Amir Timur (Tamerlan)
Mongolischer Heerführer, auch Timur Lenk oder Tamerlan genannt, regierte Ende des 14. Jahrhunderts ein Reich vom Hindukusch bis ans Schwarze Meer und ließ in Samarkand und Kesh Paläste, Medressen und Mausoleen errichten; nach Darstellung von PvB war er gefürchtet, weil er auf seinen Eroberungszügen auch die unbeteiligte Bevölkerung töten ließ. In Usbekistan stark verehrt, was PvB als historisch fragwürdig einordnet, da sein Reich nach seinem Tod zerfiel, bevor sich die Usbeken als eigene Volksgruppe herausbildeten. Kultureller Hintergrund der Schacholympiade 2026 in Samarkand; Robert Hübner haderte in seinem Reisebericht aus Usbekistan mit der Timur-Verehrung. Europäische Rezeption von Christopher Marlowes Tragödie (1590) über Opern von Händel und Vivaldi bis zum Chanson „Mir ist heut so nach Tamerlan“ von Rudolph Nelson und Kurt Tucholsky.

