Schach-WM 2026
Weltmeisterschaftsmatch zwischen Titelverteidiger Gukesh Dommaraju und Herausforderer Javokhir Sindarov in Genf. Beim Datum gibt es eine Diskrepanz: Bei der Standortbekanntgabe Ende Juli 2026 nannte die FIDE 25. November bis 15. Dezember, im Reglement, das der FIDE-Rat am 23. August verabschiedete, steht 22. November bis 13. Dezember. Nach Lausanne 1998 (K.-o.-Weltmeisterschaft) und Brissago 2004 (klassisches WM-Match Kramnik-Leko) findet erneut eine Schachweltmeisterschaft in der Schweiz statt. Als Ausrichter benennt das Reglement formal die FIDE selbst, was offenlässt, wer die Kosten trägt; ein Match-Sponsor stand Ende August offiziell nicht fest. Gesamtbudget mindestens 8,5 Millionen Dollar, davon Preisfonds mindestens 2,5 Millionen – unverändert gegenüber 2024 – und eine FIDE-Gebühr von 1,1 Millionen Dollar.
Während der Preisfonds unverändert blieb, spart das Reglement 2026 an fast allem anderen: Die Honorare der Funktionäre sinken um rund ein Viertel, zwei Medienpositionen entfallen, das Preisgeld wird später ausgezahlt, und die Reisekostenhilfe für die Spielerteams wurde von fünf auf zwei Personen halbiert – samt Streichung der Suite für den Teammanager. Für die FIDE ist das WM-Match die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle; 2024 lieferte es rund 85 Prozent des gesamten Nettoertrags aus ihrem Turnierbetrieb.

