Dopingkontrollen im Schach

Seit der Schacholympiade 2002 unterliegt der Schachsport im Zuge der FIDE-Bemühungen um olympische Anerkennung Dopingkontrollen, obwohl bislang kein bekannter Fall aufgedeckt wurde und Kontrollierte wie Kontrolleure die Maßnahme laut PvB weitgehend für sinnlos halten. Da Schach als Teil einer primär auf Laufen, Werfen und Springen ausgerichteten Weltsportverwaltung eingeordnet ist, gelten seine Regeln weitgehend unangepasst. Der DSB einigte sich 2009 mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) auf jährlich drei Kontrollen bei je vier deutschen Meisterschaften. Der Schachsport konnte einige Verschärfungen abmildern: Die frühere Debatte über ein Koffeinlimit ist vom Tisch, 2007 wurden Beta-Blocker von der Verbotsliste für Schach gestrichen, sodass Spielerinnen und Spieler mit Bluthochdruck-Medikation nicht mehr als Doper gelten.