Suchergebnisse für: Lasker

  • Emanuel Lasker

    Schachweltmeister 1894–1921, geboren 1868. 1900 promovierte er in Erlangen. 1938 wurde ihm die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt, 1939 der Doktortitel. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellte im Juli 2026 fest, dass die Aberkennung von 1939 als NS-Unrecht nichtig war – Lasker hat den Titel damit rechtlich nie verloren.

  • Ein Beschluss, den Dr. Lasker nicht mehr erleben konnte

    Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat die während der NS-Zeit vollzogenen Aberkennungen von Doktorgraden offiziell für nichtig erklärt. Fakultätsräte und Senat fassten dazu anlässlich der Promoviertenfeier am 11. Juli einen Rehabilitationsbeschluss, der feststellt, dass die zwischen 1933 und 1945 vollzogenen, ideologisch begründeten Doktorgradentzüge gegen elementare Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit verstießen und von Anfang an unwirksam waren. Das…

  • Dr. Emanuel Lasker braucht seinen Doktortitel nicht neu. Er hat ihn ja noch.

    In der Schachkolumne der Zeit stand am Mittwoch, Emanuel Lasker werde am 11. Juli bei der Promoviertenfeier der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sein Doktortitel „wieder zuerkannt“. ChessBase übernahm die Darstellung tags darauf unter der Überschrift „Laskers Depromotion wird rückgängig gemacht“. Beides ist falsch. Weder macht die Universität am 11. Juli Depromotionen rückgängig, noch verleiht sie Titel neu….

  • Aufnahme aufgetaucht: Emanuel Lasker hat jetzt wieder eine Stimme

    Alle sind erstaunt, dass ich so gut auf Holländisch geredet habe, auch die Leute vom Radio“, schrieb Emanuel Lasker noch in der Nacht des 5. November 1935 seiner Frau Martha. Am Abend hatte er dem niederländischen Rundfunk ein Interview zum laufenden WM-Match zwischen Max Euwe und Alexander Aljechin gegeben – und das in der Landessprache….

  • Laskerpreis nach Löberitz

    Im „Laskerjahr“ 2018 war es nicht ganz einfach, keinen „Lasker“ zu gewinnen. Nach dem Gießkannenprinzip hat die „Emanuel Lasker Gesellschaft“ (ELG) alle üblichen Verdächtigen aus der Schachblase mit ihrem Preis ausgezeichnet, dem „Lasker“, der „herausragende Verdienste zur Förderung des Schachs als Kultur- und Bildungsgut“ würdigen soll. Alle üblichen Verdächtigen? Nein, zwei fehlten, Vlastimil Hort und…

  • Warum Lasker in Münster sitzt

    Zuletzt war die Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ über jüdische Sportler bis 1933 und danach im November 2020 in Bochum zu sehen. Jetzt, nach mehr als einem halben Jahr, ist sie wieder da. Bis zum 27. Juli finden Emanuel Lasker (1868-1941) und 16 weitere jüdische Sportler aus Deutschland auf dem Überwasserkirchplatz in Münster eine vorübergehende…

  • Wilhelm Steinitz

    Erster offizieller Schachweltmeister (1886-1894). Spielte 1886 gegen Johannes Zukertort das erste allgemein anerkannte WM-Match, das in New York, St. Louis und New Orleans ausgetragen wurde. Die Rapid- und Blitz-WM 2024 fand ebenfalls in New York statt, nach New York 1924 (legendäres Großmeisterturnier mit Lasker, Capablanca und Aljechin) sowie 1995 (Kasparov-Anand-WM, PCA) und 2016 (Carlsen-Karjakin-WM).

  • Zar Nikolaus II.

    Letzter russischer Zar. Soll 1914 im Rahmen des St. Petersburger Turniers den fünf Finalisten (darunter Emanuel Lasker und Alexander Aljechin) informell den Titel Großmeister verliehen haben – eine historisch umstrittene, aber oft als früher Meilenstein der Großmeistertitel-Geschichte gewertete Überlieferung, da die FIDE den Titel erst 1950 offiziell einführte.

  • Thomas Weischede

    Rechtsanwalt, Vorsitzender der Emanuel Lasker Gesellschaft, Mitinitiator der Berliner Erklärung gegen Ingrid Lauterbachs DSB-Präsidentschaft. Forderte im März 2026 per E-Mail an führende Funktionäre den Rücktritt des DSB-Präsidiums und die Wahl eines neuen Rechtsberaters, und warf Bundesrechtsberater Thomas Strobl vor, Gefälligkeitsstellungnahmen für das Präsidium abgegeben zu haben. War im Juli 2026 bei der Promoviertenfeier der Universität…

  • Aaron Nimzowitsch

    Lettisch-dänischer Schachtheoretiker und -meister, geboren am 7. November 1886 in Riga, gestorben am 16. März 1935 in Kopenhagen im Alter von 48 Jahren an einer Lungenentzündung. Einer der einflussreichsten Vordenker der hypermodernen Schachschule; sein Hauptwerk „Mein System“ popularisierte Konzepte wie Prophylaxe, Blockade und flexibles Zentrum. Galt zugleich als exzentrisch und laut dem Schachhistoriker Willy Hendriks…

  • Emmy Noether

    Mathematikerin, Tochter von Laskers Doktorvater Max Noether. Der Satz von Lasker-Noether trägt ihren Namen neben dem Emanuel Laskers; Ausgangspunkt war eine 1905 veröffentlichte Arbeit Laskers.

  • Richard Lutz

    Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, in seiner Jugend beim Schachverein Miesenbach als „Ricky“ bekannt. Sprach im Mai 2025 bei den Deutschen Meisterschaften in München im DSB-Interview darüber, wie ihn das Spiel geprägt habe: vorausdenken, unter Zeitdruck entscheiden, auch in schlechter Stellung nie aufgeben – Parallelen, die er auch auf die Bahnkrise (Investitionsrückstau über 100…

  • Albert Einstein

    Physiker. War ab 1927 mit Emanuel Lasker befreundet, mit dem er in Berlin regelmäßig über wissenschaftliche Fragen diskutierte. Bezeichnete Lasker 1928 als einen der stärksten Geister, denen er begegnet sei.

  • Rolf-Dietrich Beran

    Berliner Schachspieler. Schrieb Anfang 2025 für die Emanuel Lasker Gesellschaft, eine offizielle Wiederzuerkennung von Laskers Doktortitel stehe noch aus, und trug damit dazu bei, dass die Titelfrage 2026 erneut aufgegriffen wurde.