Friedl Rinder

Deutsche Meisterin, die 1939 bei der parallel zur Schacholympiade ausgetragenen Frauen-Weltmeisterschaft in Buenos Aires für das Deutsche Reich antrat und Vierte wurde; den deutschen Meistertitel hatte sie wenige Monate zuvor gewonnen. Anders als die ebenfalls aus München stammende Sonja Graf, die dort staatenlos als „Libre“ spielte, kehrte Rinder nach dem Turnier zu ihrer Familie nach Deutschland zurück. Auf der Heimfahrt wurde ihr Schiff in Gibraltar von den Briten kontrolliert, sie geriet unter Spionageverdacht und wurde verhört, durfte aber weiterreisen. Sie überstand den Krieg und wurde später noch viermal deutsche Meisterin.

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