Der Schachneurotiker
Zitat von Conrad Schormann am 17. Juli 2025, 22:15 UhrDer Blog "Schachneurotiker" macht auf das Hörspiel "Nahrungsaufnahme während der Zeitnotphase" von Helmut Krausser aufmerksam. Das Stück, das Krausser vor 20 Jahren schrieb und 2005 als Hörspiel gesendet wurde, war lange Zeit schwer auffindbar. Das hat sich nun geändert: http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Krausser_Nahrungsaufnahme.mp3
Das Hörspiel wird als ein "ungefiltertes hochneurotisches Selbstgespräch" beschrieben, das zartbesaitete Schachfreunde möglicherweise "erschrecken" könnte.
"Nahrungsaufnahme während der Zeitnotphase" ist ein 50-minütiges Gedankenprotokoll eines Schachspielers während der letzten Runde eines Turniers. Es wurde vom Hessischen Rundfunk unter der Regie von Niki Stein produziert, und die Hauptrolle sprach der bekannte Schauspieler Jan-Gregor Kremp. Das Hörspiel wurde von der ARD als eines der besten zehn Hörspiele des Jahres für den Hörspielpreis 2005 nominiert. Es gilt als witziges und selbstironisches Hörstück, das die Materie des Schachs mit großer Kenntnis beleuchtet.
Quelle: Blog "Schachneurotiker" (Publiziert am 15. Juli 2025)
Der Blog "Schachneurotiker" macht auf das Hörspiel "Nahrungsaufnahme während der Zeitnotphase" von Helmut Krausser aufmerksam. Das Stück, das Krausser vor 20 Jahren schrieb und 2005 als Hörspiel gesendet wurde, war lange Zeit schwer auffindbar. Das hat sich nun geändert: http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Krausser_Nahrungsaufnahme.mp3
Das Hörspiel wird als ein "ungefiltertes hochneurotisches Selbstgespräch" beschrieben, das zartbesaitete Schachfreunde möglicherweise "erschrecken" könnte.
"Nahrungsaufnahme während der Zeitnotphase" ist ein 50-minütiges Gedankenprotokoll eines Schachspielers während der letzten Runde eines Turniers. Es wurde vom Hessischen Rundfunk unter der Regie von Niki Stein produziert, und die Hauptrolle sprach der bekannte Schauspieler Jan-Gregor Kremp. Das Hörspiel wurde von der ARD als eines der besten zehn Hörspiele des Jahres für den Hörspielpreis 2005 nominiert. Es gilt als witziges und selbstironisches Hörstück, das die Materie des Schachs mit großer Kenntnis beleuchtet.
Quelle: Blog "Schachneurotiker" (Publiziert am 15. Juli 2025)
Zitat von Conrad Schormann am 25. August 2025, 17:09 UhrDer Blogeintrag „Dostojewski, Botticelli und Karel Gott – Als Schachmeister noch Typen waren“ (Schachneurotiker, 2008) ist eine nostalgische Rückschau auf das Schach der 1970er Jahre. Der Autor erinnert sich an seine Teilnahme an einer Hochschulmeisterschaft 1977 in St. Andreasberg, parallel zum Großmeisterturnier im benachbarten Bad Lauterberg, wo Stars wie Karpow, Hübner, Timman, Miles und Torre spielten.
Zitiert wird der Satiriker Eckhard Henscheid, der damals das Auftreten der neuen „flotten Antitypen“ im Schach beschrieb: Spieler wie Torre im Jeansanzug, Miles in Blue Jeans, Timman mit Botticelli-Haaren – Individualisten, die nicht nur Schach spielten, sondern auch Stil verkörperten. Im Kontrast dazu stand der „seriöse Musterknabe“ Karpow, der dennoch durch seine Aura faszinierte.
Besonders eindrücklich schildert der Text, wie stark Persönlichkeiten und Eigenarten – Schokolade bei Sosonko, Zigaretten bei Furman, Pils beim Turnierleiter – das Turnierambiente prägten. Sogar Karpows Bewegungen am Brett wurden damals in den Medien poetisch beschrieben: seine Pianistenfinger, sein Adamsapfel, seine scheue, leise Präsenz – mit Vergleichen zu Dostojewski oder Karel Gott.
