Forum

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Oliver Biermann

Rollstuhlfahrer kämpft beim Schach um den Finaleinzug

Quelle: Deutscher Schachbund – „Mein großer Traum: Ich möchte ein Finale erreichen.", veröffentlicht am 26. März 2026

Oliver Biermann nimmt zum achten Mal an der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) teil – obwohl der 36-jährige Berliner im Rollstuhl sitzt und nicht sprechen kann. Das berichtet Deutscher Schachbund. Biermann erkrankte im Alter von drei Jahren am Hämolytisch-Urämischen Syndrom, das nacheinander Nieren, Bauchspeicheldrüse und Kleinhirn schädigte. Er kommuniziert über einen elektronischen Sprachcomputer, einen sogenannten Talker, mit dem er mithilfe eines Reflektorpunkts schreiben kann. Beim Turnier zeigt er seine Züge auf einem Schachbrett-Display an seinem Rollstuhl an – sein Assistent führt sie dann am Brett aus.

An seiner Seite ist beim Turnier in Travemünde Dario Mulas, 33 Jahre alt, persönlicher Assistent für Menschen mit Behinderung. Für ihn ist es das dritte Schachturnier gemeinsam mit Biermann. Die beiden reisen mit dem Zug an und teilen sich in der Regel eine Ferienwohnung. Die Kosten für die Assistenz werden über ein Budget des Landesamtes für Soziales und Gesundheit finanziert; Biermann kann seine Assistentenkräfte frei auswählen. Mulas beschreibt seinen Arbeitgeber als unkompliziert, fröhlich und aktiv.

Training mit Schachlehrer, Leidenschaft für Juventus Turin

Biermann betreibt den Schachsport mit großem Ernst. Nach jedem Turnier analysiert er die Partien gemeinsam mit seinem Schachtrainer. Das Spiel erlernte er im Alter von dreizehn Jahren von seinem Onkel; Turniere spielt er seit vier Jahren. Besonders die DSAM schätzt er wegen der Organisation und der Herzlichkeit beim Empfang. Sandra Schmidt, Turnierchefin der DSAM, hebt hervor, dass beim Turnier wirklich jeder mitspielen könne, unabhängig von einem Handicap.

Neben dem Schach gilt Biermanns zweite große Leidenschaft dem Fußballverein Juventus Turin. In der laufenden Saison besuchte er bereits fünf Spiele des Klubs. Zu den Auswärtsspielen in Turin reist er gemeinsam mit Mulas. Sein großes sportliches Ziel beim Schach formuliert Biermann klar: Er möchte eines Tages das Finale der DSAM erreichen.

Automatisch KI-generierter Beitrag

Fußballstar Yildiz trifft Berliner Schachspieler in Turin

Quelle: Deutscher Schachbund – „Fußballstar und Schachspieler: Kenan Yildiz trifft Oliver Biermann", veröffentlicht am 29. April 2026

Der Fußballprofi Kenan Yildiz von Juventus Turin hat sich in Turin mit dem Berliner Schachspieler Oliver Biermann getroffen. Das berichtet Deutscher Schachbund. Biermann, der beim SC Kreuzberg Schach spielt und an der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft teilnimmt, ist auf einen Rollstuhl angewiesen und kommuniziert mithilfe eines computergestützten Sprachgeräts, das er über einen Reflektor-Punkt an seiner Stirn steuert.

Den Anstoß für das Treffen gab ein Bericht auf der Website des Deutschen Schachbunds. Yildiz' Eltern, Beate Hackl-Yildiz und Engin Yildiz, lasen die Geschichte über den Berliner und veranlassten das Treffen. Biermann reiste zuvor bereits zum Auswärtsspiel von Juventus beim AC Milan in die Lombardei – obwohl er als glühender Juventus-Fan aus Berlin stammt.

Trikot mit Unterschriften aller Mitspieler

Das Treffen fand in einem Turiner Café statt. Neben Biermann und seiner Begleitung Yahya Hussein Idriss nahmen Yildiz und seine Eltern teil. Der 20-jährige Fußballprofi, der in Regensburg geboren wurde und in der Jugend beim FC Bayern spielte, brachte ein Trikot mit: Es war von allen Mitspielern in der Kabine des Mailänder San-Siro-Stadions unterschrieben worden. Yildiz äußerte sich positiv über die Begegnung: „Es war mir eine Freude, Oli zu treffen – und ich finde es wirklich klasse, wie er seine Träume rund um Schach und Fußball verwirklicht." Biermann selbst schrieb anschließend per WhatsApp: „Es war ein wirklich schöner Tag heute. Kenan war wirklich super sympathisch und total cool."

Yildiz räumte ein, dass er beim Schach nur die Grundregeln beherrscht und scherzhaft feststellte, Biermann würde ihn dort stets besiegen. Biermann selbst ist aktiver Turnierspieler und erkrankte im Alter von drei Jahren am Hämolytisch-Urämischen Syndrom. Beide wollen nach dem Treffen in Kontakt bleiben.

Automatisch KI-generierter Beitrag