Nu Datenautomaten
Österreichische Softwarefirma, von der der Deutsche Schachbund ab 2023 seine neue Mitglieder- und DWZ-Verwaltung bezieht: die Mitgliederverwaltung NuLiga light als Nachfolgerin von MIVIS und NuDWZ, das die bisherige DWZ-Software DeWIS ablösen soll.
Auftragsvergabe
Das Projekt begann unter DSB-Präsident Ullrich Krause mit einer Arbeitsgruppe, die sich nach Darstellung von PvB von Beginn an auf die Firma festlegte. Kostengünstigere Alternativen, etwa eine Lösung auf Basis von Open-Source-Komponenten, standen bald nicht mehr zur Debatte; mindestens ein Mitglied verließ die Arbeitsgruppe deshalb. Ein von einem Funktionär vorgeschlagener Anbieter aus Rostock schied sofort aus, weitere Kandidaten gab es nicht. Laut PvB-Berichterstattung verdiente der Vorgang die Bezeichnung Ausschreibung allenfalls bedingt, weil eine Marktsichtung mit Vergleichsangeboten nicht erkennbar war.
Das Auftragsvolumen wuchs im Lauf des Verfahrens auf nach damals bekannten Zahlen mehr als 250.000 Euro einschließlich fünf Jahren Miete – der mutmaßlich größte Auftrag in der Geschichte des Verbands, vergeben in dem Jahr, in dem dessen Finanzlage offenbar wurde. Anfang 2023 verzögerte sich die Unterzeichnung mehrfach, unter anderem weil das alte Präsidium aus Haftungssorge nicht mehr unterschreiben wollte. Der 2023 eingesetzte Finanzuntersuchungsausschuss des DSB aus Alexander von Gleich und Matthias Kierzek nahm den Vorgang neben den Verbandsfinanzen in seine Prüfung auf.


