Albert Becker
Österreicher, Kapitän und Spieler am vierten Brett der Mannschaft „Großdeutschlands“, die 1939 in Buenos Aires Deutschlands bis heute einzigen Sieg bei einer Schacholympiade errang. Mit dem „Anschluss“ Österreichs 1938 war er, wie Erich Eliskases, für die deutsche Auswahl verfügbar geworden. Als Kapitän verhandelte er über die Begegnungen gegen Polen, Frankreich und Palästina, die nach dem deutschen Überfall auf Polen nicht ausgetragen und kampflos 2:2 gewertet wurden. Sein Brief vom 5. Oktober 1939 an Max Blümich, den Chefredakteur der Deutschen Schachzeitung, dokumentiert nach Darstellung von PvB seine NS-nahe Haltung: Er bezeichnete die jüdischen Spieler Palästinas pauschal als „die Juden“ und Gegner Deutschlands als „Deutschfeinde“ und schloss mit „Heil Hitler!“. Wie die übrigen deutschen Olympiasieger von 1939 kehrte er nach dem Turnier nicht nach Deutschland zurück, sondern blieb in Argentinien.
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