New York 1924
Zitat von Conrad Schormann am 16. Februar 2026, 11:57 Uhr„New York 1924“: Aljechins kommentierte Chronik eines Jahrhundertturniers
Quelle: Chessreads
Alexander Alekhine, der wenige Jahre nach dem Turnier selbst Weltmeister werden sollte, kommentiert in „New York 1924“ sämtliche 110 Partien des damals stärksten und prestigeträchtigsten Wettbewerbs vor Beginn der modernen Schachära. Das schreibt Chessreads. Die besprochene Ausgabe ist eine moderne Neuauflage des ursprünglich 1925 erschienenen Werkes.
Die Partiesammlung wird als instruktiv und gut lesbar beschrieben. Die Anmerkungen bewegen sich auf Weltmeisterniveau, gelten aber nach heutigem Maßstab als zugänglich. Spieler mit einer Wertungszahl über 1600 Elo könnten den Analysen ohne größere Schwierigkeiten folgen.
Historische Bedeutung des Turniers
Das Turnier von 1924 versammelte drei Weltmeister – Emanuel Lasker, José Raúl Capablanca und Alexander Alekhine – sowie acht weitere führende Spieler ihrer Zeit. Gespielt wurde ein doppelrundiges Turnier über 22 Runden. Von 110 Partien endeten 72 mit einer Entscheidung, 38 remis. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Sieg von Richard Réti gegen Capablanca in Runde fünf, der eine achtjährige Ungeschlagenserie des Kubaners beendete.
Aufbau der Neuauflage
Die moderne Ausgabe enthält das historische Vorwort von Herman Helms, der das Turnier bereits 1925 einordnete, sowie eine Einführung von Mitorganisator Norbert L. Lederer, der Organisation, Finanzierung und Einladung der Teilnehmer schildert.
Alekhine kommentiert jede Runde mit einer Einordnung der Tabellenlage und der wichtigsten Partien. Jede einzelne Begegnung wird ausführlich analysiert. Neben strategischen und taktischen Erläuterungen widmet sich ein abschließendes Kapitel der damaligen Eröffnungstheorie.
Stil und Analyse
Alekhines Schreibstil wird als lebendig und instruktiv beschrieben. Er kommentiert auch eigene Fehler und verbindet sachliche Analyse mit gelegentlichen ironischen Bemerkungen.
Im Vorwort der Neuauflage hebt Andrew Soltis diese Mischung aus Objektivität und pointierter Formulierung hervor. Während strategische und endspielbezogene Erklärungen weiterhin als wertvoll gelten, seien die eröffnungstheoretischen Empfehlungen aus heutiger Sicht teils überholt.
„New York 1924“ umfasst 352 Seiten und dokumentiert ein Turnier, das als Meilenstein der Schachgeschichte gilt.
„New York 1924“: Aljechins kommentierte Chronik eines Jahrhundertturniers
Quelle: Chessreads
Alexander Alekhine, der wenige Jahre nach dem Turnier selbst Weltmeister werden sollte, kommentiert in „New York 1924“ sämtliche 110 Partien des damals stärksten und prestigeträchtigsten Wettbewerbs vor Beginn der modernen Schachära. Das schreibt Chessreads. Die besprochene Ausgabe ist eine moderne Neuauflage des ursprünglich 1925 erschienenen Werkes.
Die Partiesammlung wird als instruktiv und gut lesbar beschrieben. Die Anmerkungen bewegen sich auf Weltmeisterniveau, gelten aber nach heutigem Maßstab als zugänglich. Spieler mit einer Wertungszahl über 1600 Elo könnten den Analysen ohne größere Schwierigkeiten folgen.
Historische Bedeutung des Turniers
Das Turnier von 1924 versammelte drei Weltmeister – Emanuel Lasker, José Raúl Capablanca und Alexander Alekhine – sowie acht weitere führende Spieler ihrer Zeit. Gespielt wurde ein doppelrundiges Turnier über 22 Runden. Von 110 Partien endeten 72 mit einer Entscheidung, 38 remis. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Sieg von Richard Réti gegen Capablanca in Runde fünf, der eine achtjährige Ungeschlagenserie des Kubaners beendete.
Aufbau der Neuauflage
Die moderne Ausgabe enthält das historische Vorwort von Herman Helms, der das Turnier bereits 1925 einordnete, sowie eine Einführung von Mitorganisator Norbert L. Lederer, der Organisation, Finanzierung und Einladung der Teilnehmer schildert.
Alekhine kommentiert jede Runde mit einer Einordnung der Tabellenlage und der wichtigsten Partien. Jede einzelne Begegnung wird ausführlich analysiert. Neben strategischen und taktischen Erläuterungen widmet sich ein abschließendes Kapitel der damaligen Eröffnungstheorie.
Stil und Analyse
Alekhines Schreibstil wird als lebendig und instruktiv beschrieben. Er kommentiert auch eigene Fehler und verbindet sachliche Analyse mit gelegentlichen ironischen Bemerkungen.
Im Vorwort der Neuauflage hebt Andrew Soltis diese Mischung aus Objektivität und pointierter Formulierung hervor. Während strategische und endspielbezogene Erklärungen weiterhin als wertvoll gelten, seien die eröffnungstheoretischen Empfehlungen aus heutiger Sicht teils überholt.
„New York 1924“ umfasst 352 Seiten und dokumentiert ein Turnier, das als Meilenstein der Schachgeschichte gilt.
