Rasmus Svane
Deutscher Großmeister und Nationalspieler, älterer Bruder von Frederik Svane. Spielt in der Nationalmannschaft am zweiten Brett, wohin ihn Jan Gustafsson mit dem erklärten Kalkül gestellt hatte, Partien gegen starke Gegner „wegzuremisieren, während die anderen punkten“ – eine Rolle, die er annimmt, ohne den eigenen Gewinnanspruch aufzugeben. Aktivensprecher der deutschen Spielerinnen und Spieler.
Karriere
Hatte beim Grand Swiss 2023 in der ersten Runde Hikaru Nakamura mit Schwarz an der Angel; Nakamura räumte später öffentlich ein, platt gestanden zu haben. Svane beendete das Turnier mit 5,5 aus 11 bei einer Performance von knapp 2630 – eine Folge der Auslosung, die ihm bei 50 Prozent oder darüber regelmäßig die stärksten Gegner zuteilte.
Teilte sich zum Nominierungsstichtag am 1. September 2023 mit exakt 2641 Elo den vierten Ranglistenplatz mit Dmitrij Kollars, eine Konstellation, die Bundestrainer Jan Gustafsson auflösen musste. Erfüllte bei der Mannschafts-EM im November seine Rolle am zweiten Brett und gewann zusätzlich gegen Jules Moussard, der vor der Partie demonstrativ von Brett zu Brett gegangen war, um alle deutschen Spieler per Handschlag zu begrüßen. Lag beim German Masters in Rosenheim vor der Schlussrunde punktgleich an der Spitze, blieb zum Abschluss aber ohne Sieg.
War im April 2026 auf Zypern Vor-Ort-Sekundant für WM-Kandidat Matthias Blübaum – zuständig für Feintuning, Gegnervorbereitung und vor allem, nach eigener Aussage, für ruhige Ausstrahlung; die Tätigkeit musste er bis zum Turnierende geheim halten. Gewann bei der Deutschen Meisterschaft 2026 in Dresden die Blitzmeisterschaft.
Als Aktivensprecher
Bestätigte 2024, dass ChessBase Anfang des Jahres nach einem Konflikt mit dem DSB die kostenlose Software- und Datenbankversorgung der Nationalkader beendet hatte; für die Gegnervorbereitung sei vor allem die Mega-Datenbank wichtig gewesen.