Der Blogeintrag „Dostojewski, Botticelli und Karel Gott – Als Schachmeister noch Typen waren“ (Schachneurotiker, 2008) ist eine nostalgische Rückschau auf das Schach der 1970er Jahre. Der Autor erinnert sich an seine Teilnahme an einer Hochschulmeisterschaft 1977 in St. Andreasberg, parallel zum Großmeisterturnier im benachbarten Bad Lauterberg, wo Stars wie Karpow, Hübner, Timman, Miles und Torre spielten.
Zitiert wird der Satiriker Eckhard Henscheid, der damals das Auftreten der neuen „flotten Antitypen“ im Schach beschrieb: Spieler wie Torre im Jeansanzug, Miles in Blue Jeans, Timman mit Botticelli-Haaren – Individualisten, die nicht nur Schach spielten, sondern auch Stil verkörperten. Im Kontrast dazu stand der „seriöse Musterknabe“ Karpow, der dennoch durch seine Aura faszinierte.
Besonders eindrücklich schildert der Text, wie stark Persönlichkeiten und Eigenarten – Schokolade bei Sosonko, Zigaretten bei Furman, Pils beim Turnierleiter – das Turnierambiente prägten. Sogar Karpows Bewegungen am Brett wurden damals in den Medien poetisch beschrieben: seine Pianistenfinger, sein Adamsapfel, seine scheue, leise Präsenz – mit Vergleichen zu Dostojewski oder Karel Gott.
Zitat von Conrad Schormann am 13. September 2025, 10:00 UhrEuwe und Unzicker in Düsseldorf:
https://schachneurotiker.de/2025/09/11/max-euwe-und-wolfgang-unzicker-in-duesseldorf/
Euwe und Unzicker in Düsseldorf:
https://schachneurotiker.de/2025/09/11/max-euwe-und-wolfgang-unzicker-in-duesseldorf/
Zitat von Conrad Schormann am 23. Oktober 2025, 11:29 Uhr„Ist meine Luftgitarre richtig gestimmt?“ – neuer Blogeintrag beim Schachneurotiker
Quelle: Der Schachneurotiker, 20. Oktober 2025Im neuesten Beitrag seines Blogs greift der Schachneurotiker ein Bild aus Jonathan Rowsons Klassiker „Schach für Zebras“ auf: das Stimmen einer Luftgitarre als Sinnbild für innere Balance vor einer Partie. Ausgangspunkt ist die Selbstreflexion eines alternden Amateurs, der zwischen Ehrgeiz, Unsicherheit und der Suche nach Gelassenheit schwankt. Rowsons Gedanken über Konzentration ohne Verkrampfung, über „Schmetterlinge in Formation“ und das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Leichtigkeit ziehen sich als roter Faden durch den Text. Der Autor verbindet sie mit eigenen Erfahrungen und beschreibt das Bemühen, sich mental auf Schach einzustimmen – beharrlich, aber entspannt. Der Beitrag endet augenzwinkernd mit dem schlichten Nachsatz: „ps. Ich bemühe mich …“
Amazon-Klappentext:
Anders Denken über Schwarz und Weiß
Anstatt nur ein Bild der aktuellen Brettstellung zu zeigen, ist jedes Diagramm nun auch ein Link zu einem Lichess-Analysebrett dieser Stellung.
"Spieler jeder Spielstärke sollten von der Fülle von klar erklärten Ideen profitieren." - GM Luke McShane, Sunday ExpressJonathan Rowson, Author des hoch gepriesenen Buches Die sieben Todsünden des Schachspielers, untersucht drei Fragen, die für alle Schachspieler wichtig sind:
1) Warum ist es so schwierig seine Spielstärke zu verbessern?
2) Welche Art von mentaler Einstellung ist notwendig, um gute Züge in den unterschiedlichen Phasen der Partie zu finden?
3) Ist der Anzugsvorteil des Weißen ein Mythos, und macht es einen Unterschied, ob man mit Weiß oder mit Schwarz spielt?In einem eindrucksvollen originalen Werk macht Rowson von seinem akademischen Hintergrundwissen in Philosophie und Psychologie Gebrauch, um diese drei Fragen in einer unterhaltsamen und aufschlussreichen Weise zu beantworten. Dieses Buch hilft allen Spielern in ihrem Bestreben, sich zu verbessern und bietet neue Erkenntnisse in der Eröffnung und im frühen Mittelspiel.
