sogenannte Schachpausen. Dann spielen Kinder aller Klassenstufen gegeneinander, teils sogar gegen Lehrkräfte. Diese offenen Runden bringen Begegnungen zustande, die es sonst nicht gäbe. Einige Talente, etwa Schüler wie Florian, entwickeln sich so stark, dass sie in Vereine wechseln, Turniere spielen und ambitionierte Ziele formulieren.
In der fünften Klasse steht Schach ein Jahr lang fest auf dem Stundenplan. Hansen vermittelt Grundregeln, strategische Prinzipien und Faustregeln – immer mit dem Anspruch, dass jedes Kind etwas mitnimmt, nicht nur schachlich. Der Erfolg des Modells hat sich herumgesprochen. Schulen und Schulleitungen aus anderen Regionen fragen nach, das Bildungsministerium ist eingebunden, Hansen wird als Ansprechpartner angefragt.
Für ihn geht es um mehr als Spielzüge. Schach soll Geduld lehren, Respekt, Planung und Selbstkontrolle. Dass Kinder dadurch ihr Verhalten ändern und im Unterricht besser ankommen, wertet Hansen als Bestätigung. Sein Ziel: Schach als Unterrichtsfach an mehr Schulen – und vielleicht den Grundstein für Karrieren zu legen, sportlich wie persönlich.