Eine exklusive Englisch-Lektion

In Deutschland entscheiden sich nur wenige Spitzentalente, zumindest auszuloten, ob es sich lohnen könnte, auch beruflich auf die Karte Schach zu setzen. Und kaum jemand setzt diese Entscheidung so konsequent um wie Dmitrij Kollars.  2015 verließ Dmitrij das Gymnasium, um Schachprofi zu werden, ein im Freundes- und Bekanntenkreis wie in der Schachszene alles andere als unumstrittener … Eine exklusive Englisch-Lektion weiterlesen

Simplizissimus, Trash-TV und königlicher Spaß: das Schachphänomen KugelBuch

Nie in der gut neunjährigen Geschichte seines Youtube-Kanals hatte Niclas Huschenbeth den Zuschauern geraten, besser abzuschalten. Dann, am 6. April 2021, dieses: „Wer mit Anglizismen nichts anfangen kann, schaut besser nicht zu“, sagt der Großmeister zu Beginn eines Videos, in dem er eine Partie des Streamers KugelBuch analysiert. Gute zwölf Minuten und einige connectete Rooks … Simplizissimus, Trash-TV und königlicher Spaß: das Schachphänomen KugelBuch weiterlesen

Play Anish?

Pünktlich zur Wiederaufnahme des Kandidatenturniers ist Anish Giri in Top-Verfassung. Die Formkurve von Weltmeister Magnus Carlsen zeigt derweil steil nach unten. Aufschwung des einen und Niedergang des anderen hängen unmittelbar mit einem überraschenden Personalwechsel zusammen. Der einstige Carlsen-Coach Peter Heine Nielsen ist vom norwegischen ins niederländische Lager gewechselt. Obendrein steht Carlsens Play-Magnus-Gruppe vor einer feindlichen Übernahme. … Play Anish? weiterlesen

„MVL war auf Tilt“: Wijk-Rückblick mit Alexander Donchenko (II)

Jede Partie ausspielen. Bis zum Ende versuchen, Gewinnchancen zu kreieren. Diese Attitüde sei einer der Faktoren, die Magnus Carlsen so stark machen, sagt Alexander Donchenko. „Und das habe ich mir bei ihm abgeschaut.“ Auch beim Tata Steel Chess in Wijk an Zee, dem ersten Superturnier seiner Laufbahn, blieb Alexander Donchenko dieser Linie treu. Er hätte … „MVL war auf Tilt“: Wijk-Rückblick mit Alexander Donchenko (II) weiterlesen

Geldscheine im Pass deponiert: Wie Vlastimil Hort nach Deutschland flüchtete

200 Dollar Bestechungsgeld haben dem tschechoslowakischen Emigranten Vlastimil Hort 1985 die Reise nach Deutschland gesichert. Im „Perpetual Chess Podcast” hat der einstige WM-Kandidat jetzt die Geschichte seiner Emigration erzählt – und einige Geschichten mehr. Die Episode ist wegen Horts nicht ganz leicht zu verstehenden Englischs auch in Schriftform verfügbar. Mit dem Gedanken, aus dem Ostblock … Geldscheine im Pass deponiert: Wie Vlastimil Hort nach Deutschland flüchtete weiterlesen

Grischuk zum Kandidatenturnier: „Völlig unklar, ob das jemals beendet wird.“

Warum Maxime Vachier Lagrave sich in Wijk an Zee so schwer tut? Weil ihn das Kandidatenturnier beschäftigt. Zur Halbzeit führt der Franzose beim Ringen der WM-Kandidaten und hat damit beste Aussichten, Magnus Carlsens nächster Herausforderer beim gerade angekündigten WM-Match zu werden. Aber nun frage sich MVL, ob der Wettbewerb jemals beendet wird. Das ist eine … Grischuk zum Kandidatenturnier: „Völlig unklar, ob das jemals beendet wird.“ weiterlesen