Rowson präsentiert viele neue Ideen, z. B. wie Schwarz die frühe Initiative des Weißen am besten bekämpft, und wie er aus dem Informationsvorsprung, den er als Nachziehender erhält, Nutzen ziehen kann. Als Beispiel gibt er eine Situation, die er "Zugzwang Lite" nennt, die dann entstehen kann, wenn Weiß keine konstruktiven Züge mehr hat. Außerdem beschäftigt er sich eingehend mit den Theorien zweier Spieler, die sich in unterschiedlicher Weise für die schwarze Sache stark gemacht haben: Mihai Suba and Andras Adorjan.
Die Leser werden überdies mit einem "geistigen Werkzeugkasten" ausgestattet, der ihnen dabei helfen wird, viele typische Situationen am Brett mit größerem Erfolg zu bewältigen und eine Vielzahl psychologischer Fallen zu vermeiden.
"Rowsons Untersuchung von Schachpsychologie scheint fast eine Garantie zu sein, die praktischen Ergebnisse eines Spielers zu verbessern." - GM Ian Rogers, Canberra Times
Großmeister Jonathan Rowson ist der stärkste Spieler Schottlands und obendrein ein namhafter Schachautor. Im Jahre 2002 teilte er den 1. Platz im World Open und im Jahre 2004 gewann er das Großmeisterturnier in Hastings und wurde zum ersten Mal Britischer Meister. Diesen Titel konnte er im Jahre 2005 verteidigen. Er ist außerdem ein erfahrener Schachlehrer. Sein vorhergehendes Buch für Gambit Die sieben Todsünden des Schachspielers ist in der Schachpresse weithin gepriesen worden.
"Das Schöne an den Büchern von GM Jonathan Rowson ist, dass man immer das Gefühl hat, man hat jemanden gefunden, mit dem man sich gut über Schach unterhalten kann, auch wenn es mediumsbedingt eine etwas einseitige Kommunikation ist." - Fernando Offermann, Berliner Schachverband
"Ein originelles Essay über das Denken während der Partie, mit provokanten Thesen und vielen Ratschlägen. GM Jonathan Rowson ermuntert den Leser, sich mehr um das Können zu kümmern statt um noch mehr Wissen. Hemmende oder gar schädliche Denkgewohnheiten sollen durch erfolgsorientiertes Denken ersetzt werden. Denken wir besser dann spielen wir besser. Schach für Zebras ist die interessanteste Neuerscheinung 2005." - Dr. Erik Rausch, Rochade
„Ist meine Luftgitarre richtig gestimmt?“ – neuer Blogeintrag beim Schachneurotiker
Quelle: Der Schachneurotiker, 20. Oktober 2025
Im neuesten Beitrag seines Blogs greift der Schachneurotiker ein Bild aus Jonathan Rowsons Klassiker „Schach für Zebras“ auf: das Stimmen einer Luftgitarre als Sinnbild für innere Balance vor einer Partie. Ausgangspunkt ist die Selbstreflexion eines alternden Amateurs, der zwischen Ehrgeiz, Unsicherheit und der Suche nach Gelassenheit schwankt. Rowsons Gedanken über Konzentration ohne Verkrampfung, über „Schmetterlinge in Formation“ und das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Leichtigkeit ziehen sich als roter Faden durch den Text. Der Autor verbindet sie mit eigenen Erfahrungen und beschreibt das Bemühen, sich mental auf Schach einzustimmen – beharrlich, aber entspannt. Der Beitrag endet augenzwinkernd mit dem schlichten Nachsatz: „ps. Ich bemühe mich …“
Amazon-Klappentext:
Anders Denken über Schwarz und Weiß
Anstatt nur ein Bild der aktuellen Brettstellung zu zeigen, ist jedes Diagramm nun auch ein Link zu einem Lichess-Analysebrett dieser Stellung.
"Spieler jeder Spielstärke sollten von der Fülle von klar erklärten Ideen profitieren." - GM Luke McShane, Sunday Express
Jonathan Rowson, Author des hoch gepriesenen Buches Die sieben Todsünden des Schachspielers, untersucht drei Fragen, die für alle Schachspieler wichtig sind:
1) Warum ist es so schwierig seine Spielstärke zu verbessern?
2) Welche Art von mentaler Einstellung ist notwendig, um gute Züge in den unterschiedlichen Phasen der Partie zu finden?
3) Ist der Anzugsvorteil des Weißen ein Mythos, und macht es einen Unterschied, ob man mit Weiß oder mit Schwarz spielt?
