We, women chess players
Anfang August 2023 von französischen Spielerinnen veröffentlichter offener Brief, der sexuelle Gewalt im Schach anprangert, damit die Täter nicht länger ungestraft bleiben. Inzwischen von mehr als 100 Frauen unterzeichnet, darunter mehrere deutsche – Annmarie Mütsch, Alisa Frey, Emmilie König und Lilli Hahn – sowie die Schweizerin Lena Georgescu. Die Unterzeichnerinnen ermutigen andere Frauen, ihre Stimme zu erheben, damit sich „Angst und Schuld umkehren“. Entstand im Zuge der #MeToo-Debatte, die das Schach seit Februar 2023 erfasst hatte. Der Deutsche Schachbund wertete den Brief als „Alarmsignal“ und war laut PvB-Berichterstattung einer der wenigen nationalen Verbände, die überhaupt darauf reagierten. Nationalspielerin Josefine Heinemann unterzeichnete nicht, weil sie persönlich nicht betroffen ist, hält das Problem aber für klein- oder weggeredet.

