Die neue Schachszene in Großbritannien
Zitat von Conrad Schormann am 20. November 2025, 11:18 UhrJunge Briten entdecken Schach neu – zwischen Bar, Beats und Brett
Quelle: The Guardian – „Cocktails and checkmates“, Sinéad CampbellIn London, Birmingham und anderen Städten wächst eine neue Schachszene, die kaum an klassische Vereine erinnert. Im Mittelpunkt steht Yusuf Ntahilaja, der 2023 auf Brick Lane den „Knight Club“ gründete – eine Mischung aus Klubnacht und Schachtreff. Was mit acht Brettern begann, zieht heute bis zu 280 junge Leute an. Cocktails, DJs, dicht gedrängte Schachbretter – Schach als soziales Format.
Für viele Besucher ist es zu gleichen Teilen Spielen und Reden. Das Brett nimmt die Hürde der ersten Begegnung. Man setzt sich an einen Tisch, spielt gegen Fremde und kommt ins Gespräch, ohne den Druck klassischer Clubs. Diese Atmosphäre zieht auch Menschen an, die das Spiel gerade erst lernen.
Auch andere Orte greifen das Modell auf. In Birmingham baut Karan Singh mit seinem „Chesscafé“ eine ähnliche Szene auf. Parallel entsteht eine kleine Wettbewerbsebene: Im Knight Club organisieren Lucia Ene-Lesikar und andere eine Liga mit K.-o.-Runden für ambitionierte Spieler. Für sie ist es eine Mischung aus Community und Wettkampf – und eine Alternative zu Online-Schach.
Der Trend hängt an mehreren Faktoren: dem Pandemie-Boom im Internetschach, an popkulturellen Effekten wie „The Queen’s Gambit“ und an jungen Menschen, die soziale Räume suchen, die nicht Bar oder Club sein müssen. Ob daraus eine dauerhafte Bewegung wird, ist offen. Manche Besucher sprechen von einer Mode. Andere bleiben, weil sie merken, dass Schach hier nicht elitär wirkt, sondern niedrigschwellig und lebendig.
Junge Briten entdecken Schach neu – zwischen Bar, Beats und Brett
Quelle: The Guardian – „Cocktails and checkmates“, Sinéad Campbell
In London, Birmingham und anderen Städten wächst eine neue Schachszene, die kaum an klassische Vereine erinnert. Im Mittelpunkt steht Yusuf Ntahilaja, der 2023 auf Brick Lane den „Knight Club“ gründete – eine Mischung aus Klubnacht und Schachtreff. Was mit acht Brettern begann, zieht heute bis zu 280 junge Leute an. Cocktails, DJs, dicht gedrängte Schachbretter – Schach als soziales Format.
Für viele Besucher ist es zu gleichen Teilen Spielen und Reden. Das Brett nimmt die Hürde der ersten Begegnung. Man setzt sich an einen Tisch, spielt gegen Fremde und kommt ins Gespräch, ohne den Druck klassischer Clubs. Diese Atmosphäre zieht auch Menschen an, die das Spiel gerade erst lernen.
Auch andere Orte greifen das Modell auf. In Birmingham baut Karan Singh mit seinem „Chesscafé“ eine ähnliche Szene auf. Parallel entsteht eine kleine Wettbewerbsebene: Im Knight Club organisieren Lucia Ene-Lesikar und andere eine Liga mit K.-o.-Runden für ambitionierte Spieler. Für sie ist es eine Mischung aus Community und Wettkampf – und eine Alternative zu Online-Schach.
Der Trend hängt an mehreren Faktoren: dem Pandemie-Boom im Internetschach, an popkulturellen Effekten wie „The Queen’s Gambit“ und an jungen Menschen, die soziale Räume suchen, die nicht Bar oder Club sein müssen. Ob daraus eine dauerhafte Bewegung wird, ist offen. Manche Besucher sprechen von einer Mode. Andere bleiben, weil sie merken, dass Schach hier nicht elitär wirkt, sondern niedrigschwellig und lebendig.