Als Wolfram Bialas Boris Spasski vom Tennisspielen abhielt

Wolfram Bialas und seine Sindelfinger Mitspieler staunten nicht schlecht, als sie während der Schachbundesliga-Saison 1987/88 den Spielsaal in Solingen betraten. Ihnen begegnete ein gut gelaunter Boris Spasski, der kein Geheimnis aus seiner Absicht machte, an diesem Tag möglichst wenig Zeit am Schachbrett zu verbringen. Der Ex-Champion in Diensten der SG Solingen trug bereits seine Tennisklamotten. Am … Als Wolfram Bialas Boris Spasski vom Tennisspielen abhielt weiterlesen

Gelbe Karte für den Iran

Die 46. Schacholympiade 2024 wird in Ungarns Hauptstadt Budapest ausgetragen. Das ist einer der Beschlüsse der 91. FIDE-Generalversammlung, die in weiten Teilen im Zeichen eines möglichen Ausschlusses des iranischen Verbands aus der weltweiten Schachgemeinschaft stand. Weitere Beschlüsse: Der Schachverband der Isle of Man ist ab sofort Teil der FIDE, und Exweltmeister Boris Spassky ist ab … Gelbe Karte für den Iran weiterlesen

Stuttgarter Zeitung: Schach bleibt drin

Die wöchentliche Schachspalte in der Stuttgarter Zeitung und in den Stuttgarter Nachrichten bleibt erhalten, wenngleich in etwas kleinerem Format als bislang. Das bestätigte gestern Norbert Wallet dieser Seite, mit dem Journalistenpreis des Schachverbands Württemberg ausgezeichneter politischer Korrespondent des traditionsreichen Stuttgarter Blattes. Kaum hatte gestern Abend Wallet die frohe Botschaft verkündet, verbreitete sie schon Claus Seyfried, … Stuttgarter Zeitung: Schach bleibt drin weiterlesen

Großmeister werden, ein Kilo Gold gewinnen

Schach spielen lohnt sich. Speziell gilt das für den ersten Schweizer und die erste Schweizerin, die vor ihrem 20. Geburtstag Großmeister bzw. WGM werden. Als Preis für den Titel hat die Schweizer „Stiftung Fonds zur Förderung des Jugendschachs“ jetzt ein bzw. ein halbes Kilogramm Gold ausgesetzt. Ein Kilogramm Gold ist derzeit etwa 50.000 Euro wert. … Großmeister werden, ein Kilo Gold gewinnen weiterlesen

Der übermenschliche Schacherklärer – jetzt auch auf Deutsch

Wer bei Carlsen gegen Caruana besser steht, sehen wir auf einen Blick: Der Engine-Balken neben dem Live-Brett zeigt es an. Aber warum steht Carlsen besser? Welche Faktoren und Konzepte sind im Spiel, was droht, und was ist zu tun, um die Drohung abzuwehren? Das verrät uns der Engine-Balken nicht – und oft nicht einmal der … Der übermenschliche Schacherklärer – jetzt auch auf Deutsch weiterlesen

Elizabeth H., Elizabeth II. und die Übertragungsrechte für Schach

Übertragungsrechte. Wer hätte gedacht, dass dieser Begriff jemals zum regelmäßigen Teil der Schachberichterstattung wird? Zumal im Zusammenhang mit dem Verkauf dieser Rechte. Gerade erst hat Magnus Carlsens Unternehmensgruppe die Rechte für ihre Schachtour an Eurosport und das norwegische Fernsehen verkauft, nun lässt der Schach-Weltverband in Sachen Weltmeisterschaft und Kandidatenturnier aufhorchen. Die Übertragungsrechte dafür hat die … Elizabeth H., Elizabeth II. und die Übertragungsrechte für Schach weiterlesen

Die Briten, die Deutschen und das Schachbuch des Jahres 2020

Lang ist die Liste von bemerkenswerten Briten, die einflussreiche Werke über Schach verfasst haben. Weil die Briten etwas von Schachbüchern verstehen, ist die jährliche Kür des Buchs des Jahres des Englischen Verbands ECF von besonderem Interesse. 2020 hat es erstaunlicherweise kein Autor aus dem Vereinigten Königreich unter die Nominierten geschafft. Stattdessen eine Reihe von deutschen. … Die Briten, die Deutschen und das Schachbuch des Jahres 2020 weiterlesen