Rex Sinquefield
US-amerikanischer Mäzen, geboren 1944, Gründer des Saint Louis Chess Club (2008). Baute den Club zum Zentrum des US- und Weltschachs aus.
WM-Ambitionen für Saint Louis
Scheiterte 2018 mit dem Versuch, ein WM-Match von London nach Saint Louis zu verlegen (damals mit dem in St. Louis lebenden Fabiano Caruana als Herausforderer) – äußerte den Wunsch, dass aus der starken St.-Louis-Schachszene erneut ein WM-Herausforderer hervorgeht.
Sinquefield Cup und Carlsen-Niemann-Affäre
Bedauert öffentlich, dass der Name seines Sinquefield Cups mit der Carlsen-Niemann-Affäre 2022 verbunden bleibt; ließ als Reaktion striktere Sicherheitskontrollen und eine 30-minütige Übertragungsverzögerung einführen.
Ausbau des Clubs (2024/25)
Kündigte im August 2024, kurz vor seinem 80. Geburtstag, eine Erweiterung der Clubräume von rund 550 auf knapp 2800 Quadratmeter an (Baubeginn Mai 2024, coronabedingt verzögert) sowie eine 100.000-Dollar-Prämie für die ersten fünf neuen Frauen-Großmeisterinnen. Eröffnete im Oktober 2025 mit einem Kasparov-Anand-Schach960-Match die erweiterten, rund 3000 Quadratmeter großen neuen Clubräume.
Förderung
Fördert seit seiner Gründung Schulschach und vergibt über den von Jeanne Sinquefield gestifteten Cairns Chess Queens Award Preisgelder an neue US-Großmeisterinnen. Der ebenfalls von seinem Club ausgerichtete Cairns Cup, eines der stärksten Frauenturniere des Jahres, läuft zeitgleich mit dem Sinquefield Cup und mit deutlich kleinerem Preisfonds, was wiederkehrende Kritik an der Sichtbarkeit des Frauenturniers auslöst.


