ISCF

International School Chess Federation, 2024 von Timur Turlov der FIDE-Generalversammlung in Budapest vorgestellt und dort sofort als angeschlossene FIDE-Organisation aufgenommen. Turlov kündigte damals an, es werde „am Anfang eine private Gesellschaft“ sein und später eine mitgliederbasierte Föderation daraus werden; Arkady Dvorkovich erklärte, die Details könnten später beschlossen werden.
Zwei Jahre später stellte der frühere FIDE-Kommunikationschef David Llada fest, dass sich auf der ISCF-Website keine Angaben zu Satzung, Vorstand, Mitgliederversammlung oder Rechnungslegung finden; die Organisation operiert ohne erkennbare Rechtsform, und wer intern Führung und Finanzen kontrolliert, ist unklar.
PvB ordnet die Konstruktion als Umgehung der FIDE-Wahlordnung ein, die Kandidaten größere Geschenke an Delegierte verbietet: Über die ISCF kann Turlov Delegierten und Verbandspräsidenten Vorteile gewähren, ohne dass sie als Wahlkampfleistungen erscheinen. Im Juli 2026, zwei Wochen vor der ACC-Wahl, richtete die ISCF in Stellenbosch bei Kapstadt die afrikanische Etappe ihrer Schulschach-WM aus, bei der Dvorkovich und Turlov auftraten. Jan Henric Buettner machte die Veranstaltung zum Gegenstand seiner Wahlbeschwerde: 23 Personen aus Kasachstan und Russland seien eingeflogen worden, um offiziell mit rund 90 Kindern Schach zu spielen.