In einem eindrucksvollen originalen Werk macht Rowson von seinem akademischen Hintergrundwissen in Philosophie und Psychologie Gebrauch, um diese drei Fragen in einer unterhaltsamen und aufschlussreichen Weise zu beantworten. Dieses Buch hilft allen Spielern in ihrem Bestreben, sich zu verbessern und bietet neue Erkenntnisse in der Eröffnung und im frühen Mittelspiel.
Rowson präsentiert viele neue Ideen, z. B. wie Schwarz die frühe Initiative des Weißen am besten bekämpft, und wie er aus dem Informationsvorsprung, den er als Nachziehender erhält, Nutzen ziehen kann. Als Beispiel gibt er eine Situation, die er "Zugzwang Lite" nennt, die dann entstehen kann, wenn Weiß keine konstruktiven Züge mehr hat. Außerdem beschäftigt er sich eingehend mit den Theorien zweier Spieler, die sich in unterschiedlicher Weise für die schwarze Sache stark gemacht haben: Mihai Suba and Andras Adorjan.
Die Leser werden überdies mit einem "geistigen Werkzeugkasten" ausgestattet, der ihnen dabei helfen wird, viele typische Situationen am Brett mit größerem Erfolg zu bewältigen und eine Vielzahl psychologischer Fallen zu vermeiden.
"Rowsons Untersuchung von Schachpsychologie scheint fast eine Garantie zu sein, die praktischen Ergebnisse eines Spielers zu verbessern." - GM Ian Rogers, Canberra Times
Großmeister Jonathan Rowson ist der stärkste Spieler Schottlands und obendrein ein namhafter Schachautor. Im Jahre 2002 teilte er den 1. Platz im World Open und im Jahre 2004 gewann er das Großmeisterturnier in Hastings und wurde zum ersten Mal Britischer Meister. Diesen Titel konnte er im Jahre 2005 verteidigen. Er ist außerdem ein erfahrener Schachlehrer. Sein vorhergehendes Buch für Gambit Die sieben Todsünden des Schachspielers ist in der Schachpresse weithin gepriesen worden.
"Das Schöne an den Büchern von GM Jonathan Rowson ist, dass man immer das Gefühl hat, man hat jemanden gefunden, mit dem man sich gut über Schach unterhalten kann, auch wenn es mediumsbedingt eine etwas einseitige Kommunikation ist." - Fernando Offermann, Berliner Schachverband
"Ein originelles Essay über das Denken während der Partie, mit provokanten Thesen und vielen Ratschlägen. GM Jonathan Rowson ermuntert den Leser, sich mehr um das Können zu kümmern statt um noch mehr Wissen. Hemmende oder gar schädliche Denkgewohnheiten sollen durch erfolgsorientiertes Denken ersetzt werden. Denken wir besser dann spielen wir besser. Schach für Zebras ist die interessanteste Neuerscheinung 2005." - Dr. Erik Rausch, Rochade
Zitat von Conrad Schormann am 7. November 2025, 14:12 UhrSchachregeln mit Humor: Ein Blick in den FIDE-Almanach von 1977/78
Quelle: Schachneurotiker.de – „Schach – Almanach 1977/1978“, slimslamDer Blogger entdeckt beim Sortieren seiner Sammlung den alten Schach-Almanach 1977/78 wieder – und stößt auf die damals gültigen FIDE-Spielregeln von 1975, übersetzt von Dr. W. Lauterbach. Mit augenzwinkernder Nostalgie beschreibt er, wie detailverliebt und bürokratisch die damaligen Vorschriften formuliert waren: von der genauen Königshöhe (8,5–10,5 cm) über das erlaubte Material der Figuren und Bretter bis hin zu ästhetischen Empfehlungen wie „nicht glänzend“ und „gefällig fürs Auge“. Neben den Regelwerken enthält der Almanach auch amüsante Zeitdokumente – etwa die Feststellung, dass bei Turnieren in den 1970er-Jahren „75 Prozent der Spieler Blue Jeans trugen und nur fünf Prozent eine Krawatte“. Ein nostalgischer Streifzug durch die Ära der Ingo-Zahlen, Hängepartien und Kettenraucher.
Schachregeln mit Humor: Ein Blick in den FIDE-Almanach von 1977/78
Quelle: Schachneurotiker.de – „Schach – Almanach 1977/1978“, slimslam
Der Blogger entdeckt beim Sortieren seiner Sammlung den alten Schach-Almanach 1977/78 wieder – und stößt auf die damals gültigen FIDE-Spielregeln von 1975, übersetzt von Dr. W. Lauterbach. Mit augenzwinkernder Nostalgie beschreibt er, wie detailverliebt und bürokratisch die damaligen Vorschriften formuliert waren: von der genauen Königshöhe (8,5–10,5 cm) über das erlaubte Material der Figuren und Bretter bis hin zu ästhetischen Empfehlungen wie „nicht glänzend“ und „gefällig fürs Auge“. Neben den Regelwerken enthält der Almanach auch amüsante Zeitdokumente – etwa die Feststellung, dass bei Turnieren in den 1970er-Jahren „75 Prozent der Spieler Blue Jeans trugen und nur fünf Prozent eine Krawatte“. Ein nostalgischer Streifzug durch die Ära der Ingo-Zahlen, Hängepartien und Kettenraucher.
Zitat von Conrad Schormann am 21. November 2025, 18:40 UhrJan Hein Donner und die große Kunst des Blitzschachs
Quelle: Der Schachneurotiker – „Blitz und Donner“, Blogbeitrag vom 19.11.2025
Der Autor blickt in sein Regal voller Lehrbücher und stellt ernüchtert fest, wie wenig Ertrag dieser Fleiß gebracht hat – bis er Jan Hein Donners Buch „The King – Chess Pieces“ herauszieht, eine Sammlung von Kolumnen, Bosheiten und Texten von 1950 bis 1985.
Er erinnert an Donners liebevoll-ätzende Schilderung des Blitzschachs jener Zeit: Blitz war kein ernstes Turnierformat, sondern „lightning games“ zum Abschalten nach langen Partien, mit Sprüchen, Lärm und Streit. Fast alle Topspieler machten mit, nur Mikhail Botvinnik lehnte diese „Spektakel“ ab.
Donner zeichnet bunte Figuren: Miguel Najdorf als lauter Gestikulierer mit dröhnendem Lachen, David Bronstein, der seine Angriffe mit russischen Kinderliedern untermalt, und Tigran Petrosian als „König der Blitzer“, sehr zum Ärger von Bobby Fischer, der auch im Blitz nicht verlieren konnte. Petrosian würzte seine Züge mit Zischlauten, Kopfschütteln nach jedem gegnerischen Zug und eleganten Handbewegungen.
Nicht nur Uhren litten, schreibt Donner, sondern auch Stühle: Kiebitze hingen über den Spielern, Rückenlehnen brachen, wenn jemand vor Staunen zu weit nach hinten kippte. Der Schachneurotiker schließt mit einem Augenzwinkern – und einem Verweis darauf, dass er Donner schon 2006 in einem eigenen Beitrag „besucht“ hat.
Jan Hein Donner und die große Kunst des Blitzschachs
Quelle: Der Schachneurotiker – „Blitz und Donner“, Blogbeitrag vom 19.11.2025
Der Autor blickt in sein Regal voller Lehrbücher und stellt ernüchtert fest, wie wenig Ertrag dieser Fleiß gebracht hat – bis er Jan Hein Donners Buch „The King – Chess Pieces“ herauszieht, eine Sammlung von Kolumnen, Bosheiten und Texten von 1950 bis 1985.
Er erinnert an Donners liebevoll-ätzende Schilderung des Blitzschachs jener Zeit: Blitz war kein ernstes Turnierformat, sondern „lightning games“ zum Abschalten nach langen Partien, mit Sprüchen, Lärm und Streit. Fast alle Topspieler machten mit, nur Mikhail Botvinnik lehnte diese „Spektakel“ ab.
Donner zeichnet bunte Figuren: Miguel Najdorf als lauter Gestikulierer mit dröhnendem Lachen, David Bronstein, der seine Angriffe mit russischen Kinderliedern untermalt, und Tigran Petrosian als „König der Blitzer“, sehr zum Ärger von Bobby Fischer, der auch im Blitz nicht verlieren konnte. Petrosian würzte seine Züge mit Zischlauten, Kopfschütteln nach jedem gegnerischen Zug und eleganten Handbewegungen.
Nicht nur Uhren litten, schreibt Donner, sondern auch Stühle: Kiebitze hingen über den Spielern, Rückenlehnen brachen, wenn jemand vor Staunen zu weit nach hinten kippte. Der Schachneurotiker schließt mit einem Augenzwinkern – und einem Verweis darauf, dass er Donner schon 2006 in einem eigenen Beitrag „besucht“ hat.

